Deswegen sorgen sich die Promis bei «Darf ich bitten»

von Nathalie Röllin, Redaktorin

17.3.2018 - 14:00

Letzte Woche startete «Darf ich bitten?». Diesen Samstag lässt SRF die zweite Runde Promis antanzen. «Bluewin» hat Linda Fäh, Bo Katzman und Co. zu Freuden und Leiden befragt.

Am Samstag, 17. März, läuft die zweite Qualifikationsshow von «Darf ich bitten?» (20.10 Uhr, SRF 1). Dort treten wieder fünf Promis gegeneinander an. Dieses Mal sind das Linda Fäh (30), Brigitte Oertli (55), Lucas Fischer (27), Bo Katzman (65) und Claudio Zuccolini (47). Die Jury – Tanzschulleiterin Marianne Kaiser, Künstler Rolf Knie sowie Choreograf und Produzent Curtis Burger – entscheidet zusammen mit den Zuschauern, wer weiterkommen wird.  Letzte Woche schafften es Susanne Kunz (39), Tonia Maria Zindel (45) und Michel Birri (30) ins Halbfinale. Drei weitere Prominente werden ihnen diesen Samstag folgen. Chancen aufs Finale haben dann schlussendlich nur  vier Teilnehmer. «Bluewin» fühlte Fäh, Oertli und Co. kurz vor der zweiten Show auf den Zahn.

Was macht Ihnen am meisten Spass?

Linda Fäh: Ich liebe das Tanzen seit Kindheit. Damals lernte ich Ballett, allerdings nicht sehr lange. Später dann konnte ich auf den Partys nicht stillsitzen, sondern ich stürmte die Tanzfläche – auch heute noch! Deshalb hatte ich immer den Wunsch oder Traum, einmal richtig Tanzen zu lernen. Es macht nun am meisten Spass, die verschiedenen Tanzstile zu lernen und ein Feeling fürs Tanzen zu bekommen. Auch wenn es anfangs im Spiegel noch richtig doof aussieht, macht es plötzlich KLICK und ich verstehe die Bewegung – das ist dann Freude pur. (zwinkert)

Lucas Fischer: Mir macht am meisten die Abwechslung, die Leidenschaft und die Gefühle, die man in die Tanzbewegungen bringen kann Freude, sowie das Zusammenspiel – gepaart mit der Intensität – mit meiner Tanzpartnerin.

Bo Katzman: Es ist wie beim Bergsteigen: Da steht die unüberwindlich scheinende Steilwand vor dir und du kämpfst dich mühselig Meter für Meter hoch. Manchmal kommst du ins Rutschen und beim Runterschauen wird dir schwindlig und du fragst dich, was du hier eigentlich machst. Aber wenn du auf dem Gipfel angekommen bist, ist alles vergessen und du bist richtig glücklich. So ist es mir auch ergangen. Am meisten Spass hat es gemacht, wenn ich einen Tanz nach monatelangen Strapazen endlich in den Griff bekam und es mit meiner Partnerin so richtig anfing zu swingen. Freude pur!

Claudio Zuccolini: Dass ich endlich die Fortschritte sehe. Die gibt es glücklicherweise. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die vielen Choreografien irgendwann in den Kopf bekomme. Wir sind nun im Stadium des endlosen Durchtanzens, nun kommt endlich Bewegung in die Sache  – und wenn die Durchgänge klappen, macht es Spass.

Brigitte Oertli: Die Herausforderung, von null auf 100 zu gehen, und so vieles Neues – vor allem was ganz Anderes – zu erlernen und dabei ganz neue persönliche Seiten kennenzulernen. Mein Tanzcoach hat eine solche Energie und Freude, die er vermittelt, da muss es einen einfach packen!

