Meghan setzt sich für bezahlte Elternzeit ein

dpa

29.10.2021 - 10:48

Im Rechtsstreit von Herzogin Meghan gegen die britische Zeitung «Mail on Sunday» hat die 39-Jährige weiteren Rückenwind bekommen.
Ehrliche Worte: «Wie alle Eltern waren wir überglücklich. Wie viele Eltern waren wir überfordert», sagt Meghan über ihre Engagement für bezahlte Elternzeit.
Chris Jackson/PA Wire/dpa

Herzogin Meghan hat sich in einem Brief an hochrangige Demokraten des US-Kongresses für eine per Gesetz festgeschriebene bezahlte Elternzeit in den USA ausgesprochen. 

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29.10.2021 - 10:48

Sie schreibe als «engagierte Bürgerin und Mutter», führte die Ehefrau des britischen Prinzen Harry in dem Brief an die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und den demokratischen Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer, aus. Das Schreiben wurde von einer Organisation, die sich für bezahlte Elternzeit einsetzt, im Internet veröffentlicht.

«Im Juni haben mein Mann und ich unser zweites Kind bekommen», schrieb Meghan. «Wie alle Eltern waren wir überglücklich. Wie viele Eltern waren wir überfordert. Im Gegensatz zu vielen anderen Eltern waren wir nicht mit der harschen Realität konfrontiert, die wichtigen ersten Monate mit unserem Baby zu verbringen oder zurück zur Arbeit zu gehen.» Das solle aber für alle Eltern in den USA gelten, forderte Meghan. In den USA gibt es bislang keine gesetzliche Regelung für bezahlte Elternzeit – nur in einigen Bundesstaaten besteht ein gesetzlicher Anspruch.

Geld war früher knapp

Meghan schrieb auch davon, dass Geld in ihrer Kindheit und Jugend immer knapp gewesen sei. Wie ein Restaurant-Besuch damals «etwas Besonderes» gewesen sei und wie sie viele verschiedene Jobs gehabt habe – als Babysitterin oder Kellnerin beispielsweise –, um genug Geld zu haben, um ihre Miete zu bezahlen und ihr Auto zu betanken.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Prinz Harry, 37, hatte Meghan sich 2020 vom engeren Kreis der britischen Königsfamilie losgesagt. Das Paar mit Sohn Archie, 2 Jahre, und Tochter Lilibet, 4 Monate, hat seinen Lebensmittelpunkt nach Kalifornien verlegt. Über ihre Organisation Archewell sind sie an mehreren sozialen Projekten beteiligt.

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