Drohung an die USA – Nordkorea könnte Atomprogramm neu starten

SDA

4.11.2018 - 12:45

Die Aufnahme soll nach nordkoreanischen Angaben den Test einer Interkontinentalrakete im Juli 2017 zeigen. (Archivbild)
Source: Keystone/AP KCNA via KNS

Seit dem Gipfeltreffen von Donald Trump und Kim Jong Un hat es kaum Fortschritte bei Denuklearisierung Nordkoreas gegegben. Nun droht das Land mit einer Wiederaufnahme des Atomprogramms.

Nordkorea hat die USA vor einer Rückkehr zu seiner alten Atompolitik gewarnt, sollte Washington nicht die Wirtschaftssanktionen gegen Pjöngjang beenden. Ein erneuter Kurswechsel könnte ernsthaft überdacht werden.

Nordkorea warf Washington vor, nicht hinter den Bekenntnissen zu stehen, auf die sich der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump bei ihrem Gipfeltreffen im Juni geeinigt hätten.

«Die USA glauben, dass ihr oft wiederholtes 'Sanktionen und Druck' zu einer Entnuklearisierung führend wird», hiess es in der Erklärung des Aussenministeriums. «Über so eine törichte Idee können wir nur lachen.»



Die USA müssten stattdessen mit einer Aufhebung der US-geführten Sanktionen auf die «Massnahmen des guten Willens» in Nordkorea reagieren. Das Ministerium bezog sich damit offenbar auf die Aussetzung von Raketentests und die Stilllegung eines Atomtestgeländes.

Wenn die USA sich weiter herablassend zeigten und ihre Haltung nicht änderten, könnte Nordkorea die «Byungjin»-Politik wiederaufgreifen, erklärte das Ministerium. Mit diesem Ausdruck bezeichnet Nordkorea die Weiterentwicklung des Atomprogramms bei einer gleichzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung.

US-Aussenminister Mike Pompeo sagte dem Fernsehsender Fox News, er wolle sich in der kommenden Woche mit seinem nordkoreanischen Kollegen treffen. Zeit und Ort des Gesprächs nannte er nicht. Die USA wollten den wirtschaftlichen Druck auf Kim aufrechterhalten, bis dieser seine Zusagen an Trump vom Juni erfülle, erklärte Pompeo.

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