Was macht Ihnen am meisten Sorgen

Linda Fäh: Dass ich vor lauter Aufregung und Adrenalin zu viel Vollgas gebe und dabei die Schritte vergesse oder aus der Choreografie fliege. Obwohl wir ja erst zwei Tänze in der ersten Liveshow zeigen, müssen wir alle Choreos und Stile der eventuellen Folgesendungen jetzt schon lernen. Deshalb ist gerade ziemlich viel in meinem Kopf in Sachen Drehungen, Schritte und Abläufe …

Lucas Fischer: Phu, da gibt es so einiges. Der Hüftschwung ist für mich das grösste Sorgenkind. Viele sagen, dass ich das alles locker hinbringe. Ich kann euch sagen, das ist definitiv nicht so. Ich habe die Spannung, aber von Lockerheit im Körper ist bei mir nicht viel vorhanden. (lacht) Ich gebe alles, damit ich den Stock in meinem Hintern noch rausbringe. (zwinkert)

Bo Katzman: Die grosse Enttäuschung wäre für mich, wenn ich nicht in die zweite Runde käme und all die tollen Tänze wie den Paso Doble und Slow Fox nicht zeigen dürfte. Schliesslich bin ich ja der einzige Vertreter der Klasse Ü60! Dabei bin ich inzwischen so geschmeidig geworden, dass sich selbst Fred Astaire hinter dem Vorhang verstecken würde, wenn er mich sähe. (lacht)

Claudio Zuccolini: Dass ich, was ich aber nicht hoffe, aus der Choreo fallen sollte. Es sind viele verschiedene Tänze und es könnte passieren, dass einzelne Schritte verwechselt werden. Das müsste ich dann so gut wie möglich überspielen. Aber das kann ich mittlerweile auch schon sehr gut.

Brigitte Oertli: Meine andauernde Entzündung im Bereich der Rippen vorne und hinten, welche doch zwischendurch beträchtliche Schmerzen verursacht!

Wie viel, wie oft und wo haben Sie trainiert?

Linda Fäh: Mein Coach Hendrik Benninger und ich hatten im Dezember zwar schon erste Trainings aber richtig intensiv sind wir seit anfangs Januar dran. Durchschnittlich drei- bis viermal pro Woche je drei bis sechs Stunden ... Ich zähle die gesamten Stunden besser nicht zusammen, es sind extrem viele. (zwinkert) Aber für sechs Tanzstile und Choreografien ist das immer noch knapp.

Lucas Fischer: Wir haben sehr spät angefangen, erst am 7. Januar, weil ich noch so beschäftigt war mit «Supertalent». Jetzt haben wir die Zeit aufgeholt und seither fast täglich trainiert. Sehr intensiv und fokussiert. Meistens haben wir im Dancer's World in Dietikon trainiert. Wir sind sehr dankbar, dass wir den Saal benutzen durften. Und manchmal haben wir auch in meiner Turnhalle im Aargau trainiert.

Bo Katzman: Da ich ja bisher ein bekennender Nicht-Tänzer war, musste ich innert weniger Wochen von einem Fussgänger zum Profitänzer mutieren, und das brauchte extrem viel Zeit und Geduld. Ich denke, wir haben zwischen 50 und 60 Mal trainiert, und zwar an drei Orten: Im Danceorama in Bern, im MOVE in Biel und im Tanzstudio meiner Frau bei uns zuhause.

Claudio Zuccolini: Ich weiss wirklich nicht genau, wie viele Male mein Tanz-Coach Corinne Roost und ich seit November im Tanzstudio waren. Wir haben unzählige Stunden trainiert, im Moment sind es täglich bis zu vier Stunden. Das Tanzwerk 101 ist mittlerweile fast meine zweite Heimat.

Brigitte Oertli: Wir trainieren seit Anfang Dezember – ausser in der Weihnachtspause – drei- bis viermal pro Woche rund drei bis vier Stunden!

Was hat dabei am meisten gebracht?

Linda Fäh: Zu Beginn musste ich oft Basic-Übungen machen, das ist hart und intensiv, da war ich jeweils gut und gern ein bis zwei Stunden am Stück dran. Das hat aber sehr viel gebracht, um dann im Choreografie-Ablauf die Bewegungen und Schritte schneller einfliessen lassen zu können. Jetzt gegen Ende hilft es mir zudem, die Bewegungen zu «übertreiben» – damit diese auf der Showbühne wirken.

