«Meteo»-Moderator im Gewitter: War das nicht gefährlich, liebes SRF?

16.5.2018 - 11:51, nat/grs

Mit Jan Eitel hätte man gestern nicht tauschen wollen.
Bild: Screenshot SRF
Er moderierte, während im Hintergrund die Blitze über den Himmel zuckten.
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Gemütlicher: Jan Eitel 2013 in seinem «Meteo»-Büro.
Bild: SRF/Oscar Alessio
Natürlich erlebt der «Meteo»-Moderator (hier 2011) auch immer wieder mal Sonnenschein auf dem Dach.
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Jan Eitel 2011
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Jan Eitel 2016
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Das «Meteo»-Team anno 2013. Hintere Reihe (v.l.): Thomas Bucheli, Christoph Siegrist, Gaudenz Flury, Thomas Kleiber, Jürg Zogg und Felix Blumer. Mittlere Reihe (v.l.): Sandra Boner, Marlen Jacobi und Daniela Schmucki. Vordere Reihe (v.l.): Sabine Balmer, Peter Pöschl, Jan Eitel und Claudia Stocker.
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Als Zuschauer litt man am Dienstagabend mit Jan Eitel mit. Der «Meteo»-Mann wurde nicht nur voll verregnet: Während seiner Moderation zuckten auch Blitze über den Himmel. «Bluewin» hat bezüglich der Gefahren nachgefragt.

«Voller Körpereinsatz @srfmeteo zwischen Blitz und Donner», schrieb ein Zuschauer nach der «Meteo»-Hauptausgabe vom Dienstag, 15. Mai, auf Twitter. Dahinter setzte er das Victory-Emoji. Jan Eitels antwortete darauf prompt – und mit Humor: «Danke. :-) Der Kameramann stellte das Stativ auf und wartet unten in Sicherheit.»

Unsereins wäre erst gar nicht auf das «Meteo»-Dach gestiegen. Denn die Bilder, die gestern Abend von da kamen, waren alles andere als gemütlich. Schwere dunkle Wolken, Dauerregen, zuckende Blitze, Donnergrollen. Und mittendrin statt nur dabei: Jan Eitel. Der «Meteo»-Moderator liess sich allerdings nicht beirren, führte wie immer sympathisch und professionell durch die Sendungen und kommentierte geduldig die Wetterkarten.

«Bluewin» hat den Meteorologen zum Auftritt im garstigen Wetter befragt.

Bekommen Sie eigentlich eine Gefahrenzulage, Herr Eitel? Gestern war es auf dem «Meteo»-Dach ja nicht gerade gemütlich. Als Zuschauer hat man mitgelitten.

Nein, es gibt keine Entschädigung. Man muss die Gefahr selber einschätzen. Leider muss man für das Notfallszenario bis 19.15 Uhr entschieden haben. Notfallszenario würde im Studio bedeuten. Das Gewitter war dann erst in Schaffhausen... Aber es baute sich davor früher eine Zelle an.

War es nicht gefährlich, im Gewitter zu moderieren? Der Blitz schlägt ja gerne auf dem höchsten Punkt ein.

Ungefährlich war es nicht, aber es wurde vor einigen Jahren ein Faradayscher Käfig über dem Dach gebaut. Trotzdem habe ich den Kameramann in Sicherheit geschickt. Die Kamera blieb auf einem Stativ.

Bei welchen Situationen ist eine Moderation auf dem Meteo-Dach definitiv zu gefährlich?

Eigentlich nur bei Gewittern. Sturm ist kein Problem, aber ein Orkan mit über 120 km/h gefällt nicht jedem Moderator. Ich liebe aber starken Wind. Anketten musste ich mich bis jetzt nie. (lacht)


Die Zuschauer hätten Ihnen einen Schirm gegönnt. Wieso hatten Sie keinen?

Schirm ohne Wind ist perfekt, aber mit Gewitterböen unklug. Ich wollte auch keinen zusätzlichen Blitzableiter über dem Kopf.

Wie haben Sie sich nach dem nasskalten Einsatz wieder aufgewärmt?

Ich war bis auf die Unterhosen nass. Zum Glück hatte ich Ersatzkleider im Büro. Und die Scheinwerfer im Studio wärmten mich während der «10vor10 Meteo»-Ausgabe auch noch ein bisschen.

Was wünschen Sie Thomas Bucheli, der heute «Meteo» moderiert?

Ich wünsche meinem Chef kein Gewitter, aber Regen. Er liebt es, pitschnass im Regen zu stehen. Schirme kennt er nicht. (lacht)

Die «Meteo»-Ausgabe mit Jan Eitel lief am Dienstag, 15. Mai, um 19.55 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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