«Samschtig Jass» – keine Stargäste, dafür Röbi Koller als Assistent

Lukas Rüttimann

23.12.2018

Im Kampf um den Titel des Jasskönig oder der Jasskönigin standen für einmal die Jasser im Mittelpunkt. Prominente Unterstützung liess aber auch in diesem «Samschtig Jass» nicht auf sich warten.

Die letzte Ausgabe des «Samschtig Jass» war keine normale Sendung. Zum einen wurde gestern entschieden, wer den Titel des Jasskönigs oder der Jasskönigin samt den 15'000 Franken Preisgeld mit nach Hause nehmen darf. Und zum anderen bot die Sendung Moderator Reto Scherrer Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurück zu schauen.

Dabei fiel auf: In der Ära des munteren Thurgauers hat sich die Sendung gewandelt. Das gemächliche Tempo des Vorabend-Klassikers hat spürbar angezogen, und prominente Gäste – nicht nur, aber vor allem aus dem eigenen Haus – nutzen die Plattform für Auftritte, bei denen sie sich nicht selten von neuen Seiten präsentieren können.

Nochmals die Highlights

So wurde der letzte «Samschtig Jass» zum Schaulaufen der Highlights 2018, die dem Publikum in einem unterhaltsamen Zusammenschnitt noch einmal vor Augen geführt wurden. Darunter die Jass-Meisterleistung von Ski-Ass Wendy Holdener, Jonas Projers Bewerbung für Scherrers Job, Beatrice Eglis Feuerwerk der guten Laune am und neben dem Jasstisch oder die unerwartete Schlagfertigkeit von Ex-Nati-Goalie Pascal Zuberbühler im Gespräch mit dem Gastgeber (Scherrer: «Wie gross bist du? 1.97? Wow!» – darauf «Zubi»: «Ja gut, wenn du das Maul aufmachst, bist du auch so gross»).

Im Mittelpunkt standen gestern indes die normalen Jasser. Wobei «normal» nicht ganz richtig ist: Die besten Differenzjasser des Jahres machten den Titel des Jasskönigs unter sich aus, wobei sich eine Kandidatin aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Mann vertreten lassen musste. Der machte dann einen erstaunlich guten Job, was aber auch damit zusammenhing, dass die Top-Jasser beim Finale offenbar mit den Nerven zu kämpfen hatten. Sagen wir es so: Von einem perfekten Score mit drei mal null Differenz, wie das Adrian Grüter in seiner Sendung geschafft hatte, waren alle ziemlich weit weg.

Lustiger Cameo von Röbi Koller

So durfte am Ende die von Tränen überwältigte Desirée Schmidig sowohl den Titel als Jasskönigin wie auch das Preisgeld mit nach Hause nehmen. Die Trophäe erhielt sie aus den Händen von «Happy Day»-Moderator Röbi Koller, der bereits zuvor in der Sendung nahezu unbemerkt einen lustigen Cameo-Auftritt als Sendungs-Assistent von Reto Scherrer hatte, als er einen der Kandidaten in die Telefonjasser-Kabine begleitete.

Ganz ohne prominente Unterstützung scheint es beim «Samschtig Jass» inzwischen also selbst beim Kampf um den Titel des Jasskönig nicht mehr zu gehen. Nimmt man die vergangenen zwölf Monate als Massstab, darf man aber sagen – dagegen ist auch gar nichts weiter einzuwenden.

«Samschtig-Jass» lief am Samstag, 22. Dezember, um 18.45 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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