PolitikFrankreich und Grossbritannien feiern 120 Jahre Freundschaftsabkommen
SDA
8.4.2024 - 16:09
Emmanuel Macron (3.v.r), Präsident von Frankreich, und Menna Rawlings (M), Botschafterin von Großbritannien in Frankreich, stehen mit britischen Soldaten und der republikanischen Garde am Elysee-Palast. Foto: Thibault Camus/AP/dpa
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Zur Feier des 120. Jahrestags des Freundschaftsabkommens zwischen Frankreich und Grossbritannien sind erstmals Wachen des Élysée-Palasts und des Buckingham-Palasts im jeweils anderen Land aufmarschiert.
Keystone-SDA
08.04.2024, 16:09
SDA
Grenadiere des britischen Königshauses waren am Montag in Anwesenheit von Präsident Emmanuel Macron an der Wachablösung im Ehrenhof des Élysée-Palasts beteiligt.
In London beteiligten sich französische Einheiten an dem bei Touristen beliebten Wachwechsel «Changing of the Guard» vor dem Buckingham-Palast – als erste Truppen aus einem Land, das nicht dem Staatenbund Commonwealth angehört. Prominente Zuschauer der Zeremonie waren Prinz Edward, der jüngste Bruder des an Krebs erkrankten Königs Charles III., sowie seine Frau Herzogin Sophie.
Mit dem «Entente Cordiale» legten die Rivalen Grossbritannien und Frankreich 1904 nach Jahrhunderten von Streit und Krieg die Basis für freundschaftliche Beziehungen und trafen auch militärische Absprachen für den Fall eines Krieges gegen das Deutsche Reich.
«Frankreich und das Vereinigte Königreich haben die beiden Weltkriege und die Umwälzungen des 20. Jahrhunderts überstanden und es geschafft, eine starke bilaterale Beziehung aufzubauen, die auf demselben demokratischen Ideal, einem gemeinsamen Bekenntnis zum Multilateralismus und einer gemeinsamen Vision unserer Verantwortung und unserer strategischen Interessen beruht», sagte Macron in einer Videobotschaft, die er zum Teil auf Englisch sprach.
Der britische Premierminister Rishi Sunak schrieb auf der Plattform X (früher Twitter): «Die Beziehungen zwischen unseren Nationen sind heute genauso wichtig wie im Jahr 1904.» Auf Französisch ergänzte der Regierungschef: «Es lebe die französisch-britische Freundschaft.»
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt