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Ukraine meldet 43’550 getötete russische Soldaten +++ Bürgermeister von Saporischschja warnt vor Atomkatastrophe

Agenturen/red.

14.8.2022

Selenskyj wirft Russland «Erpressung» mit Atomkraftwerk vor

Selenskyj wirft Russland «Erpressung» mit Atomkraftwerk vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, mit dem Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja die Ukraine und die «ganze freie Welt» erpressen zu wollen.

14.08.2022

Der Beschuss des grössten AKW Europas sorgt für diplomatische Verwicklungen und dramatische Warnungen. Kiew will als Strafe Sanktionen gegen Moskau. Bei den Gefechten gelingen der Ukraine nach eigenen Angaben Teil-Erfolge.

Agenturen/red.

14.8.2022

Im Ringen um die Sicherheit des beschossenen ukrainischen Atomkraftwerks (AKW) Saporischschja sieht Moskau die Vereinten Nationen am Zug. Aufgabe des UN-Sekretariats sei es, «grünes Licht zu geben für einen Besuch des AKW von Experten und Expertinnen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), sagte der russische Diplomat Michail Uljanow in einem Interview der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass.

Die Ukraine ihrerseits fordert Sanktionen gegen die russische Atomindustrie. Bei den Gefechten gelingen Kiew nach eigenen Angaben immer wieder Teil-Erfolge. Allerdings habe Moskau im Süden des Donbass «kolossale Kräfte» zusammengezogen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Moskau sieht UN bei Saporischschja die UN in der Pflicht

Uljanow, der Moskau bei den UN vertritt, erklärte, der Experten-Besuch sei praktisch vorbereitet gewesen. «Das UN-Sekretariat hat ihn im letzten Moment blockiert, ohne die Gründe dafür zu erklären», so der Diplomat. Dem Vernehmen nach hatten die UN eine Reise von IAEA-Chef Rafael Grossi nicht nur aus Sicherheitsgründen bisher nicht erlaubt, sondern auch weil es Streit gibt um den Reiseweg. Grossi könnte zum Ärger der Ukraine etwa unter russischem Schutz über die von Moskau 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim anreisen. Die Ukraine und Russland werfen sich seit Wochen gegenseitig vor, Europas grösstes Kernkraftwerk zu beschiessen und damit eine atomare Katastrophe heraufzubeschwören.

Wieder Artilleriebeschuss in Nähe von AKW

In der ukrainischen Stadt Enerhodar am AKW Saporischschja sind am Sonntag erneut Artilleriegeschosse eingeschlagen. Das teilten russische wie ukrainische Quellen mit. Beide Seiten machten jeweils die andere für den Beschuss verantwortlich. Übereinstimmend wurde berichtet, dass ein Zivilist getötet worden sei.

«Die Nationalisten der Ukraine haben ein Wohngebiet von Enerhodar mit Raketen beschossen», teilte die russische Besatzungsverwaltung der Agentur Tass zufolge mit. Der ukrainische Bürgermeister der Stadt, Dmytro Orlow, sprach von einer «mörderischen Provokation» der Besatzer. Unabhängige Bestätigungen des Vorfalls gibt es nicht.

Kiew will Sanktionen gegen russische Atomindustrie

Angesichts der Kämpfe um das AKW Saporischschja fordert der ukrainische Präsident Selenskyj den Westen zu Sanktionen gegen Russlands Atomindustrie auf. Die Strafmassnahmen müssten die Nuklearindustrie des Aggressorstaates treffen, sagte Selenskyj in einer am Samstagabend verbreiteten Videoansprache. Die Atommacht Russland baut oder betreibt in mehreren Ländern Kernkraftwerke und lagert auch radioaktiven Müll bei sich. Russland benutze das AKW im Süden der Ukraine, um die ukrainische Führung und die ganze Welt zu erpressen, sagte Selenskyj.

