Sunil Mann: «Gipfeli-Brösmeli kriegt man nie mehr aus der Bettwäsche»

#Von Bruno Bötschi

9.5.2021

«Creux du Van, Weisswein, Käse, Lac de Joux, Stan Wawrinka, Guy Parmelin, Joël Dicker»: Sunil Mann, Krimiautor.
Bild: zVg

Welchen Gegenstand brauchen Sie am Wochenende am meisten? Was steht jeden Samstag auf Ihrem Einkaufszettel? Heute stellen wir unsere Fragen Krimiautor Sunil Mann.

#Von Bruno Bötschi

9.5.2021

Jeden Sonntag stellt «blue News» einem bekannten Menschen aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Politik 22 Fragen, um zu erfahren, was sie oder er am Wochenende tut oder lässt – und was der schönste Moment in den vergangenen sieben Tagen war.

Heutiger Gast ist Sunil Mann. Der preisgekrönte Krimiautor hat kürzlich mit «Das Gebot» den neusten Fall seines Ermittlerduos Marisa Greco und Bashir Berisha vorgelegt.

1. Sunil Mann, was bedeutet Wochenende für Sie – in einem Wort?

Prokrastination.

2. Was war der schönste Moment in den vergangenen Wochen?

Der erste Zahnarztbesuch seit acht Jahren (nein, ich bin eindeutig kein Fan). Schön, weil es für den Zahnarzt weit weniger zu tun gab, als ich befürchtet hatte.

3. Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit?

Ich wäre erstens ziemlich sicher überfordert mit dieser Macht, zweitens glaube ich an demokratische Prozesse, auch wenn sie in der Regel mehr Zeit beanspruchen und mir das Resultat nicht immer gefällt. Also nein.

4. Was steht jeden Samstag auf Ihrem Einkaufszettel?

Kondensmilch. Ich möchte das nicht weiter erläutern.

5. Bei welcher Modedesignerin, bei welchem Modedesigner lassen Sie Ihr Geld?

Paul Smith.

6. Mit wem würden Sie gern einmal zu Abend essen? Die Person darf auch bereits tot sein.

Jennifer Saunders und/oder Boy George.

«Ich wäre erstens ziemlich sicher überfordert mit dieser Macht, zweitens glaube ich an demokratische Prozesse, auch wenn sie in der Regel mehr Zeit beanspruchen und mir das Resultat nicht immer gefällt»: Sunil Mann.
Bild: zVg

7. Wer ist der beste James-Bond-Darsteller? Und warum?

Ich schwanke immer zwischen Sean Connery und Daniel Craig. Connery, weil für ihn Ironie und strotzende Männlichkeit kein Widerspruch waren, vor allem aber weil ich mit seinen Filmen aufgewachsen bin (okay, diejenigen mit Roger Moore waren da auch dabei, aber der sah immer aus, als käme er direkt von einer All-inclusive-Beauty-Farm). Der coole und aalglatte Craig mit seiner aseptischen Sexiness passt dafür perfekt in die Jetztzeit.

8. Welche TV-Serie schauen Sie gerade?

«Baghdad Central», «Line Of Duty» und «Chernobyl».

9. Welches Konzert haben Sie zuletzt besucht?

Das ist schon so lange her, dass ich in meiner Agenda nachschauen muss. Cher, im Oktober 2019.

10. Bei welchem Song lassen Sie sofort alles stehen und liegen und stürmen die Tanzfläche?

Nach einigen Drinks reicht normalerweise irgendetwas aus den Achtzigern.

11. Wie lange bleiben Sie am Sonntag im Bett, nachdem Sie aufgewacht sind?

Das hängt von diversen Faktoren ab, auf die ich hier nicht näher eingehen will.

12. Frühstück im Bett – ja oder nein?

Auf gar keinen Fall. Gipfeli-Brösmeli kriegt man nie mehr aus der Bettwäsche.

13. Wann sind Sie zuletzt in ein Gotteshaus gegangen?

Ein was?

14. Welchen Gegenstand brauchen Sie am Wochenende am meisten?

Die Fernbedienung, das Buch, das ich gerade lese, den Kochlöffel.



15. Gibt es ein Ritual, das Sie jeden Sonntag pflegen?

Ausgiebig frühstücken. Am Tisch, nicht im Bett.

16. Freiburger Fondue Moitié-Moitié oder Tessiner Risotto?

Beides. Nach Möglichkeit nicht gleichzeitig.

17. Das beste Fortbewegungsmittel, das Sie je besessen haben?

Mein neongrünes Mountainbike, das ich mir während Lockdown 1 gekauft habe. Und zu meiner eigenen Verblüffung immer noch rege benutze.

18. Locarno oder Lugano?

Locarno. Wegen des Filmfestivals und «Moon&Stars». Und wegen seiner charmanten Verschlafenheit, wenn die Touristen weg sind.

19. Wenn Sie das Wort Romandie hören: Woran denken Sie?

Creux du Van, Weisswein, Käse, Lac de Joux, Stan Wawrinka, Guy Parmelin, Joël Dicker.

20. Was tun Sie am Wochenende zu wenig?

Richtig abschalten. Mit zunehmendem Alter gelingt mir das jedoch immer besser.

21. Welches hartnäckige Gerücht über Sie ist schlichtweg nicht wahr?

Dass ich dauernd Gin trinke.

22. Ihr Lieblingswitz?

Ich kann mir weder Witze merken, noch könnte ich sie erzählen, ohne die Pointe zu verhauen.

Sunil Mann  füllte den Fragebogen schriftlich aus.

Bibliografie: Das Gebot, Sunil Mann, Grafit Verlag, 288 Seiten, 18.90 Fr.

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