CAS lehnt nach vereitelter Entführung Eilantrag von belarussischer Olympia-Sprinterin ab +++ Frenetischer Empfang für Medaillen-Heldinnen am Flughafen Zürich

Redaktion blue

2.8.2021

Tag 11 in Tokio: Im Ticker halten wir dich über die Geschehnisse bei den Olympischen Spielen auf dem Laufenden. 

Redaktion blue

2.8.2021

Die Schweizer am Montag

  • Acht Medaillen kommen an: Grosser Empfang am Flughafen Zürich-Kloten: Nina Christen, Belinda Bencic, Viktorija Golubic, Noè Ponti, Jérémy Desplanches und Nikita Ducarroz sind mit ihren Medaillen zurück.
  • Leichtathletik: Zwei Tage nach dem 6. Rang im 100-m-Final sprintet Mujinga Kambundji über 200 m in den Final.
  • Leichtathletik: Lea Sprunger scheitert über 400 m Hürden in den Halbfinals und kann ihr grosses Ziel an ihrem letzten Grossanlass nicht erreichen.
  • Leichtathletik: Für den Tessiner Ricky Petrucciani bedeuten die Halbfinals über 400 m Endstation.
  • Leichtathletik: In der Qualifikation des Stabhochsprungs bleiben Angelica Moser und Andrina Hodel hängen. Für Moser war das eine riesige Enttäuschung, sie verliess die Anlage weinend.
  • Rad Bahn: Der Schweizer Bahnvierer enttäuscht in der Qualifikation und wird Achter. Somit ist maximal noch Bronze möglich. In der Hauptrunde treffen die Schweizer am Dienstag auf Australien.
  • Segeln: Die 470er-Frauen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler müssen sich in Geduld üben. Wegen schlechten Wetterbedingungen wurden die Segel-Wettbewerbe für heute abgesagt.
  • Reiten: Die Vielseitigkeits-Reiter erleben nach dem tödlichen Drama um Jet Set auch sportlichen Frust.

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  • Nach vereitelter Entführung: CAS lehnt Eilantrag von belarussischer Olympia-Sprinterin ab

    Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat einen Eilantrag der belarussischen Olympia-Sprinterin Kristina Timanowskaja für die Teilnahme an den Vorläufen über 200 Meter abgelehnt.

    Die 24-Jährige wollte mit einer Einstweiligen Anordnung des CAS die Entscheidung des Belarussischen Olympischen Komitees kippen, das Timanowskaja den Start am Montag verwehrt hatte. Der Präsident des Ad-hoc-Komitees des Sportgerichtshofes habe dies jedoch abgewiesen, weil die Athletin nicht in der Lage gewesen sei, ihren Fall zu beweisen. Dies teilte der CAS mit.

    Timanowskaja hatte zuvor in der polnischen Botschaft in Tokio ein humanitäres Visum erhalten. Die Sportlerin, die nach Einschätzung der belarussischen Opposition von den autoritären Behörden ihres Landes aus Japan entführt werden sollte, hatte sich dazu am Montag in Polens Vertretung in Tokio eingefunden.

    Timanowskaja hatte in einem Video, das die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation (BSSF) am Sonntag veröffentlichte, erklärt, sie habe gegen ihren Willen aus Japan ausgeflogen werden sollen. Grund sei öffentliche Kritik an belarussischen Sportfunktionären gewesen.

    Die belarussische Olympia-Läuferin Kristina Timanowskaja am Freitag beim 100m-Lauf der Frauen in Aktion.
    Die belarussische Olympia-Läuferin Kristina Timanowskaja am Freitag beim 100m-Lauf der Frauen in Aktion.
    Bild: Martin Meissner/AP/dpa
  • Schweizer Athletinnen bringen Leben in den Flughafen

    Es waren an diesem Montagnachmittag aus verständlichen Gründen noch mehr Leute zum Ankunft-Gate gekommen als an vorangegangenen, denn Bencic und Golubic waren längst nicht die einzigen medaillenbehängten Athleten, die von Fernost zurückkehrten. In der Gruppe mit den Tennisspielerinnen brachten Nina Christen, Jérémy Desplanches, Noè Ponti und Nikita Ducarroz achtmal Edelmetall heim. Die acht Medaillen (oder sieben Medaillengewinne) allein mit dieser kleinen Schar übertreffen die gesamte Schweizer Ausbeute vieler früherer Sommerspiele.

