Männer haben eher Trump, Frauen eher Biden gewählt

dpa

12.11.2020 - 05:06

Eine Frau trinkt aus einer Champagnerflasche, während sie am 7. November zusammen mit andern Menschen auf den Strassen von Boston den Wahlsieg von Joe Biden feiert.
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Die klare Mehrheit der Weissen wollten wieder Donald Trump, nämlich 55 Prozent. Auch 52 Prozent aller Männer waren für Trump, aber nur 44 Prozent der Frauen. 90 Prozent der Schwarzen unterstützten Joe Biden, genauso wie 70 Prozent der Asiaten und 63 Prozent der Latinos.

Bei der Wahl in den USA sind die tiefen Gräben in der Gesellschaft auch im Wahlverhalten deutlich geworden. Nach einer Umfrage im Auftrag der Nachrichtenagentur AP, des Senders NPR und mehrerer anderer US-Medien unter mehr als 110'000 Amerikanern bis zum Wahltag wollten 90 Prozent der Afroamerikaner für den demokratischen Kandidaten und Wahlsieger Joe Biden stimmen.

Auch unter Amerikanern asiatischer Herkunft (70 Prozent) und unter Latinos (63 Prozent) lag Biden vorne. Weisse – die immer noch die grösste Gruppe in den USA stellen – wollten dagegen mit Mehrheit (55 Prozent) den unterlegenen republikanischen Amtsinhaber Donald Trump wählen.

Je weniger Bildung, desto eher Trump

Auch Bildung spielte eine Rolle: Je niedriger der Grad der Ausbildung, desto eher fiel die Stimme für Trump aus. Unter den Amerikanern, die höchstens einen High-School-Abschluss hatten, wollte die Mehrheit (52 Prozent) für den Amtsinhaber stimmen. Unter Amerikanern, die eine Universität absolvierten, gaben je nach Abschluss 56 oder 58 Prozent an, Biden wählen zu wollen.



Auch beim Alter zeichnete sich ein Trend ab: je jünger, desto mehr Zustimmung für Biden. Während unter den 18- bis 29-Jährigen 61 Prozent und unter den 30- bis 44-Jährigen 54 Prozent für den Demokraten stimmen wollten, waren in der Gruppe der Amerikaner ab 45 Jahren 51 Prozent im Trump-Lager.

Nur 44 Prozent der Frauen für Trump

Deutliche Differenzen gab es auch bei den Geschlechtern: 52 Prozent der Männer wollten ihre Stimme Trump geben, aber nur 44 Prozent der Frauen – obwohl Trump letztere in seinen Wahlkampfauftritten bis zum Schluss umworben hatte.



Die Daten basieren auf dem AP VoteCast, einer Umfrage von 110'485 Wählern, die acht Tage lang bis zum Wahltag am 3. November lief. Sie wurde von der University of Chicago für die Medien Fox News, NPR, PBS NewsHour, Univision News, USA Today Network, The Wall Street Journal und The Associated Press (AP) ausgeführt. Die statistische Fehlerquote wurde mit plus/minus 0,4 Prozentpunkten angegeben.

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