Migranten an Belarus-Grenze: Litauen sichert Polen Hilfe zu

SDA

8.11.2021 - 17:08

Polnische Polizisten stehen mit Schutzschildern hinter einem Stacheldrahtzaun, während sich an der weißrussisch-polnischen Grenze Migranten versammelt haben. Mehrere Hundert Migranten haben sich nach Angaben der Behörden in Belarus zu Fuß auf den Weg zur Grenze zum EU-Nachbarland Polen gemacht. Foto: Leonid Shcheglov/BelTA/AP/dpa
Keystone

Litauen hat Polen angesichts der zugespitzten Lage an der EU-Ostgrenze zu Belarus seinen Beistand zugesagt.

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8.11.2021 - 17:08

«Wir sind bereit, unserem Nachbarn jede erforderliche Unterstützung zu leisten, um diese Herausforderung der illegalen Migration zu meistern», twitterte Staatpräsident Gitanas Nauseda am Montag nach einem Telefonat mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda. Das ebenfalls an Belarus grenzende Litauen stehe in «voller Solidarität» zu Polen.

Beide Staatschefs vereinbarten, regelmässig Informationen über die Lage an der Grenze zu Belarus auszutauschen und Massnahmen zu koordinieren, hiess es in einer Mitteilung der Präsidialkanzlei.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklärt, er werde Migranten auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an den EU-Aussengrenzen zu Belarus hat seitdem stark zugenommen.

Nach Angaben der Behörden in Belarus machten sich am Montag Hunderte Migranten auf den Weg zur Grenze nach Polen. Auf Fotos war zu sehen, wie die Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern in grösseren Gruppen ihr Hab und Gut trugen. Aus Sicht der polnischen Regierung könnte die Gruppe versuchen, in der Nähe des Ortes Kuznica Bialostocka die Grenze zu durchbrechen.

Auch Litauen verstärkt unterdessen seine Massnahmen. «Wir bereiten uns auf alle möglichen Szenarien vor», sagte Grenzschutzchef Rustamas Liubajevas. Die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes hat zudem die diensthabenden Militäreinheiten an der Grenze in höhere Alarmbereitsschaft versetzt. Auch wurde die Reaktionszeit für zusätzliche Truppen verkürzt, teilten die Streitkräfte mit.

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