Wie regiert es sich in einer Männerdomäne?

tsch

29.11.2018

Bis 1984 wurde die Schweiz ausschliesslich von Männern regiert. Seither waren von 117 Bundesräten auch nur sieben weiblich. SRF porträtiert «Die 7 Bundesrätinnen».

13 Jahre musste der weibliche Teil des Schweizer Volkes nach der Einführung des Frauenwahlrechts warten, bis auch eine Frau an der Regierung beteiligt war. Als Elisabeth Kopp am 2. Oktober 1984 mit 124 von 244 Stimmen als erste Frau in den Bundesrat gewählt wurde, war das ein lang ersehnter Durchbruch in einer von Männern bestimmten Sphäre.

Seit den 50er-Jahren hatte sich die gebürtige Zürcherin für die Gleichberechtigung in der Politik eingesetzt. «Wenn die Frau in der Politik zahlenmässig schwach vertreten ist, so steht das diametral im Gegensatz zu ihren objektiven Möglichkeiten», sagte sie etwa 1979. Nur zehn Jahre später musste die FDP-Frau ihre steile politische Karriere aufgrund eines Skandals vorzeitig beenden.

Karriere und Privatleben beleuchtet

Ihr folgten, das ist das Ernüchternde, bislang nur sechs Kolleginnen in den Bundesrat. Die sehenswerte SRF-DOK «Die 7 Bundesrätinnen» diese Politikerinnen in Beruf und Leben. Was erreichten sie politisch? Welche Rolle spielte ihr Geschlecht? Wie wirkte sich die Karriere auf das Privatleben aus?

Neben Elisabeth Kopp, die bis 1989 regierte, begleitet und befragt der Film Ruth Dreifuss, Bundesrätin von 1993 bis 2002 und erste weibliche Bundespräsidentin sowie CVP-Frau Ruth Metzler, Bundesrätin zwischen 1999 und 2003. Zu Wort kommen auch Micheline Calmy-Rey, Bundesrätin 2002 bis 2011, Eveline Widmer-Schlumpf, Bundesrätin 2011 bis 2015, Simonetta Sommaruga, Bundesrätin seit 2010, sowie die scheidende Bundesrätin Doris Leuthard, die nach zwölf Jahren ihr Amt aufgibt.

«Die 7 Bundesrätinnen» läuft am Donnerstag, 29. November, 20.05 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Doris Leuthard
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