Emotional bewegendes Ritual

Papst begeht Karfreitag wegen Corona-Krise ohne Pilger

dpa/tpfi

10.4.2020

So wird der Petersplatz im Vatikan auch an Ostern aussehen: Papst Franziskus zelebriert die Feierlichkeiten unter Ausschluss der Gläubigen.
Bild: Keystone/EPA/Riccardo Antimiani 

Das hat es noch nicht gegeben: Der Papst geht in diesem Jahr den traditionellen Kreuzweg am Karfreitag ohne Pilgerschar. Die Prozession und eine Feier im Dom (18 Uhr) werden aber per Livestream im Netz übertragen.

Papst Franziskus begeht die traditionelle Kreuzweg-Prozession am Karfreitag (21 Uhr) wegen der Corona-Krise in diesem Jahr ohne Pilger.

Normalerweise reisen Tausende Gläubige aus aller Welt für dieses emotional bewegende Ritual vor Ostern nach Rom. Bei der Prozession werden das Leiden Jesus' und sein Weg zum Tod am Kreuz traditionell in 14 Stationen nachgestellt. Die katholische Kirche hat die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie vom Kolosseum in Rom auf den Petersplatz verlegt. Sowohl der grosse Platz als auch der Petersdom sind seit Wochen abgesperrt. Die Prozession und eine Feier im Dom (18 Uhr) werden per Livestream im Netz zu sehen sein.

Meditationstexte von Häftlingen

Das 83 Jahre alte Kirchenoberhaupt begeht das Gedenken an die Kreuzigung Jesu diesmal nur mit wenigen beteiligten Menschen. Die Meditationstexte, die bei der Prozession verlesen werden, stammen unter anderem von Häftlingen eines Gefängnisses aus dem norditalienischen Padua.

In den Tagen danach wird Papst Franziskus auch die Messen zum Osterfest und den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» am Sonntag (12 Uhr) ohne Pilger feiern. Diese Festgottesdienste werden ebenfalls unter anderem im Internet übertragen.

Für Christen weltweit ist Ostern das wichtigste religiöse Fest. Sie feiern damit Jesus' Auferstehung. Italien ist von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Im ganzen Land gelten strikte Ausgangsbeschränkungen. In den Kirchen sind Gottesdienste mit Besuchern gestoppt.

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