    So manche Mikrofone wurden den Erfolgreichen nach der glücklichen Landung entgegengestreckt. Fragen und Antworten wurden bisweilen vom Kuhglockenkonzert übertönt. Gut zu verstehen war jedoch, was Nina Christens Mutter Priska sagte. Eine Mutter hat nicht nur Sport und Erfolg im Kopf, wenn es um das eigene Kind geht. So sagte sie: «Seit ich weiss, dass der Flieger gelandet ist, geht es mir ganz gut. Ich sehe immer meine Tochter, und nicht nur die Sportlerin.»

    Belinda Bencic (Gold im Tennis-Einzel und Silber im Doppel) freut sich am Flughafenempfang in Zuerich, aufgenommen am Montag. 2. August 2021. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
    Belinda Bencic präsentiert am Flughafen in Zürich ihre beiden Medaillen.
    Bild: KEYSTONE
  • Vielseitigkeitsreiten: Keine Versöhnung mit dem Olympia-Parcours

    Die Vielseitigkeits-Reiter werden nach dem tödlichen Drama um Jet Set mit dem olympischen Concours Complet nicht mehr glücklich. Es resultierten die Plätze 10 (Team), 17 (Mélody Johner) und 19 (Felix Vogg). Mehr dazu hier.

  • Fussball (f): Kanada und Schweden im Final, USA scheitern

    Die US-Fussballerinnen erleben wie bei den Spielen 2016 in Rio eine Enttäuschung. Die amtierenden Weltmeisterinnen und vierfachen Olympiasiegerinnen scheiterten in den Halbfinals überraschend mit 0:1 an Nachbar Kanada. Im Gegensatz zu den letzten Sommerspielen, als sie in den Viertelfinals verloren, können die USA in Tokio wenigstens noch Bronze holen.

    Das Siegestor für die Kanadierinnen fiel eine Viertelstunde vor dem Ende mittels Penalty. Der Einzug in den Final ist für Kanadas Fussballerinnen der grösste Erfolg. Dort treffen sie auf Schweden (1:0 gegen Australien), das bereits vor fünf Jahren in Rio im Endspiel gestanden hatte - und dort gegen Deutschland verlor.

  • Leichtathletik Stabhochsprung (f): Angelica Moser verlässt die Anlage unter Tränen

    Riesige Enttäuschung für Angelica Moser: Die Hallen-Europameisterin im Stabhochsprung scheiterte wie vor fünf Jahren in Rio bereits in der Qualifikation. Nach übersprungenen 4,40 m riss die Zürcherin auf der Höhe von 4,55 m dreimal. Bei schwierigen Bedingungen mit nasser Anlaufbahn waren mehr als die zwölf zum Final zugelassenen Athletinnen besser als Moser. Sie verliess die Anlage unter Tränen und sagte gegenüber SRF: «Ich kann mir das nicht erklären. Ich habe viele Leute enttäuscht und das tut mir mega leid.»

    Zufrieden sein durfte hingegen Debütantin Andrina Hodel. Die junge Thurgauerin übersprang im ersten Versuch 4,25 m, ehe sie auf 4,40 m erwartungsgemäss scheiterte.

  • Leichtathletik 5000 m (f): Sifan Hassan beginnt ihr Triple-Gold-Projekt mit erstem Triumph

    Sifan Hassan startet ihr Triple-Gold-Projekt mit dem Sieg über 5000 m erfolgreich. Die 28-jährige Niederländerin gewinnt in 14:36,79 Minuten vor der Olympia-Zweiten von 2016, Hellen Obiri aus Kenia. Bronze sichert sich die Äthiopierin Gudaf Tsegay. Hassan will am Freitag das zweite Gold über 1500 m gewinnen und am Samstag über 10'000 m den dritten Olympiasieg feiern.

  • Badminton (m): Axelsen holt als zweiter Europäer Gold

    Viktor Axelsen ist der zweite Olympiasieger aus Europa im Badminton Einzel. Im Endspiel setzt sich der 27-jährige Däne gegen seinen Vorgänger von Rio, den Chinesen Chen Long, klar in zwei Sätzen durch. Der neue Olympiasieger hat im ganzen Turnier keinen einzigen Satz abgegeben. 2016 hatte Axelsen Bronze geholt.

  • Gewichtheben (f): Transgender-Athletin Laurel Hubbard bleibt ohne Medaille

    Die neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard hat bei den Olympischen Spielen in Tokio eine Medaille in der Gewichtsklasse über 87 Kilogramm klar verpasst. Die 43-Jährige ist die erste Athletin bei Olympischen Spielen, die offen ihre Geschlechtsidentität angepasst hat. Hubbard lebte nach ihrer Geburt 35 Jahre lang mit einer männlichen Zuschreibung. Sie ist aber Transgender, also eine Person, die sich mit dem Geschlecht, das ihr bei der Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlt.

