China Familien der Massaker-Opfer von 1989 in China fordern Gerechtigkeit

SDA

4.6.2021 - 09:16

Sicherheitskräfte in Zivil beobachten, wie Touristen das Tian'anmen-Tor am 32. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung besuchen. Zum Jahrestag des Massakers am 4. Juni 1989 in China haben Familien der Opfer eine gerechte Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der chinesischen Geschichte gefordert. Foto: Ng Han Guan/AP/dpa
Sicherheitskräfte in Zivil beobachten, wie Touristen das Tian'anmen-Tor am 32. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung besuchen. Zum Jahrestag des Massakers am 4. Juni 1989 in China haben Familien der Opfer eine gerechte Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der chinesischen Geschichte gefordert. Foto: Ng Han Guan/AP/dpa
Keystone

Zum Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 in China haben Familien der Opfer eine gerechte Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der chinesischen Geschichte gefordert.

4.6.2021 - 09:16

Die in dem Netzwerk der «Mütter von Tian'anmen» zusammengeschlossenen Angehörigen forderten in einem offenen Brief die Offenlegung der Wahrheit über das Massaker und Entschädigung. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, heisst es in dem Schreiben, das die Menschenrechtsorganisation Human Rights in China (HRiC) zum Jahrestag am Freitag veröffentlichte.

«Aber 32 Jahre später sehen wir noch immer keinen offiziellen Versuch, die Informationen über das Blutbad zu entsiegeln und zu enthüllen», so die Kritik in dem Brief. Das Massaker bleibe «ein Tabu für die Regierung».

Bei dem Einsatz der Volksbefreiungsarmee gegen friedliche Demonstranten um den Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen) in Peking waren damals einige hundert Menschen getötet worden. Die genaue Zahl ist bis heute nicht bekannt. Tausende wurden verletzt und inhaftiert.

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