Ukraine

Brand in Tschernobyl-Sperrzone noch nicht unter Kontrolle

dpa/tpfi

10.4.2020

Die Ukraine verstärkt den Kampf gegen die Flammen in den radioaktiv belasteten Wäldern in der Sperrzone um das 1986 havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl.
Die Ukraine verstärkt den Kampf gegen die Flammen in den radioaktiv belasteten Wäldern in der Sperrzone um das 1986 havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl.
Bild: Kerystone/EPA/Yaroslav Yemelianenko

Der radioaktiv verseuchte Wald nahe Tschernobyl steht weiterhin in Flammen. 380 Feuerwehrleute kämpfen seit knapp einer Woche gegen die Flammen.

In der ukrainischen Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl ist der Waldbrand auch knapp eine Woche nach Beginn des Feuers noch immer nicht unter Kontrolle. Insgesamt seien 380 Feuerwehrleute im Einsatz, teilte der Katastrophenschutz am Freitag in Kiew mit. Das die Brände begünstigende trockene Wetter hält zudem weiter an. Wetterdiensten zufolge werden erst am kommenden Dienstag ergiebigere Regenfälle erwartet. Die radioaktive Strahlung in den angrenzenden besiedelten Gebieten soll innerhalb der Norm liegen. Die Brände waren am vergangenen Samstag ausgebrochen.

In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten. Als Ursache wurde immer wieder Brandstiftung vermutet. Nach der Explosion des Blocks vier im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv besonders belastete Landstriche um die Atomruine gesperrt. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Seit mehreren Jahren ist das Gebiet für geführte Touristen zugänglich.

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