GriechenlandNach Biden-Besuch: Saudischer Kronprinz Mohammed reist nach Athen
SDA
25.7.2022 - 14:06
Mohammed bin Salman (M), Kronprinz von Saudi-Arabien, in Dschidda. Foto: Evan Vucci/AP/dpa
Keystone
Gut eine Woche nach dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Saudi-Arabien will dessen Kronprinz Mohammed bin Salman nach Griechenland reisen. Dort sei am Dienstagabend ein Treffen mit dem griechischen Premier Kyriakos Mitsotakis geplant, sagte ein griechischer Regierungssprecher der Nachrichtenagentur DPA am Montag.
Keystone-SDA
25.07.2022, 14:06
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Es ist der erste Besuch des Kronprinzen in der Europäischen Union seit dem Mord am Journalisten Jamal Khashoggi vor bald vier Jahren.
Eine Bestätigung von saudischer Seite gab es für den Besuch zunächst nicht. Unklar blieb zunächst auch, ob der Kronprinz während der Reise noch weitere Stopps in anderen EU-Ländern plant.
In Athen geht es Regierungskreisen zufolge in erster Linie um die wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit der beiden Länder. So hatte Griechenland Saudi-Arabien im vergangenen Jahr bereits eine Batterie von Patriot-Luftabwehrraketen mit mehr als 100 Soldaten Personal zur Verfügung gestellt. Saudi-Arabien kämpft im benachbarten Jemen gegen die Huthi-Rebellen, die von dort aus immer wieder mit Drohnen und Raketen in dem Königreich angreifen.
Khashoggi, der eine Kolumne für die «Washington Post» schrieb, war im Herbst 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Killerkommando auf brutale Weise getötet worden. US-Geheimdienste sehen den Kronprinzen und faktischen Herrscher Saudi-Arabiens – auch bekannt unter seinem Kürzel MBS – in der direkten Verantwortung. Dieser hat bestritten, die Tötung angeordnet zu haben.
In den Jahren seit dem Mord war der Kronprinz international stark isoliert. Westlichen Staats- und Regierungschefs begegnete er meist nur bei Gipfeltreffen wie im Rahmen der G20-Gruppe. Vor gut einer Woche war US-Präsident Joe Biden aber in das Königreich gereist, wo er den Kronprinzen in der Küstenstadt Dschidda persönlich traf und den Fall Khashoggi nach eigenen Worten auch direkt ansprach.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war vergangenes Jahr ebenfalls nach Dschidda gereist. Macron versicherte seinerzeit, «über alles» mit den Kronprinzen gesprochen zu haben «ohne irgendein Tabu». Ob der Mord an Khashoggi direkt zur Sprache kam, sagte Macron nicht.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
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