RTL – das Quotendebakel um Beatrice Egli und die Folgen

Von Carlotta Henggeler

26.6.2019

Ist bald nicht mehr in Feierlaune: Beatrice Eglis Sendung wird in den Sonntag versetzt.
RTL

Dass bei RTL im Hochsommer die Quoten sinken, das liegt auch an Beatrice Eglis Flirtshow «Schlager sucht Liebe». Nach nur zwei Folgen zieht der Sender drastische Konsequenzen.

In ihrer neuen RTL-Sendung sollte Beatrice Egli einsame Schlagersänger- und Sängerinnen verkuppeln, dafür gab ihr der Sender fünf Folgen lang Zeit. Doch schon nach dem ersten Liebesgebalze am TV zogen dunkle Wolken über das heitere Datingformat auf: Sahen noch 1,55 Millionen Zuschauer Folge eins, sackte die zweite Episode ein – nur noch eine halbe Million Zuschauer verfolgten Egli auf Liebesmission. 

Alte Folgen statt Egli

Viel zu geringe Quoten für den deutschen Privatsender. Die Fernseh-Verantwortlichen wollten nun nicht länger dem Dilemma zuschauen und versetzen «Schlager sucht Liebe» ab Sonntag auf den weniger attraktiven Sendeplatz um 11 Uhr.

Am ursprünglichen Sendeplatz zeigt RTL jetzt lieber alte Folgen der Sendung «Comeback oder weg?». Darin testen Prominente Mütter und Väter mit ihren Kindern ausgestorbene Gegenstände und Trends der 70er, 80er und 90er. Wie benutzt man die Dinge, und haben sie ein Comeback verdient? Die Kids entscheiden. 

Kein Glück mit neuen Formaten

Bei RTL häufen sich die (Quoten)-Probleme ohnehin momentan: Nachdem der Sender alle neuen Folgen der Soap «Freundinnen» gezeigt hat, stellte man jetzt auf Wiederholungen um – und nimmt jetzt die Telenovela ganz aus dem Programm. Bereits am Freitag ist «Freundinnen» zum letzten Mal zu sehen.

Diesen Sendeplatz um 17 Uhr wiederum erbt die Doku «Meine Geschichte – Mein Leben». In der fiktiven Reihe geht es um dramatische Hochzeiten, gescheiterte Liebesbeziehungen bis hin zu Rufmord – die Themenwahl ist breit gestreut. Damit will der Kölner Sender wieder mehr Leute vor den TV-Bildschirm locken.

RTL wollte in Zukunft eigentlich weniger auf Scripted Reality setzen. Doch beim Kampf um Quoten scheint am Ende dann doch jedes Mittel recht zu sein.

Zurück zur Startseite