Zuckerberg will nicht vor britischem Parlament aussagen

dpa

27.3.2018

Facebook-Chef Mark Zuckerberg steht nach dem Datenskandal unter Zugzwang.
Foto: SDA/AP

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will nicht selbst vor dem zuständigen Parlamentsausschuss in Grossbritannien zu Facebooks Umgang mit Nutzerdaten auszusagen.

Der Ausschuss für Digitales, Kultur, Medien und Sport des britischen Parlaments hatte Zuckerberg im Zuge des Datenskandals um Cambridge Analytica aufgefordert, persönlich zu erscheinen.

In einem am Montag geschriebenen Brief, den das Parlament öffentlich machte, bot Facebook an, stattdessen Technikchef Mike Schroepfer oder Produktchef Chris Cox zu schicken. Beide habe Zuckerberg «persönlich gebeten», sich für die Abgeordneten Zeit zu nehmen.

Der Ausschussvorsitzende Damian Collins forderte daraufhin am Dienstag Cox auf, vor dem Ausschuss zu erscheinen. Auf Twitter fügte er aber hinzu: «Angesichts der Bedeutung dieser Fragen glauben wir immer noch, dass Mark Zuckerberg die richtige Person ist, um auszusagen.»

Massive Kritik an Facebook

Facebook steht in der Kritik, seitdem der Whistleblower Christopher Wylie enthüllte, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica sich unerlaubt Zugriff auf Daten von rund 50 Millionen Nutzern des sozialen Netzwerks verschaffte. US-Wähler sollen so im Präsidentschaftswahlkampf 2016 gezielt zugunsten von Donald Trump beeinflusst worden sein.

Wylie, Mitgründer von Cambridge Analytica, sagte am Dienstag vor dem Parlamentsausschuss in London aus. Ihm zufolge waren die Facebook-Daten für die Firma von «grundlegender» Bedeutung.

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