Ukraine sieht Erfolge in Südukraine

Laut Selenskyj ist die Lage im Osten der Ukraine weiter schwierig, aber ohne grosse Veränderungen. Besonders die Region Charkiw werde immer wieder angegriffen, die Verteidigung aber halte. Russland habe im Donbass indes «kolossale Ressourcen» an Artillerie, Personal und Ausrüstung aufgefahren. Im Süden gelingt es laut Selenskyj dem ukrainischen Militär aber immer wieder, den «russischen Okkupanten» Schläge zu versetzen. So sei die Autobrücke des Staudamms Nowa Kachowka im Gebiet Cherson nach mehreren Angriffen nicht mehr befahrbar. Obendrein sei nun die letzte der drei einzigen Flussquerungen über den Dnipro zerstört worden. Damit soll der Nachschub für Teile der russischen Armee verhindert werden.

Russland beschiesst Dutzende Ortschaften

Russland hat bei neuen Raketen- und Artillerieangriffen im Osten der Ukraine nach eigenen Angaben Ziele in Dutzenden Ortschaften beschossen. Die Attacken konzentrierten sich auf die Region Donezk, im benachbarten Gebiet Charkiw sei die Ortschaft Udy eingenommen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag in Moskau mit.


Das Wichtigste im Überblick

  • In der ukrainischen Stadt Enerhodar am russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja sind am Sonntag erneut Artilleriegeschosse eingeschlagen.
  • Der erste Getreidefrachter aus der Ukraine hat die Küste Italiens erreicht und im Hafen von Ravenna angelegt.
  • Russland hat bei neuen Raketen- und Artillerieangriffen im Osten der Ukraine nach eigenen Angaben Ziele in Dutzenden Ortschaften beschossen.
  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, mit dem Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja die Ukraine und die «ganze freie Welt» erpressen zu wollen.
  • Nach Einschätzung britischer Geheimdienste will Russland im Osten der Ukraine eine wichtige Verkehrsader aus dem Westen in die Region Donezk unter seine Kontrolle bringen.
  • Nach dem Vorbild von Estland und Lettland erwägt nun auch Polen, die Regeln für die Visa-Vergabe für russische Staatsbürger einzuschränken.
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  • 22.00 Uhr
    Hiermit beenden wir unseren Ticker am Sonntag

  • 21.37 Uhr
    Ukraine meldet 43’550 getötete russische Soldaten

    Das ukrainischen Verteidigungsministerium hat auf Twitter ein Update zu den russischen Verlusten im Angriffskrieg gegen die Ukraine seit dem 24. Februar geben. Demnach sollen seit Kriegsbeginn 43’550 russische Soldaten getötet worden sein. 1864 Panzer, 4126 gepanzerte Kampffahrzeuge und 980 Artillerie-Geschütze seien zerstört worden. Ausserdem will die ukrainische Armee 233 Kampfflugzeuge, 194 Helikopter und 784 Drohnen abgeschossen haben. Von unabhängiger Seite lassen sich die Angaben nicht überprüfen.

  • 19.53 Uhr
    42 Staaten fordern Abzug russischer Truppen aus AKW Saporischschja

    Den sofortigen Abzug russischer Truppen aus dem besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine haben 42 Staaten und die EU in einer Erklärung in Wien gefordert. «Die Stationierung von russischen Militärs und Waffen in der Atomanlage ist inakzeptabel», hiess es in der Erklärung. Russland verletze die Sicherheitsprinzipien, auf die sich alle Mitgliedsländer der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) verpflichtet hätten.

    Die Kontrolle über das AKW müsse den befugten ukrainischen Behörden übergeben werden. Dann könnten Experten der IAEA ihre Aufsichtspflicht über die Arbeit der Ukrainer wahrnehmen. Russland müsse vollständig aus der Ukraine abziehen und den «durch nichts provozierten oder gerechtfertigten Angriffskrieg» gegen das Nachbarland beenden.

  • 19.39 Uhr
    Bürgermeister: Gefahr einer Atomkatastrophe in Saporischschja wächst jeden Tag

    Katastrophe im grössten Kernkraftwerk Europas «wächst jeden Tag», sagte der Bürgermeister von Enerhodar, wo sich das Akw befindet, am Sonntag in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP. Die russische Armee beschiesse «die Infrastruktur, die den sicheren Betrieb des Kraftwerks sicherstellt», fügte Dmytro Orlow hinzu.

