So klappt es mit Fitness auf dem Wasser

dpa

28.7.2020 - 16:33

Stand-up-Paddling: Bei diesem Sport werden alle Muskelgruppen beansprucht. Ausserdem fördert SUP die Koordination. 
Source: Getty Images

Paddeln macht Spass – und eine gute Figur noch dazu. SUP, Surfen oder Kanu: Auf dem Brett sind die Unterschiede gross. Die besten Tipps für Einsteiger. 

Sie sind im Sommer auf fast jedem See zu sehen: Menschen, die aufrecht mit einem Paddel in ihren Händen auf einem Brett stehen und langsam über das Wasser gleiten.

Stand-up-Paddling, also Stehpaddeln, ist im Trend und auch ein hervorragendes Ganzkörpertraining, wie die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) betont. Denn der Sport beansprucht alle Muskelgruppen, fördert die Koordination und schont zugleich die Gelenke. Die Experten raten aber, nicht ohne Sach- und Ortskenntnis ins Wasser zu gehen.

Vor den ersten eigenen Paddeltouren macht man deshalb am besten einen Einsteigerkurs in einem Wassersportzentrum oder an einer SUP-Schule. 

Kanus für den Familienausflug

Wem das Stehpaddeln zu anspruchsvoll erscheint oder wer generell lieber sitzend unterwegs ist, für den können Kajaks oder Kanus das Fortbewegungsmittel der Wahl auf dem Wasser sein. Sie eignen sich laut der DHfPG sehr gut für gemütliche Ausflüge mit der Familie oder Freunden.



Kanufahren ist zudem an vielen Flüssen möglich. Auch hierfür empfiehlt sich jedoch ein Schnupperkurs zum Einstieg, oder zumindest eine geführte Wanderung, wenn man selbst noch keinerlei Kenntnisse hat. Dabei bekommen Teilnehmer ebenfalls Grundtechniken und Verhaltensregeln beigebracht. 

Windsurfen ganz ohne Meer

Ein grosser Spass und deutlich rasanter als Stand-up-Paddling, Kajak oder Kanu ist Windsurfen: Koordination, Muskeln und Konzentration werden hierbei trainiert. Und es geht nicht nur am Meer, sondern etwa auch in diversen Baggerseen. Windsurfen sei mit professioneller Hilfe verhältnismässig einfach zu erlernen, informiert die DHfPG. 

Wer auf dem SUP-Board oder mit dem Kanu nicht achtsam unterwegs ist, kann viel Unheil anrichten. «An vielen Gewässern, gerade im Randbereich, brüten seltene und gefährdete Vögel. Wenn die Menschen zu dicht herankommen, dann stören sie diese und sie verlassen möglicherweise ihre Nester», erklärt Beatrice Claus, Referentin für Gewässerschutz des WWF.

Für eine Störung könne schon die für die Vögel ungewohnte Lautstärke oder der Schattenwurf sorgen, erklärt Claus. Gerade bei Stand-Up-Paddlern sei dieser gross und wirke bedrohlich.

Auf Distanz gehen 

Abstand – das ist nicht nur beim Schutz vor Corona, sondern auch zum Schutz der Natur oberstes Gebot. «Wenn ein Tier aufgeregt ruft oder wenn es hektisch wird, dann heisst das: Ich bin zu dicht dran und ich muss mehr Abstand halten», erklärt Nabu-Experte Hopf. Dann solle man sich vorsichtig zurückziehen.

Mandeau vom Stand Up Paddle Verband ergänzt: «Dass mit SUPs und anderen Wassersportgeräten nicht in abgesperrte Natur-, Vogel- und Laichschutzgebiete gefahren wird, versteht sich von selbst.»

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