So überstehen Wildtiere heisse Sommertage

dpa

7.8.2020 - 07:36

Igel nehmen Flüssigkeit meist nur über die Nahrung auf. Sie können an heissen Tagen eine Extraportion Wasser vertragen.
Source: Klaus-Dietmar Gabbert

Igel können eine Extraportion Wasser gut gebrauchen. Wie viel Flüssigkeit andere Tiere in der freien Wildbahn benötigen, hängt davon ab, ob sie schwitzen können. Wildtierexperten klären auf.

Tierfreunde sorgen sich in heissen Zeiten auch darum, wie Tiere in freier Wildbahn die Hitze überstehen. Da kann es durchaus helfen, etwa dem Igel in der Nähe seines schattigen Verstecks eine Schale hinzustellen.

Aber bitte nur Wasser hineinfüllen, keine Kuhmilch – die ist für Igel nicht verdaulich, weist die Deutsche Wildtier Stiftung hin.

Die Wildtierexperten klären auch auf, wie sich andere Tiere abkühlen:

– Vögel sparen Wasser beim Wasser lassen – mit einem Wasserspartrick: Sie scheiden Abbauprodukte des Körpers als Harnsäure aus, in konzentrierter Form mit wenig Wasser. Das sieht man dann als weissen Klecks im Kot. Da Vögel nicht schwitzen können, hecheln sie, um überschüssige Wärme nach aussen abzugeben.

– Feldhasen nutzen wie Elefanten ihre grossen Ohren als Klimaanlage: Wird es sehr heiss, werden die Ohren stark durchblutet, das Blut kühlt dort ab und das spart Schweiss. Einen grossen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfes deckt der Feldhase über die Nahrung ab, denn auch Pflanzen wie etwa Kräuter spenden Flüssigkeit.



– Von wegen schwitzen wie ein Schwein: Wildschweine haben fast keine Schweissdrüsen und können somit gar nicht stark schwitzen. Sie sorgen von aussen her für Kühlung. Sie brauchen an heissen Tagen erfrischende Bäder. Wo sie Schlammbäder im Wald finden, wissen die Schweine, beruhigt die Wildtier Stiftung.

– Rothirsche und Rehe futtern saftreiche Pflanzenteile, gerne in der Morgendämmerung. Auch sie nutzen kühle Bäder und unternehmen für die Suche weite Wanderungen.

– Maulwürfe überstehen die Hitze einfach – sie bleiben im ohnehin kühlen und feuchten Bau und futtern wasserreiche Regenwürmer.

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