Truppenstärke

Grossbritannien will Zahl seiner Soldaten erheblich verringern

SDA

22.3.2021 - 19:45

epa07056097 A handout picture provided by the British Ministry of Defence (MOD) showing British Royal Navy aircraft carrier HMS Queen Elizabeth in company with T23 Frigate HMS Monmouth with an F-35B Lightning on deck during trials at sea on 26 September 2018, (issued 29 September 2018). The MOD report that two F-35B Lightning II fighter jets have successfully landed onboard HMS Queen Elizabeth for the first time, laying the foundations for the next 50 years of fixed wing aviation in support of the UKâÄ™s Carrier Strike Capability. Royal Navy Commander, Nathan Gray, 41, made history by being the first to land on, carefully manoeuvring his stealth jet onto the thermal coated deck. He was followed by Squadron Leader Andy Edgell, RAF, both of whom are test pilots, operating with the Integrated Test Force (ITF) based at Naval Air Station Patuxent River, Maryland. Shortly afterwards, once a deck inspection has been conducted and the all-clear given, Cdr Gray became the first pilot to take off using the shipâÄ™s ski-ramp. EPA/LPhot KYLE HELLER /BRITISH MINISTRY OF DEFENCE/HANDOUT MANDATORY CREDIT MOD LPhot KYLE HELLER: CROWN COPYRIGHT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES *** Local Caption *** Stills grab from video
Grossbritannien will die Zahl seiner Soldaten erheblich verringern.
KEYSTONE/EPA/LPhot KYLE HELLER /BRITISH MINISTRY OF DEFENCE (Archivbild)

Die britischen Streitkräfte sollen deutlich verkleinert werden —  bis 2025 soll die Truppenstärke auf 72'500 verringert werden.

SDA

22.3.2021 - 19:45

Die britischen Streitkräfte sollen deutlich verkleinert werden. Wie der britische Verteidigungsminister Ben Wallace am Montag im Parlament in London ankündigte, soll die Truppenstärke des Heeres bis 2025 auf 72'500 sinken. Offiziell liegt sie derzeit bei 82'000 – doch laut Wallace hat die Armee schon jetzt nur noch 76'500 ausgebildete Angehörige.

Gleichzeitig will London stärker in neue Waffensysteme, sowie Cyber- und Aufklärungskapazitäten, unter anderem im Weltraum, investieren. «Die erhöhte Einsetzbarkeit und der technologische Vorsprung werden bedeuteten, dass weniger Menschen mehr Wirkung erzeugen können», sagte Wallace.

Der Schritt ist Teil einer grösseren Neupositionierung der britischen Verteidigungsstrategie nach dem Austritt aus der Europäischen Union. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung in London dafür einen Plan vorgelegt, den sie als «radikalste Neubewertung des britischen Platzes in der Welt seit dem Ende des Kalten Krieges» bezeichnete. Unter anderem soll die Obergrenze für nukleare Sprengköpfe von derzeit 225 auf 260 erhöht, statt wie geplant auf 180 verringert werden.

Das Land will sich geopolitisch auch stärker nach Asien und zum Pazifikraum ausrichten. Bis 2030 rechnet die britische Regierung demnach mit einer weiteren Entwicklung zu einer multipolaren Welt und einer Verlagerung des Schwerpunkts in den indopazifischen Raum. Dem solle mit der Entsendung des Flugzeugträgers «HMS Queen Elizabeth» in den Pazifik und einer Reise Johnsons nach Indien später in diesem Jahr Rechnung getragen werden, hiess es. Dennoch wolle man der Nato verpflichtet bleiben.

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