Captain Picards gefährlichstes Abenteuer – die Pension

Fabian Tschamper

13.7.2020 - 11:30

Autoritär sitzt Captain Picard (Sir Patrick Stewart) auf der Brücke der Enterprise.
CBS

Sir Patrick Stewart, freilich bekannt aus «Raumschiff Enterprise» und «X-Men», wird 80. Seine Karriere bewegt sich noch immer mit Lichtgeschwindigkeit. Zeit, das Tempo zu drosseln, oder nicht?

Das waren noch TV-Zeiten! William Shatner als Captain Kirk in «Star Trek», dann kam das «Raumschiff Enterprise» im selben Universum, im Captainstuhl freilich Jean-Luc Picard – diplomatisch, unkonventionell und loyal daher. Der gebürtige Franzose liebt Earl-Grey-Tee und Shakespeare so sehr, dass er sogar mit dickem britischen Akzent spricht. Moment, wie bitte?

Das sind ja Dinge, die der Schauspieler hinter Picard gerne trinkt und liest! Aber Hauptsache, man macht den Typen auf dem Papier zum Franzosen. 'Tschuldigung, Trekkies.

Sir Patrick Stewart ist ein Urgestein des Theaters, gewann mehrere Preise als Darsteller in unzähligen Shakespeare-Werken und kämpfte überraschenderweise lange mit nur kleineren Rollen in Filmen und TV. Als dann «Star Trek» um die Ecke kam, veränderte sich Stewarts Leben für immer. Von 1987 bis 1994 sass er als Captain der Enterprise auf deren Brücke – und ist bis heute einer der wichtigsten Charaktere im gesamten Universum.

Die beiden Ulknudeln haben auch im hohen Alter noch den grössten Spass – Sir Ian McKellen und Sir Patrick Stewart.
Keystone

Zwischen damals und der aktuellen TV-Show «Star Trek: Picard» machte der Brite noch einen Abstecher ins Mutanten-Universum der «X-Men» und verkörperte Charles Xavier. Der telepathisch begabte Rollstuhlfahrer sollte Stewarts zweite Paraderolle sein und verhalf ihm endgültig zum «Unsterblich»-Status in der Popkultur.

Mit seinem besten Freund und Kollegen, Sir Ian McKellen («Herr der Ringe», «X-Men»), macht Stewart bis heute noch die Bühne und das Fernsehen unsicher. Gandalf und Picard pflügen immer noch volle Kraft voraus – in Rente gehen, gibt's nicht bei den beiden Sirs.

Das Einzige, was die beiden ausgebremst hat, ist die Corona-Pandemie. Da wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die neuen Folgen «Star Trek: Picard» zu sehen sind. Stewart macht aber keine Pause – oder nur bedingt – er vertreibt sich die Zeit mit anspruchsvollen Puzzles und schreibt seine Memoiren. Und er geht weiter der Leidenschaft nach, die ihn nun fast 70 Jahre begleitet. In kurzen Videos, die er in sozialen Medien veröffentlicht, trägt er Gedichte von William Shakespeare vor.

Regelmässig gibt es werktags um 11:30 Uhr und manchmal auch erst um 12 Uhr bei «Bluewin» die Kolumne am Mittag – es dreht sich um bekannte Persönlichkeiten, mitunter auch um unbekannte – und manchmal wird sich auch ein Sternchen finden.

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