Über 80 Blockbuster

Netflix zeigt, warum du jetzt mehr zahlen musst

Von Fabian Tschamper

8.2.2022

Netflix hat die Abo-Preise jüngst erhöht. Für das Jahr 2022 lässt sich der Streaming-Dienst in die Karten schauen und zeigt, wo dieses Geld investiert wird – nämlich in unzählige Superstar-Projekte.

Von Fabian Tschamper

8.2.2022

Mit mindestens einem neuen Film pro Woche will Netflix im Jahr 2022 den rückläufigen Abo-Zahlen den Kampf ansagen. Unter anderem rechtfertigt der Service so die aktuelle Preiserhöhung. Das Basis-Abo kostet nach wie vor 11.90 Franken, doch seit dem 9. Januar zahlen Kund*innen des Standard- oder Premium-Abonnements mehr. Ersteres erfuhr eine Erhöhung von zwei Franken, von 16.90 Franken auf 18.90 Franken, letzteres stieg um drei Franken, von 21.90 Franken auf 24.90 Franken.

Die Unterschiede in den Abos zeigen sich in besserer Stream-Qualität und der Anzahl User, die auf mehreren Geräten im selben Haushalt Netflix konsumieren können.

In einem dreiminütigen Trailer zeigt der Streaming-Dienst, wo das Geld hinfliesst: Bei den neuen Inhalten setzt Netflix auf grosse Stars. Als Highlights 2022 preist das Unternehmen den exklusiven Auftritt von Jamie Foxx in «Day Shift» an. Ausserdem stehen «Hustle» mit Adam Sandler, «You People» mit Jonah Hill, Eddie Murphy und Julia Louis-Dreyfus sowie «The Gray Man» mit Ryan Gosling und Chris Evans in den Startlöchern.



Weiter warten Filme und Serien mit Jessica Chastain, Charlize Theron, Mila Kunis, Halle Berry und dem französischen Durchstarter Omar Sy, der mit «Lupin» im vergangenen Jahr einen Volltreffer gelandet hatte.

Trotzdem erfolgreicher als die Konkurrenz

«Wir aktualisieren unsere Preise, damit wir weiterhin eine grosse Auswahl an hochwertigen Unterhaltungsoptionen anbieten können», begründet Netflix den Schritt inmitten des Streaming-Kampfs mit Konkurrenten wie Amazon Prime Video, Apple TV+, Hulu und anderen.

Trotz Pandemie und rückläufigen Abo-Zahlen schwimmt Netflix nach wie vor obenauf. Im Gegensatz zur Konkurrenz muss sich der Streaming-Dienst nicht um Kundschaft sorgen. 222 Millionen stets zahlende Abonnenten aus fast 200 Ländern halten den Service operabel. Disney+ oder der US-amerikanische Streaming-Dienst von HBO kämpfen derweil damit, ihre Kund*innen zu behalten.

Wie das «Wall Street Journal» berichtet, werden bei diesen Diensten häufig nur kurze Abos gelöst, um Must-See Content zu konsumieren – so etwa «Black Widow», der zeitgleich im Kino und auf Disney+ anlief.

Die Veröffentlichungstermine für die neuen Projekte aus dem Jahrestrailer sind noch nicht bekannt.