    Nach drei ungültigen Versuchen schied Hubbard am aus und konnte nicht mehr in den Medaillenkampf eingreifen. Über ihre Zulassung zum Frauen-Wettbewerb hatte es zuvor zum Teil kontroverse Diskussionen gegeben. Mehr dazu hier.

    epa09387824 Laurel Hubbard of New Zealand fails to lift 120kg in the first attempt during the Snatch portion of the Women's +87kg Group A Gold Medal event of the Weightlifting events of the Tokyo 2020 Olympic Games, at Tokyo International Forum in Tokyo, Japan, 02 August 2021. EPA/MICHAEL REYNOLDS
    Das Olympia-Abenteuer war für Transgender-Athletin Laurel Hubbard von kurzer Dauer.
    Bild: Keystone
  • Synchronschwimmen (f): Achtbare Liechtensteiner Premiere

    In der freien Kür im Duett traten mit Lara Mechnig (21) und Marluce Schierscher (22) erstmals zwei Liechtensteinerinnen in Synchronschwimmen bei Olympia an. Die jungen Frauen aus Schaan schlugen sich achtbar.

    In der freien Kür sicherten sie sich den 18. Platz. Am Dienstag folgt der zweite Auftritt mit der technischen Kür. Der Final der besten zwölf Duetts liegt für die Liechtensteinerinnen ausser Reichweite - aber: jene Gegnerinnen, die sie hinter sich lassen wollten, die Teams aus Kolumbien (19.), Ägypten (20.) und Südafrika (22.) verwiesen sie auf die Plätze. Ausserdem klassierten sie sich auch vor den Australierinnen (21.).

  • Turnen (f): Carey springt für Biles in die Bresche

    Am zweiten Tag der Gerätefinals in Tokio sichern sich die Amerikanerin Jade Carey (Boden) sowie der Chinese Liu Yang (Ringe) und der Südkoreaner Shin Jea-hwan (Sprung) olympisches Gold.

    Carey sprang für die erneut nicht antretende Simone Biles, die Boden-Olympiasiegerin von 2016, in die Bresche. Die 21-Jährige aus dem Bundesstaat Arizona setzte sich in einem hochklassigen Final vor der italienischen Altmeisterin Vanessa Ferrari durch. Am Sonntag hatte Carey im Final am Sprung noch gepatzt und eine fast sicher geglaubte Medaille vergeben.

    Bronze sicherten sich die Russin Angelina Melnikowa, die bereits ihre dritte Medaille in Tokio holte, und zur Freude der vielen Volunteers in der Halle die Einheimische Mai Murakami.

    An den Ringen feierte China dank Liu Yang und You Hao einen Doppelsieg. Der Grieche Eleftherios Petrounias, der Olympiasieger von 2016, musste sich mit Bronze begnügen. Am Sprung siegte der Südkoreaner Shin Jea-hwan dank dem höheren Schwierigkeitsgrad vor dem punktgleichen Denis Abljasin aus Russland.

  • Leichtathletik 400 m Hürden (f): Sprungers Olympia-Karriere endet im Halbfinal

    Lea Sprunger hat ihr letztes grosses Karriereziel, den Olympia-Final über 400 m Hürden, verpasst. Die Westschweizerin wird in ihrer Halbfinal-Serie in 55,12 Vierte und scheidet aus. Bei strömendem Regen gelang Sprunger kein fehlerfreier Lauf. Die Europameisterin von 2018 wird am Ende dieser Saison zurücktreten.

  • Leichtathletik 400 m (m): Petrucciani scheidet im Halbfinal aus

    Ricky Petrucciani wird in seiner Halbfinal-Serie Sechster und bleibt somit im Kampf um einen Final-Platz erwartungsgemäss chancenlos. Mit 45,26 lief der Tessiner aber die zweitbeste Zeit seiner bisherigen Karriere.

  • Leichtathletik 200 m (f): Kambundji auch über 200 m im Final

    Sensationelle Mujinga Kambundji: Auch über 200 m steht die Bernerin im Olympia-Final. Sie wird in ihrer Halbfinal-Serie Dritte und schafft es über die Zeit weiter. Sie lief in 22,26 nochmals genau gleich schnell wie im Vorlauf und egalisierte ihren Schweizer Rekord erneut. Insgesamt realisierte sie die siebtbeste Zeit.