Lucas Fischer: Die vielen Wiederholungen und die intensive Hilfe von Alessia Gigli. Sie ist zwar erst 19 Jahre jung, aber macht das, als würde sie das schon eine Ewigkeit tun. Ich bin super happy und glücklich, habe ich sie als Tanzcoach bekommen. Mittlerweile sind wir auch schon gut aufeinander eingespielt und sind Freunde geworden.

Bo Katzman: Zuerst einmal habe ich satte vier Kilo abgenommen, bewege mich neuerdings wie ein Tiger auf der Pirsch und nicht mehr wie ein Trampeltier, die Augen meiner Frau ruhen mit Wohlgefallen auf mir, wenn sie mir beim Tanzen zusieht und ich ernte grossen Respekt bei meinen Freunden und Bekannten, dass ich nach meiner Pensionierung noch den jugendlichen Leichtsinn besitze, mich auf ein solch waghalsiges Abenteuer einzulassen.

Claudio Zuccolini: Dass wir zuerst die Choreo Schritt für Schritt einstudiert haben, und sobald diese geklappt hat, haben wir mit Musik trainiert. Und ich vermute, dass ich durchs Tanzen eine bessere Körperhaltung habe. Und die Regeneration des Körpers ist auch nicht zu unterschätzen. Nach jedem Training ein Entspannungsbad muss sein. Und ich habe mich sehr mit meiner Black Roll angefreundet. Sie hilft ebenfalls, meine Muskeln zu entspannen.

Brigitte Oertli: Ein super Aufbau von der Grundlage des jeweiligen Tanzes bis hin zur «totalen Hingabe» – was mitunter die grösste Herausforderung ist. Mit der nötigen Disziplin alles aus den persönlichen Möglichkeiten herauszuholen, was man kann.

Haben Sie von Ihrem Coach etwas gelernt, das Sie noch nicht wussten oder konnten?

Linda Fäh: Alles! (lacht) Die Frage bei mir ist eher, was konnte ich schon? So richtig nur den sogenannten «Füdli»-Shake. (zwinkert) Den haben wir tatsächlich in einem Tanz drin und den musste ich nicht mehr üben. Der kommt aber erst im Halbfinale zum Zug, also alle die mein Shake sehen wollen, müssen für mich stimmen, damit ich weiterkomme. (lacht)

Lucas Fischer: Na, klar. Sie hat mir so viele neue Bewegungsabläufe gezeigt. Wie man tanzt und dabei im Kopf zählt und sie hat es, glaube ich geschafft, mich aufzulockern und sogar meine Hüfte ein wenig zum Kreisen gebracht. All das hätte ich ohne sie nie geschafft. All das kann ich auch für meine Show gebrauchen. Ich bin stolz auf uns.

Bo Katzman: Mein Coach Patrycja Studer ist eine hervorragende Motivatorin. Sie hat aus einem Elefanten eine Gazelle gezaubert und hat mir Bewegungen, Positionen und Pirouetten beigebracht, von denen ich nicht einmal ahnte, dass ein Mensch sie bewerkstelligen kann. Allerdings hat auch eine Gazelle ihre Grenzen, aber auf denen will ich jetzt nicht herumreiten ...

Claudio Zuccolini: Ja, alles. Ich konnte nichts, und Corinne hat mit sehr viel Geduld versucht, mir alles beizubringen. Haltung, Schritte und alles, was sonst noch dazu gehört. Wenn man keine Vorkenntnisse hat, ist es nicht einfach, alles einzustudieren. Aber ich glaube, das Resultat lässt sich sehen.

Brigitte Oertli: Mein Coach Jürgen Schlegel hat mir eine andere Welt gezeigt, eine Welt die ich so nicht kannte. Es ist eine faszinierende Welt und gibt einem einfach immer wieder aufs Neue ein tolles Gefühl.

Die zweite Qualifikationsshow «Darf ich bitten?» läuft am Samstagabend, 17. März, um 20.10 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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