UN

Einige Konflikte trotz Aufruf zu weltweiter Waffenruhe eskaliert

dpa/tpfi

3.4.2020

Soldaten der afghanischen Nationalarmee stehen an einem Kontrollpunkt in Kabul (Archiv). In Afghanistan läuft eine Phase reduzierter Gewalt zwischen den Taliban und den US-Streitkräften. 
Soldaten der afghanischen Nationalarmee stehen an einem Kontrollpunkt in Kabul (Archiv). In Afghanistan läuft eine Phase reduzierter Gewalt zwischen den Taliban und den US-Streitkräften. 
Bild: Rahmat Gul/AP/dpa

Vor einigen Tagen hat UN-Generalsekretär António Guterres angesichts der Corona-Pandemie einen weltweiten Stopp aller Kampfhandlungen gefordert. Einige Konflikte eskalieren unterdessen immer weiter.

Trotz seines Aufrufs zu einer weltweiten Waffenruhe angesichts der Corona-Krise sind einige Konflikte nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres sogar noch weiter eskaliert. «In vielen der kritischsten Situationen haben wir kein Nachlassen der Kämpfe gesehen und einige Konflikte haben sich sogar intensiviert», sagte Guterres am Freitag in New York. Er nehme damit unter anderem auf den Konflikt in Afghanistan Bezug.

Konfliktparteien von elf Ländern hätten positiv auf seinen Aufruf reagiert, sagte Guterres weiter: Dabei handele es sich um Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Kolumbien, Libyen, Myanmar, die Philippinen, Südsudan, Sudan, Syrien, die Ukraine und den Jemen. Es gebe aber eine «riesige Spanne zwischen Erklärungen und Taten», sagte Guterres weiter. «Es gibt enorme Schwierigkeiten bei der Umsetzung, weil die Konflikte seit Jahren schwelen und das Misstrauen tief sitzt.»

Jetzt seien «robuste diplomatische Anstrengungen» notwendig. «Wir müssen alles tun, um den Frieden und die Gemeinsamkeit zu finden, die unsere Welt im Kampf gegen Covid-19 so dringend braucht», sagte Guterres. «Das Schlimmste kommt erst noch.» Vor einigen Tagen hatte der UN-Chef angesichts der Corona-Pandemie einen weltweiten Stopp aller Kampfhandlungen gefordert, der Appell hatte weltweit viel Unterstützung gefunden.

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