    Die russische Armee hält das Atomkraftwerk im Südosten der Ukraine seit März besetzt, in den vergangenen Tagen wurde es wiederholt beschossen. Kiew und Moskau machen sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich. Der Raketenbeschuss weckt Befürchtungen einer Katastrophe am grössten Atomkraftwerk Europas, der UN-Sicherheitsrat hielt eine Dringlichkeitssitzung dazu ab.

    «Was da passiert, ist regelrechter nuklearer Terrorismus», kritsierte Enerhodars Bürgermeister Orlow aus der Stadt Saporischschja, die weiterhin unter ukrainischer Kontrolle ist. «Das kann jederzeit unvorhergesehen enden.» Die Feuerschutzregeln würden immer wieder verletzt und die Lage «heizt sich weiter auf».

    «Die Invasoren terrorisieren weiter die Zivilbevölkerung und das Atomkraftwerk», kritisierte der Bürgermeister. Jeden Tag und jede Nacht werde es aus den besetzten Dörfern mit Mörsergranaten beschossen. «Die Lage ist riskant und was am meisten Sorgen erregt, ist dass es keinen Deeskalationsprozess gibt», sagte Orlow AFP.

    Nach den ersten Angriffen am 5. August musste ein Reaktor des Akw Saporischschja heruntergefahren werden. Bei Angriffen am Donnerstag wurden eine Pumpstation sowie Strahlungssensoren beschädigt. (Archivbild)
    Nach den ersten Angriffen am 5. August musste ein Reaktor des Akw Saporischschja heruntergefahren werden. Bei Angriffen am Donnerstag wurden eine Pumpstation sowie Strahlungssensoren beschädigt. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP
  • 18.35 Uhr
    Getreidelieferung für Äthiopien verlässt ukrainischen Hafen

    Ein Frachtschiff mit 23’000 Tonnen Getreide hat am Sonntag einen Schwarzmeerhafen in Richtung Äthiopien verlassen. Die «Brave Commander» unter der Flagge Liberias habe ihre Reise im Hafen von Juschne östlich von Odessa begonnen, sagte Gouverneur Maksym Marschenko am Sonntag. Ihre Fracht solle in Dschibuti entladen und von dort nach Äthiopien gebracht werden.

    Das Schiff wurde von den Vereinten Nationen gechartert und ist Teil einer Initiative des Welternährungsprogramms zur Unterstützung von Ländern, die von einer Hungersnot betroffen sind. Die «Brave Commander» ist der erste Frachter, der im Rahmen der Initiative Getreide transportiert. Russland und die Ukraine hatten sich Ende Juli mit der Türkei auf eine Wiederaufnahme der Getreidelieferungen aus dem Schwarzen Meer geeinigt. Äthiopien ist eines von fünf Ländern, in dem nach Ansicht der UN Hunger droht. Die Koordinatorin des WFP in der Ukraine, Denise Brown, sprach von einem positiven Tag.

  • 17.23 Uhr
    Wieder Artilleriebeschuss in der Nähe von AKW Saporischschja

    In der ukrainischen Stadt Enerhodar am russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja sind am Sonntag erneut Artilleriegeschosse eingeschlagen. Das teilten russische wie ukrainische Quellen mit. Beide Seiten machten jeweils die andere für den Beschuss verantwortlich. Übereinstimmend wurde berichtet, dass ein Zivilist getötet worden sei.

    «Die Nationalisten der Ukraine haben ein Wohngebiet von Enerhodar mit Raketen beschossen», teilte die russische Besatzungsverwaltung der Agentur Tass zufolge mit. Der ukrainische Bürgermeister der Stadt, Dmytro Orlow, sprach von einer «mörderischen Provokation» der Besatzer. Unabhängige Bestätigungen des Vorfalls gab es nicht.

