Stefanie Heinzmann bei «The Masked Singer» raus

dpa/fts

11.3.2020 - 07:58

Stefanie Heinzmann verbarg sich unter der Maske der Dalmatiner-Hündin. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Source: Rolf Vennenbernd

Wenn ein Riesen-Faultier gegen eine Dalmatiner-Hündin singt, dann weiss man: «The Masked Singer» ist wieder da. Als erste neue Kandidatin wird Sängerin Stefanie Heinzmann enttarnt.

Als der übergrosse Hase zu Ende gesungen hat, ist Rea Garvey relativ ratlos. Das flauschige Vieh klinge wie jemand, der «ein bisschen älter ist», meint der Sänger, der eines der drei Mitglieder im Rateteam der ProSieben-Show «The Masked Singer» ist. Oder halt, nein: Vielmehr klinge der Hase «erfahren».

Ein Name will Garvey dennoch nicht einfallen. Bis er auf etwas kommt, das in diesem Jahr fast immer richtig ist, wenn es um eine Show mit Prominenten geht: «Wie heisst die Frau vom Wendler?»

Ob sich unter dem Hasenkostüm tatsächlich irgendjemand aus dem Hause des Schlagerbardens Michael Wendler versteckt, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Die Musik-Rateshow «The Masked Singer» ist am Dienstag in ihre zweite Staffel gestartet.



Nach und nach werden nun die Masken fallen – der Hase durfte seine zunächst aber behalten. Stattdessen wurde in der ersten Folge eine divenhaften Dalmatiner-Hündin von den Zuschauern rausgewählt. Unter dem Kostüm verbarg sich Sängerin Stefanie Heinzmann («My Man Is a Mean Man»).

Dass die Show in eine zweite Staffel gehen würde, war lange klar gewesen. Die Erstausgabe im vergangenen Jahr hatte sich zu einem Überraschungshit für ProSieben entwickelt. Das lag auch am einfachen Prinzip: Zehn komplett verhüllte Prominente singen in Kostümen um die Wette. Die Zuschauer rätseln gemeinsam mit einem Rateteam im Studio, wer sich unter der Maske versteckt und stimmen für ihre Favoriten ab. Wer die wenigsten Stimmen hat, fliegt raus – und wird demaskiert.



Das eigentlich Geniale an der Show-Idee ist aber, dass sie mehrere Dinge vereint: Überraschungen, Rätselraten, Promi-Tratsch und grandiosen Quatsch wie ein Dalmatiner-Kostüm mit Sonnenbrille und einem Mantel in Dalmatiner-Fell-Optik. Dass Heinzmann darunter stecken würde, hatte kaum jemand kommen sehen. Im Rateteam fielen Namen wie Veronica Ferres und Désirée Nick.

Heinzmann selbst hatte auch ihr Bestes gegeben, um die Scharade nicht auffliegen zu lassen. Viele ihrer Freunde wussten nicht, dass sie in Köln bei der Show war. «Ich musste ein bisschen lügen», berichtete sie. Zudem verstellte sie ihre Stimme – damit Rea Garvey sie nicht erkennt. Die Wege im Show-Geschäft sind oft kurz. Vor Jahren war sie mit ihm gemeinsam auf Tour gewesen.

Da hat der Raab die Finger im Spiel

Was auffällt: Heinzmann entstammt wie der Sieger der ersten «Masked Singer»-Staffel, der Sänger Max Mutzke, aus dem Universum von Stefan Raab. 2008 hatte sie der Moderator – mittlerweile selbst nicht mehr im Fernsehen zu sehen – bei einem Casting entdeckt. Die Schweizerin ist eine ehrbare Sängerin. Man tritt ihr aber nicht zu nahe, wenn man vorläufig festhält, dass «The Masked Singer» in der zweiten Staffel noch nicht den ganz grossen Prominenten präsentiert hat.



Das kann aber ja noch kommen. Die Spekulationen schiessen jedenfalls bereits ins Kraut. Das Chamäleon im Pailletten-Anzug klingt auffällig wie Dieter «Didi» Hallervorden. Die Gangsta-Rap-Kakerlake, könnte das nicht «Kelly Family»-Spross Angelo Kelly sein? Bei einer pinken Fledermaus war jemand im Publikum derart überzeugt, dass es sich um ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut handeln muss, dass diese Gewissheit laut ins Studio gerufen wurde. Bester Sänger ist recht eindeutig ein monströser Drache, Fanliebling ein Flokati-Knubbel, den ProSieben «Wuschel» genannt hat.

Wie sehr die Zuschauer mitunter verwirrt werden, war während der Show auch praktisch zu beobachten. In der ProSieben-App konnten sie Tipps abgeben, wenn sie glaubten, einen Promi erkannt zu haben. Bei einer singenden Roboter-Frau setzte einige auf Komikerin Carolin Kebekus. Das was physikalisch aber kaum möglich. Kebekus sass im Rateteam.

«The Masked Singer» lief am Dienstag, 10. März, um 20.15 Uhr auf ProSieben. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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