UNO-Chef verurteilt Militärregime in Myanmar

SDA

23.2.2021 - 11:20

epa08964976 A still image obtained from a live video feed by the World Economic Forum (WEF) shows Secretary-General of the United Nations Antonio Guterres as he delivers Special Address during a virtual meeting of the World Economic Forum, 25 January 2021. The World Economic Forum (WEF) was scheduled to take place in Davos. Due to the Coronavirus outbreak, it will be held online in a digital format from January, 25-29. EPA/PASCAL BITZ / WEF HANDOUT MANDATORY CREDIT / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
«Putsche haben in unserer modernen Welt keinen Platz»: UNO-Generalsekretär Antonio Guterres.
Bild: Keystone

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Militärjunta in Myanmar erneut scharf kritisiert und aufgefordert, das harte Durchgreifen gegen Demonstranten umgehend zu beenden.

«Lassen Sie die Gefangenen frei. Beenden Sie die Gewalt. Respektieren Sie die Menschenrechte und den Willen des Volkes, den dieses in der jüngsten Parlamentswahl ausgedrückt hat.» Mit diesem Eintrag auf Twitter versuchte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, dem Militärregime in Myanmar ins Gewissen zu reden. «Putsche haben in unserer modernen Welt keinen Platz.»

In Myanmar werden derweil Rufe nach konkreter Hilfe der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen lauter. Bürger bringen dabei in sozialen Netzwerken auch zunehmend den Einsatz von UNO-Friedenstruppen ins Gespräch.

«Bitte, retten Sie uns»

«Sir, erst gestern hat das Militär mehr als 100 friedliche Demonstranten in Naypyidaw festgenommen», twitterte eine Frau an die Adresse von Guterres. «Ihre Warnungen werden von diesen Mördern offenkundig vernachlässigt und verspottet.» Es sei Zeit, Blauhelmsoldaten zu entsenden, um den Frieden wiederherzustellen. «Bitte retten Sie uns», schrieb die Frau.



In vielen Landesteilen gab es am Dienstag erneut Demonstrationen gegen die Generäle. Am Montag hatten sich Hunderttausende an einem Generalstreik beteiligt. Die Kundgebungen auf den Strassen etwa in der früheren Hauptstadt Rangun und in der Grossstadt Mandalay im Norden gehörten zu den grössten seit dem Umsturz Anfang Februar.

Die Demonstranten fordern die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen.

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