  • Superstar Biles tritt am Schwebebalken an

    Turn-Superstar Simone Biles wird an den Olympischen Spielen in Tokio noch einmal an den Start gehen. Die 24-Jährige bestätigte am Montag ihre Teilnahme am Schwebebalken-Finale für Dienstag. «Wir freuen uns sehr, dass wir mitteilen können, dass wir morgen zwei US-Athletinnen im Final am Schwebebalken sehen werden – Sunisa Lee UND Simone Biles», schrieb der US-Turnverband auf Twitter.

    Das Schwebebalken-Finale ist erst der zweite Auftritt von Biles bei den Spielen in Tokio. Zuvor hatte die viermalige Olympiasiegerin von Rio de Janeiro wegen mentaler Probleme auf die Entscheidungen im Mehrkampf, am Boden, am Stufenbarren und im Sprung verzichtet. Den Mannschafts-Wettkampf hatte die 19-malige Weltmeisterin nach nur einem Gerät abgebrochen und anschliessend ihre mentalen Probleme öffentlich gemacht.

  • Strickender Olympiasieger sorgt für Aufsehen

    Vor sechs Tagen gewann Tom Daley Gold im Synchron-Wettbewerb des Turmspringens. Nun sorgen Bilder des britischen Olympia-Helden in der Medienlandschaft und im Netz für Aufsehen. Sie zeigen wie Daley während der Entscheidung auf dem Dreimeter-Brett auf der Tribüne seelenruhig strickt. Inzwischen hat er sich auch erklärt. Er habe eine Tasche für seine Gold-Medaille gemacht. Auf einer Seite mit der britischen Flagge, auf der anderen Seite mit der japanischen. Daley: «Jetzt kann ich meine Medaille mit mir herumtragen kann, ohne dass sie zerkratzt wird.»

    Tokyo , Japan - 2 August 2021; Tom Daley of Great Britain knits during the preliminary round of the men's 3m springboard at the Tokyo Aquatics Centre on day ten of the 2020 Tokyo Summer Olympic Games in Tokyo, Japan. (Photo By Stephen McCarthy/Sportsfile via Getty Images)
    Spezielles Hobby: Der Brite Tom Daley mag es auf der Tribüne zu stricken.
    Bild: Getty Images
  • Rad Bahn (m): Schweizer Vierer enttäuscht zum Auftakt

    Der Schweizer Bahnvierer kommt bei seinem ersten Olympia-Auftritt in der Teamverfolgung nicht wie gewünscht auf Touren. Das Quartett verpasst den angestrebten Schweizer Rekord deutlich um mehr als eineinhalb Sekunden und beendeten die Qualifikation im achten und letzten Rang. In der Hauptrunde die Schweizer nun auf Australien. Mehr dazu hier.

  • Acht Medaillen treffen heute in der Schweiz ein

    Heute trifft eine ordentliche Ladung Edelmetall in der Schweiz ein. Nicht weniger als acht Medaillen gibt es beim Empfang am Flughafen Zürich-Kloten zu bestaunen. Um 15 Uhr landen Nina Christen (Gold und Bronze im Schiessen), die Tennisspielerinnen Belinda Bencic (Gold und Silber) und Viktorija Golubic (Silber), die Schwimmer Noè Ponti (Bronze) und Jérémy Desplanches (Bronze) sowie Nikita Ducarroz (Bronze im BMX).

  • Belarussische Läuferin Timanowskaja ist in Sicherheit

    Die belarussische Olympia-Läuferin Kristina Timanowskaja ist nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nach der versuchten Entführung «sicher und geschützt». Polen und Tschechien bieten ihr Asyl an. Mehr dazu hier.

  • Untersuchung gegen Kugelstösserin wegen Protest-Geste

    Raven Saunders, der Silbermedaillengewinnerin im Kugelstossen, droht eine Strafe wegen eines politischen Protests an der Siegerehrung. Die auffällige Amerikanerin, die zuvor im Wettkampf mit einer furchteinflössenden Maske und bunt gefärbten Haaren angetreten war, verschränkte auf dem Podium die Arme über dem Kopf. Mit der X-Geste habe sie Solidarität für die Rechte «unterdrückter Menschen» ausdrücken wollen, sagte sie. Das X sei der Schnittpunkt, an dem sich alle unterdrückten Menschen treffen.

    Die schwarze Athletin Saunders tritt öffentlich vor allem für die Belange von People of Color ein, zudem engagiert sie sich für die LGBTQ-Community. Das IOC hat nun erklärt, den Vorfall zu untersuchen. 