    Ein russischer Militärkonvoi ist am 01.05.2022 auf der Strasse zum Kernkraftwerk Saporischschja, in einem Gebiet unter russischer Militärkontrolle im Südosten der Ukraine zu sehen. Das von russischen Truppen besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist trotz des Beschusses weiter in Betrieb. (Archivbild)
    Ein russischer Militärkonvoi ist am 01.05.2022 auf der Strasse zum Kernkraftwerk Saporischschja, in einem Gebiet unter russischer Militärkontrolle im Südosten der Ukraine zu sehen. Das von russischen Truppen besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist trotz des Beschusses weiter in Betrieb. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP
  • 16.15 Uhr
    Finnen heissen Russen mit ukrainischer Hymne willkommen

    Über den Grenzübergang Imatra kommen viele Russen ins benachbarte Finnland – und werden hier an allen Ecken und Enden mit der ukrainischen Nationalhymne empfangen. Mit dem unkomplizierten Grenzverkehr könnte es bald ohnehin vorbei sein.

    Finnen heissen Russen mit ukrainischer Hymne willkommen

    Finnen heissen Russen mit ukrainischer Hymne willkommen

    14.08.2022

  • 15.48 Uhr
    Erster ukrainischer Getreidefrachter erreicht Italien

    Der erste Getreidefrachter aus der Ukraine hat die Küste Italiens erreicht und im Hafen von Ravenna angelegt. Das ukrainische Aussenministerium hat auf Twitter ein Foto des Frachters im Hafen der italienischen Stadt geteilt.

  • 14.32 Uhr
    Russische Raketen- und Artillerieangriffe in der Ostukraine

    Russland hat bei neuen Raketen- und Artillerieangriffen im Osten der Ukraine nach eigenen Angaben Ziele in Dutzenden Ortschaften beschossen. Die Attacken konzentrierten sich auf die Region Donezk, im benachbarten Gebiet Charkiw sei die Ortschaft Udy eingenommen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag in Moskau mit. Überprüfbar waren die Angaben von unabhängiger Seite nicht. Der ukrainische Generalstab in Kiew berichtete ebenfalls von massiven Angriffen im Osten und im Süden des Landes; im Gebiet Donezk sei ein Versuch des Feindes, die Verteidigungslinie nach Slowjansk zu durchbrechen, abgewehrt worden.

    Besonders gespannt war die Lage auch weiter im Süden der Ukraine in der Region Cherson und in dem benachbarten Gebiet Saporischschja, wo Kiews Truppen versuchen, Ortschaften zurückzuerobern. Im Generalstab in Kiew war von einer schwierigen Situation die Rede. Es habe allerdings auch erfolgreiche Luftschläge gegen die Okkupanten gegeben. Russland hatte die Region Cherson nach Beginn des Angriffskriegs am 24. Februar binnen weniger Tage unter seine Kontrolle gebracht.

    In der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus teilte Republikchef Ramsan Kadyrow mit, für den Kampf in der Ukraine neue Truppen mit «Freiwilligen» auf den Weg geschickt zu haben. In einem Video, das Einheiten auf dem Flughafen der tschetschenischen Hauptstadt Grosny zeigen soll, wurden die Uniformierten auf die «Vernichtung» ukrainischer Nationalisten eingeschworen. Überprüfbar von unabhängiger Seite waren diese Aufnahmen nicht. Die Ukraine wirft den tschetschenischen Einheiten immer wieder eine besondere Brutalität in dem russischen Angriffskrieg vor.

  • 14.26 Uhr
    Zehn russische Flugzeuge noch in Deutschland

    Fast ein halbes Jahr nach Sperrung des EU-Luftraums für Flugzeuge aus Russland stehen einem Medienbericht zufolge in Deutschland noch zehn Maschinen russischer Eigentümer oder unter russischer Kontrolle. Dies berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. «Da die Maschinen aufgrund des EU-Sanktionsregimes einem Start- und Flugverbot unterliegen, können sie durch den Eigentümer nicht genutzt und nicht an einen anderen Ort verbracht werden», wurde das Ministerium zitiert.

