Handelsgespräche: Macron fordert Flexibilität von London 

AP

7.1.2020 - 20:08

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Grossbritannien aufgefordert, bei den Handelsgesprächen nach dem Brexit flexibel zu sein.
Bild: Gonzalo Fuentes/REuters Pool/dpa

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Grossbritannien aufgefordert, bei den Handelsgesprächen nach dem Brexit flexibel zu sein.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Grossbritannien aufgefordert, bei den Handelsgesprächen nach dem Brexit flexibel zu sein. Bei den Verhandlungen werde es darum gehen, die tiefen Verbindungen in Sicherheits- und Aussenpolitikfragen zu bewahren sowie die Wirtschaftsinteressen der Europäischen Union zu verteidigen, sagte Macron am Dienstag.

Da der britische Premierminister Boris Johnson darauf beharre, dass die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen Brüssel und Paris bis Ende 2020 abgeschlossen seien, müsse Grossbritannien «im Einklang mit diesem ehrgeizigen Zeitplan Flexibilität» beweisen, mahnte Macron.

Die Kommentare machte er vor einem Treffen mit dem kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenkovic, bei dem es um die EU-Erweiterung gehen sollte. Frankreich streitet sich mit anderen Mitgliedsstaaten über die Aufnahme der Beitrittskandidaten Albanien und Nordmazedonien.

In London sollten die britischen Abgeordneten derweil mit ihrer Debatte über Johnsons Brexit-Gesetzentwurf beginnen. Da seine Konservativen seit der Parlamentswahl im Dezember die Mehrheit im Unterhaus haben, gibt es an der Verabschiedung des Entwurfs keinen Zweifel: Der EU-Austritt ist für den 31. Januar geplant. Bis zum Jahresende wird das Land aber noch Teil des EU-Binnenmarkts und der EU-Zollunion bleiben. Grossbritannien könnte beantragen, diese Übergangsphase um zwei Jahre zu verlängern — das hat Johnson aber ausgeschlossen.

Am Mittwoch wird Johnson EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in London treffen, um die neue Phase der Beratungen einzuläuten.


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