BayernFinnlands Präsident zu Leopard-Panzern: Beitrag kann nicht gross sein
SDA
17.2.2023 - 21:39
HANDOUT - Sauli Niinistö bei einem Besuch in Kiew Ende Januar. Finnland unterstütze die Ukraine weiter in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion, so der Staatspräsident. Foto: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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In der Debatte über eine möglichst schnelle Lieferung vieler Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine hat sich Finnlands Präsident Sauli Niinistö zurückhaltend geäussert. Finnland sei das einzige Land mit Leopard-Panzern, das nicht der Nato angehöre, und es habe eine sehr lange Grenze mit Russland, sagte Niinistö am Freitagabend in den ARD-"Tagesthemen». «Das heisst, unser Beitrag kann zahlenmässig nicht sehr gross sein.»
Keystone-SDA
17.02.2023, 21:39
SDA
Finnland unterstütze die Ukraine weiter in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion, sagte er. Doch sage man nie genau, was man ihr gebe. «Wir wollen nicht, dass unser Nachbar liest, was wir haben und was wir nicht mehr haben.»
Zuvor hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die westlichen Verbündeten auf der Münchner Sicherheitskonferenz aufgefordert, sich den deutschen Lieferungen von Kampfpanzern an die Ukraine anzuschliessen. Deutschland liefert 14 Leopard 2A6 und sucht in einem unerwartet schleppenden Prozess weiter nach Partnern, um ein ukrainisches Bataillon mit 31 Leopard-Panzern auszurüsten. Polen ist Hauptlieferant für ein weiteres Bataillon mit dem älteren Modell Leopard 2A4.
Weiter sagte Niinistö, er erwarte eine baldige Aufnahme Finnlands und Schwedens in die Nato. «Ich sehe das sehr optimistisch und glaube, wir sind beide vor dem Gipfel in Vilnius Mitglieder.» In der litauischen Hauptstadt tagt im Juli der Nato-Gipfel. Der Präsident sagte, es liege nun in türkischer Hand, Entscheidungen zu treffen. Die Türkei, die den Beitritt blockiere, habe ein eigenes Verständnis in dieser Angelegenheit. «Wir wissen nicht genau, worin das besteht», fügte er an.
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