    Raven Saunders, of the United States, poses with her silver medal on women's shot put at the 2020 Summer Olympics, Sunday, Aug. 1, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Francisco Seco)
    Silbermedaillengewinnerin Raven Saunders und ihre X-Geste an der Siegerehrung im Kugelstossen.
    Bild: Keystone
  • Segeln 470er (f): Wetter lässt heute keine Wettbewerbe für Fahrni/Siegenthaler zu

    Linda Fahrni und Maja Siegenthaler müssen sich im 470er-Wettbewerb der Frauen gedulden. Das Wetter lässt heute keine Segelwettkämpfe zu, sie wurden auf morgen verschoben. Noch stehen für sie die letzten zwei Läufe der Qualifikation aus, als Vierte des Zwischenklassements haben die beiden Seglerinnen vom Thunersee gute Chancen, das Medal Race der besten acht Boote zu erreichen. Ihr Rückstand auf die Bronzemedaille betragt allerdings stattliche 17 Punkte.

  • Leichtathletik 1500 m (f): Hassan trotz Sturz souverän

    Triple-Jägerin Sifan Hassan steht trotz eines Sturzes souverän im Olympia-Halbfinale über 1500 m. Die Niederländerin äthiopischer Herkunft stolperte vor der letzten Runde ihres Vorlaufes über Edinah Jebitok aus Kenia. Hassan rappelte sich wieder auf und stürmte mit mehr als 50 Metern Rückstand auf die Spitze den Konkurrentinnen hinterher. Eingangs der Zielgeraden lag sie dann bereits wieder an der Spitze und gewann ihren Vorlauf souverän. Hassan strebt in Tokio nicht nur Gold über 1500 m, sondern auch über 5000 m und 10 000 m an.

    TOKYO, JAPAN - AUGUST 2: Sifan Hassan of the Netherlands falls while competing in the Women's 1500m Round 1 during the Tokyo 2020 Olympic Games at the Olympic Stadium on August 2, 2021 in Tokyo, Japan (Photo by Andy Astfalck/BSR Agency/Getty Images)
    Schock-Moment für Leichtathletik-Star Sifan Hassan. Doch trotz diesem Sturz schaffte es die Niederländerin in die Halbfinal über 1500 m.
    Bild: Getty Images
  • Leichtathletik 200 m (f): Jamaika-Star verpokert sich

    Mujinga Kambundji hat eine Konkurrentin weniger, peinliches Aus in den Vorläufen über 200 m für die Jamaikanerin Shericka Jackson. Die Bronzemedaille-Gewinnerin über 100 m ist sich zu sicher und joggt am Ende nur noch in Richtung Ziel. Dummerweise wird sie aber noch von zwei Athletinnen überholt und durch diese arrogante Aktion nur Vierte. Auch über die Zeit reicht es der 27-Jährigen dann nicht mehr für die Halbfinals. Inzwischen hat Jackson auf Instagram Stellung genommen: «Manchmal können uns schmerzhafte Dinge eine Lektion erteilen, welche wir nicht wussten, dass wir sie kennen müssen.»

  • Leichtathletik 200 m (f): Kambundji mit Schweizer Rekord im Halbfinal

    Mujinga Kambundji hat sich über 200 m als Erste ihres Vorlaufs problemlos für den Halbfinal qualifiziert. Obwohl die 29-jährige Bernerin ihren Lauf nicht durchzog, egalisierte sie bei einem Gegenwind von 0,2 m/s mit 22,26 Sekunden den eigenen Schweizer Rekord. Den Halbfinal über die halbe Bahnrunde bestreitet Kambundji am Montag kurz nach Mittag Schweizer Zeit. Über 200 m hatte sie 2019 in Doha WM-Bronze gewonnen. Mehr dazu hier.

  • Weitsprung (m): Herzschlagfinale

    Der Olympiasieg im Weitsprung der Männer ging in extremis an den Griechen Miltiadis Tentoglou. Der 23-Jährige verwies mit 8,41 m im letzten Sprung die Kubaner Juan Miguel Echevarria und Maykel Masso auf die weiteren Plätze. Echevarria sprang wie Tentoglou 8,41 m, zog aber aufgrund der schlechteren Weite beim zweitbesten Sprung den Kürzeren.

  • 100 m Hürden (f): Camacho-Quinn souverän

    Jasmine Camacho-Quinn sicherte Puerto Rico die erste Goldmedaille an Olympischen Spielen in der Leichtathletik und die zweite insgesamt. Die 24-Jährige, die im Halbfinal mit 12,26 Sekunden die sechstbeste Zeit der Geschichte aufgestellt hatte, siegte in 12,37 Sekunden deutlich vor der amerikanischen Weltrekordhalterin Kendra Harrison (12,52). Bronze ging an die Jamaikanerin Megan Tapper (12,55).

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