Indonesische Insel Lombok erneut von Erdbeben erschüttert

sda

19.8.2018

Die Aufräumarbeiten nach dem schweren Beben vom 5. August laufen noch, da wird die indonesische Insel Lombok schon wieder von starken Erdstössen erschüttert. Bewohner geraten in Panik.

Das erneute schweren Erdbeben erreichte eine Stärke von 6,3 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum lag südwestlich der Stadt Belanting im Osten von Lombok, in einer vergleichsweise geringen Tiefe von sieben Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte.

Einwohnern zufolge war der Erdstoss in der Gegend heftig zu spüren. Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Das Beben habe Panik ausgelöst, Menschen seien aus ihren Häusern geflohen, sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho, dem Sender Metro TV. Derzeit würden die Behörden die Lage überprüfen, fügte er hinzu.

Wie ein Bewohner aus dem Osten von Lombok sagte, rannten die Menschen während des Erdstosses schreiend auf die Strassen. Das Beben war auch im Hauptort Mataram und auf der benachbarten Insel Bali zu spüren.

Ein Mann geht über die Trümmer eines vom Erdbeben zerstörten Hauses auf der indonesischen Insel Lombok. (Archivfoto)
Firdia Lisnawati/AP

Auch Fidschi bebt

Wenige Stunden zuvor hatte ein heftiges Erdbeben die Fidschi-Inseln erschüttert. Der Erdstoss der Stärke 8,2 ereignete sich am Sonntag um 12.19 Uhr Ortszeit (02.19 Uhr MESZ) rund 361 Kilometer östlich der Hauptstadt Suva, wie die US-Erdbebenwarte USGS erklärte.

Das Beben lag demnach in einer Tiefe von 563 Kilometern. Deshalb stellte es für Fidschi keine "unmittelbare Gefahr" dar, wie die Behörden des pazifischen Inselstaats mitteilten. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor.
Das aus zahlreichen Inseln bestehende Indonesien liegt ebenso wie Fidschi auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stossen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig.

Vor zwei Wochen waren auf Lombok bei einem Beben der Stärke 6,9 mehr als 460 Menschen getötet worden. Bei einem weiteren Erdstoss wenige Tage zuvor waren 17 Menschen gestorben.

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