RusslandMoskau: Korruptionsverdächtiger Vizeverteidigungsminister in U-Haft
SDA
24.4.2024 - 12:52
HANDOUT - Dieses vom Pressedienst des Bezirksgerichts Basmanny veröffentlichte Foto zeigt Timur Iwanow, den stellvertretenden russischen Verteidigungsminister, in einem Glaskäfig im Bezirksgericht Basmanny. Iwanow, ein hochrangiger russischer Militärbeamter, wurde wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern verhaftet. Mehr als zwei Jahre nach Kriegsbeginn ist in Russland einer von mehreren Vize-Verteidigungsministern festgenommen worden. Timur Iwanow werde verdächtigt, Bestechungsgelder entgegengenommen zu haben, teilte Russlands Ermittlungskomitee am Dienstagabend auf Telegram mit. Details wurden nicht genannt. Foto: Uncredited/Basmanny District Court press service/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Keystone
Ein Gericht in Moskau hat inmitten des russischen Kriegs gegen die Ukraine den stellvertretenden Verteidigungsminister Timur Iwanow wegen Korruptionsverdacht in Untersuchungshaft genommen.
Keystone-SDA
24.04.2024, 12:52
SDA
Iwanow müsse zunächst bis zum 23. Juni in U-Haft, teilte der Pressedienst des Gerichts im Moskauer Stadtbezirk Basmanny am Mittwoch mit. Dem ranghohen Beamten wird die Annahme von Bestechungsgeldern in besonders grossem Umfang vorgeworfen.
Iwanow war vor allem für Bauvorhaben zuständig – darunter in der besetzten ostukrainischen Stadt Mariupol, die Russlands Armee während der Belagerung in den ersten Kriegsmonaten 2022 selbst völlig zerstört hatte.
Daneben ist nach Angaben des Gerichts ein weiterer Verdächtiger in dem Fall in Untersuchungshaft genommen worden. Es soll sich dabei um einen mit Iwanow befreundeten Unternehmer handeln. Iwanow hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen.
Das Team des in Haft ums Leben gekommenen Kremlgegners Alexej Nawalny hatte bereits Ende 2022 Korruptionsvorwürfe gegen den 48-jährigen Politiker geäussert: In einer Recherche beschuldigten die Kremlgegner Iwanow, er habe sich den Bau von Immobilien in mehreren russischen Regionen durch Auftragnehmer des Verteidigungsministeriums finanzieren lassen. Damals erfolgte keine offizielle Reaktion auf die Publikation.
Iwanow gilt als Vertrauter von Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Er war seit 2016 einer von insgesamt zwölf Stellvertretern des Ministers. 2012 war er Leiter der Regierung des Moskauer Gebiets, in dem Schoigu damals Gouverneur war.
Dieser nahm ihn bei seiner Versetzung später ins Verteidigungsministerium mit. Aus dem Kreml hiess es nach der Festnahme, dass Schoigu vorab über den Schritt informiert worden sei.
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«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
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