Von wegen Keimschleuder – zurück zur Seife am Stück

dpa

5.7.2019

Nachhaltig, ergiebig und obendrein kostengünstig: die Seife am Stück.
Bild: iStock

Flüssigseife ist nur in Einwegspendern oder Plastiknachfüllpacks erhältlich. Wer zur guten alten Seife am Stück greift, muss nicht auf Reinlichkeit verzichten – spart aber jede Menge Abfall.

Die Verwendung von fester Seife zum Händewaschen spart Plastik- und Verpackungsmüll ein. Viele bleiben trotzdem bei der Flüssigseife, oft aus Sorge, dass die Seife mit Bakterien belastet ist.

Feste Seife neben dem Waschbecken geht durch viele Hände – die meisten davon ungewaschen. Eine Keimschleuder ist die Seife deshalb aber nicht, erklärt Ernst Tabori, Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene, in der Zeitschrift «Good Health» (Ausgabe 6/2019).

So hygienisch wie Flüssigseife

Denn theoretisch hinterlässt zwar jeder Anwender auf fester Seife eine Keimspur. Die Seife bietet Bakterien aber kein gutes Wachstumsmilieu. Krankheitserreger werden zwar nicht sofort getötet, überleben aber auch nicht lange.

Feste Seife ist damit nicht unhygienischer als Flüssigseife: Hier können sich Keime zwar nicht auf der Seife selbst, aber dafür auf dem Pumpmechanismus sammeln.

Beide Verunreinigungen sind aber zu vernachlässigen, wenn sich Anwender sofort nach dem Kontakt mit Seife oder Mechanismus gründlich die Hände waschen. Zumindest in Privathaushalten dürfen daher sowohl Seifenstücke als auch Seifenspender zum Einsatz kommen – wichtig ist nur, dass es eins von beidem gibt. Auf Desinfektionsmittel oder entsprechende Zusätze in der Seife können Privatanwender dagegen ruhig verzichten, so der Experte.

Multiresistente Keime auf dem Vormarsch

Fit & Gesund Zurück zur Startseite