«The Rock»: Connery und Cage gegen Bio-Terroristen

tsch

26.5.2019

Regisseur Michael Bay schuf vor 23 Jahren einen der besten Actionthriller der 90er-Jahre. «kino hoch zwei» wiederholt das Spektakel um das berüchtigte Gefängnis Alcatraz.

Wochenlang führte der Actionthriller «The Rock» 1996 die US-amerikanischen Kinocharts an. Es ist immer was los bei der Handlung, eine durchgängig spannend erzählte Geschichte und – das unterscheidet «The Rock» von der Konkurrenz – sorgsam entwickelte Charaktere. Ein Action-Spektakel auf allerhöchstem Niveau.

Die drei Drehbuchautoren David Weisberg, Douglas S. Cook und Mark Rosner bedienten sich zunächst eines simplen Kunstgriffs. «The Rock» ist zwar ein Gefängnisfilm, jedoch nicht im klassischen Sinne. Denn der Brigadegeneral Francis X. Hummel (Ed Harris) hat sich mit einigen Gefolgsmännern auf der Gefängnisinsel Alcatraz (eine dankbare filmische Kulisse) verschanzt und 81 Touristen als Geiseln genommen. Er fordert 100 Millionen Dollar von der US-Regierung für die Hinterbliebenen jener Männer, die unter seiner Führung fürs Vaterland ihr Leben lassen mussten.

Die Grenzen sind verschwommen

So wird in «The Rock» das bekannte Gut-Böse-Schema durchlässiger. Die Forderungen des Offiziers scheinen nachvollziehbar; er kämpft nicht um persönliche Anerkennung, sondern um eine Form von Gerechtigkeit – freilich mit unlauteren Mitteln. Denn Hummel hat einige mit hochgiftigem Gas bestückte Raketen in seiner Gewalt, die er in Richtung San Francisco abfeuern will, würden seine Forderungen nicht erfüllt. Mit Hilfe des FBI-Agenten Stanley Goodspeed (Nicolas Cage), einem Spezialisten für biochemische Waffen, und Patrick Mason (Sean Connery), dem einzigen Menschen, dem es je gelang, aus Alcatraz zu fliehen, soll die Insel gestürmt werden.

Der Film verfügt über eine Reihe spektakulärer Actionszenen, darunter auch die klassische Verfolgungsjagd durch die Strassen der Stadt. Vor allem aber lebt «The Rock» vom Zusammenspiel der beiden Oscar-Preisträger Sean Connery und Nicolas Cage. Keine Helden im klassischen Sinne, sondern mit charakterlichen Schwächen ausgestattet. Es ist ihre ganz persönliche Geschichte, die «The Rock» in erster Linie erzählen will. Und das gelang Michael Bay hier weit besser als zuletzt in allen «Transformers»-Filmen zusammen.

«The Rock – Fels der Entscheidung» läuft am Sonntag, 26. Mai, um 23.15 Uhr auf SRF zwei. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Die Kino-Highlights im Mai
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