    In Leipzig stehen demnach drei russische Maschinen des Typs Antonov AN-124, in Köln eine Bombardier BD-100-1A10 Challenger 300 und eine Boeing 737 sowie in Frankfurt-Hahn eine Boeing 747 auf dem Boden. Weitere vier Flugzeuge stehen demnach in Baden-Baden: eine Cessna 750 Citation X, zwei Embraer ERJ-135BJ Legacy 600 und eine Bombardier BD-700-1A10 Global Express XRS. Als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine hatte die EU Ende Februar ihren Luftraum gesperrt.

    Drei Frachtflugzeuge der russischen Volga-Dnepr-Gruppe stehen Ende Februar am Flughafen Leipzig/Halle.
    Drei Frachtflugzeuge der russischen Volga-Dnepr-Gruppe stehen Ende Februar am Flughafen Leipzig/Halle.
    Archivbild: dpa
  • 13 Uhr
    Selenskyj fordert Blockade der russischen Nuklearindustrie

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, mit dem Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja die Ukraine und die «ganze freie Welt» erpressen zu wollen. Der Westen müsse nun Sanktionen gegen die russische Atomindustrie verhängen. Die Strafmassnahmen müssten die Nuklearindustrie des Aggressorstaates treffen, sagte Selenskyj in einer Videoansprache. 

    Selenskyj wirft Russland «Erpressung» mit Atomkraftwerk vor

    Selenskyj wirft Russland «Erpressung» mit Atomkraftwerk vor

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, mit dem Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja die Ukraine und die «ganze freie Welt» erpressen zu wollen.

    14.08.2022

  • 12 Uhr
    Laut Grossbritannien versucht Russland wichtige Autobahn nach Donezk einzunehmen

    Nach Einschätzung britischer Geheimdienste will Russland im Osten der Ukraine eine wichtige Verkehrsader aus dem Westen in die Region Donezk unter seine Kontrolle bringen. Der Donezker Vorort Pisky nahe des Donezker Flughafens sei derzeit schwer umkämpft, hiess es am Sonntag in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf die Geheimdienste. Die russischen Angriffe zielten mutmasslich darauf ab, die Autobahn M04 – die wichtigste Verbindung nach Donezk aus westlicher Richtung - einzunehmen.

  • 11 Uhr
    AKW Saporischschja: Russland schiebt UN Verantwortung zu

    Im Ringen um die Sicherheit des beschossenen ukrainischen Atomkraftwerks (AKW) Saporischschja sieht der russische Diplomat Michail Uljanow die Vereinten Nationen in der Pflicht. Aufgabe des UN-Sekretariats sei es, «grünes Licht zu geben für einen Besuch des AKW von Experten und Expertinnen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), sagte Uljanow in einem heute veröffentlichten Interview der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Der Diplomat vertritt Russland in Wien bei den internationalen Organisationen. Die IAEA könne sich dann selbst um die «Modalitäten der Reise in die Unruheregion» kümmern, sagte Uljanow.

  • 10 Uhr
    Poland plant Einschränkungen bei Visa-Vergabe für Russen

    Nach dem Vorbild von Estland und Lettland erwägt nun auch Polen, die Regeln für die Visa-Vergabe für russische Staatsbürger einzuschränken. «Polen arbeitet an der Entwicklung eines Konzepts, das es ermöglicht, keine Visa für Russen zu erteilen», sagte Vize-Aussenminister Piotr Wawrzyk am Sonntag der Nachrichtenagentur PAP. Die Entscheidung darüber werde in den kommenden Wochen fallen.

  • 9 Uhr
    Aramco erwirtschaftet Rekordgewinn mit Ölhandel

    Angesichts der Preisexplosion auf den Weltmärkten hat der saudiarabische Ölriese Aramco erneut ein Rekordergebnis erzielt. Im zweiten Quartal dieses Jahres sei ein Gewinn von 48,4 Milliarden Dollar erwirtschaftet worden.

    Das teilte das teilstaatliche Unternehmen am Sonntag mit. Es profitierte dabei von den Ölpreis-Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie dem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach dem Abflauen der Corona-Pandemie.