Es ist nun die Frage, ob Katie Price noch einmal die Kurve kriegt

Markus Wanderl

2.12.2019 - 11:19

Naturschönheit war einmal: Katie Price.
Bild: Getty IMages

Katie Price, das wohl bekannteste «Page-Three-Girl» in der Geschichte von «The Sun» und frühere Formel-1-Boxenschönheit, hat gerade Pech, richtig Pech. Es ist alles weg.

Stacey Solomon? Kannte ich nicht. Ist mir aber nun im Internet begegnet, als ich mich Katie Price gewidmet habe. Was heisst gewidmet. Ich habe den ellenlangen Text über Katie Price in der «New York Times» überflogen – man muss wirklich vier Meter scrollen, bis man fertig ist.

Und apropos Solomon: Sie ist im Netz mit Price zusammen auf Fotos zu sehen, und ich weiss jetzt: Sie ist eine Sängerin, einst entdeckt bei einer Castingshow – wo sonst.

«Really, Really, Big in Britain»

Warum ich beider Instagram-Profile verglichen habe, jenen von Price, jenen von Solomon – darauf komme ich später noch zurück.

«Really, Really, Big in Britain» – so hat die «NYT» getitelt an jenem 12. September 2008 und im Folgenden zu eruieren versucht, was eigentlich sozusagen das Phänomenale am Phänomen Katie Price sei.

Doch dass Price, das wohl bekannteste «Page-Three-Girl» in der Geschichte der britischen Postille «The Sun» und früheres sogenanntes Formel-1-Boxengirl, jetzt private Insolvenz angemeldet hat, wie Ende letzter Woche in England berichtet wurde, das hat die «NYT» ihrer Userschaft glatt vorenthalten, keine Zeile darüber.

Man möchte ihr zurufen: Pass auf Dich auf, Katie. Aber sie hört bestimmt nicht.
Bild: Getty Images

Übrigens auch der «Guardian» erwähnt Price dieser Tage mit keiner Silbe. Die letzte Meldung über die 41-Jährige datiert von Februar, als das britische Traditionsblatt vermerkte, dass Price wieder einmal den Führerausweis abgeben müsse – der Alkohol. Man wundert sich: Wie oft kriegt man die Pappe in England eigentlich zurück?

Pinker Range Rover 

Der «Guardian» erwähnte damals jedenfalls auch einen pinken Range Rover, der, wie ich jetzt weiss, ungefähr so berühmt ist wie Katie Price selbst. Das Auto gehörte ihr. Denn jetzt muss Price es hergeben, wie der englische Boulevard berichtet: Wer insolvent ist, darf – zumindest das scheint auf der Insel nicht anders –, über die Klamotten am eigenen Leibe hinaus allenfalls noch ein Taschentuch bei sich führen.

Das blühende Leben: Stacey Solomon.
Bild: Getty Images

Zu «Bluewin» (deutsche Ausgabe): Stellte im letzten Juni, also kurz vorm Sommerloch, eine Agenturmeldung online, wonach Katie Price umgerechnet knapp 530 Franken Strafe zu zahlen habe, «weil sie die Freundin ihres Noch-Ehemanns Kieran Hayler auf einem Schulhof beschimpft hat.»

Und im Januar bildete «Bluewin» die Forderungen Price’ ab, dass Internet-Mobbing zu einer Straftat zu erklären sei und eine Kartei für Täter anzulegen. Der Hintergrund: Price ältester Sohn Harvey leidet unter einer dem autistischen Spektrum zuzuordnenden Krankheit und hat einen schweren Chromosomen-Defekt – er werde gemäss der fünffachen Mutter immer wieder Opfer von Anfeindungen.

Bei Instagram geschlagen

Wie eingangs versprochen, noch einmal Instagram: Im Mai hatte Stacey Solomon bloss 1,6 Millionen Follower. Doch seitdem die 30-Jährige dort an der Geburt ihres dritten Kindes teilhaben liess, also «einen ehrlichen und intimen Einblick ins Wochenbett gewährt(e)» (Gala.de) hat, ist ihre Followerzahl auf nun 2,5 Millionen angewachsen. Solomon hat Katie Price (2,1 Millionen) innert weniger Monate überrundet.

Alkohol am Steuer, Schulhofstreit, vermurkste Schönheits-OPs, die jüngeren Kerle auf und davon, Dutzende Millionen Pfund weg – die Welt von Price ist mutmasslich nie heil gewesen, und man möchte ihr zurufen: Pass auf Dich auf, Katie.

Und Stacey Solomon? Postet in diesen Tagen Idyllisches von unterm Weihnachtsbaum – und wird es nie in die «New York Times» schaffen.

Regelmässig gibt es werktags um 11.30 Uhr bei «Bluewin» die Kolumne am Mittag – es dreht sich um bekannte Persönlichkeiten, mitunter auch um unbekannte – und manchmal wird sich auch ein Sternchen finden.

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