PolitikEcuadorianer stimmen für Einsatz des Militärs gegen Banden
SDA
22.4.2024 - 15:26
Ecuadors Präsident Daniel Noboa spricht bei einer Feier zur offiziellen Eröffnung der Abstimmung über das Referendum. Foto: Dolores Ochoa/AP/dpa
Keystone
Im Kampf gegen die eskalierte Bandengewalt in Ecuador haben sich die Bürger in einem Referendum mit grosser Mehrheit für den Einsatz der Streitkräfte ausgesprochen.
Keystone-SDA
22.04.2024, 15:26
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Rund 73 Prozent der Wähler stimmten für eine entsprechende Verfassungsänderung, wie das Wahlamt des südamerikanischen Landes am Montag mitteilte. Mehrheiten gab es bei der Abstimmung am Sonntag auch für härtere Strafen gegen die organisierte Kriminalität und die Auslieferung ecuadorianischer Staatsbürger ins Ausland.
Seit Anfang des Jahres liefern sich die staatlichen Sicherheitskräfte und die mächtigen Banden, die hauptsächlich Drogengeschäfte machen, heftige Auseinandersetzungen. Ecuador ist ein wichtiges Transitland für Kokain aus Kolumbien, Peru und Bolivien, das in die USA und nach Europa geschmuggelt wird.
Präsident Daniel Noboa hatte per Dekret erklärt, dass sich Ecuador in einem internen bewaffneten Konflikt befinde, und schickte die Streitkräfte in den Kampf gegen die Gangs. Er deklarierte 22 kriminelle Gruppen als terroristische Organisationen und nicht-staatliche Kriegsparteien, die auszuschalten seien. Erst am Freitag hatte die Regierung elf mutmassliche Bandenchefs als militärische Ziele identifiziert.
Die Sicherheitslage in Ecuador hatte sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Die Mordrate von 46,5 Tötungsdelikten pro 100 000 Einwohnern im vergangenen Jahr war die bislang höchste in der Geschichte des einst friedlichen Andenstaats und eine der höchsten Lateinamerikas. Mehrere Banden mit Verbindungen zu mächtigen mexikanischen Kartellen kämpfen um die Kontrolle über die Routen des Drogenhandels.
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Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
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