Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Bündnisstaaten eindringlich zu mehr Tempo bei der Lieferung von Waffen und Munition an die Ukraine aufgerufen. «Es ist klar, dass wir in einem Logistikrennen sind», sagte er am Montag in Brüssel kurz vor einem Verteidigungsministertreffen an diesem Dienstag.
Keystone-SDA
13.02.2023, 15:34
SDA
Weitere Munition, Treibstoff und Ersatzteile müssten die Ukraine erreichen, bevor Russland wieder die Initiative auf dem Schlachtfeld ergreifen könne. Knapp ein Jahr nach der Invasion bereite sich der russische Präsident Wladimir Putin nicht auf Frieden vor, sondern er starte neue Offensiven.
«Wir sehen, was Präsident Putin nun tut: Er schickt jetzt Abertausende Truppen, akzeptiert eine sehr hohe Opferrate, nimmt grosse Verluste hin», sagte Stoltenberg. Er übe dadurch grossen Druck auf die Ukrainer aus. «Was Russland an Qualität fehlt, versucht es quantitativ auszugleichen», sagte er.
Mit Blick auf die Lage im Bündnis räumte Stoltenberg ein, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine Probleme verursachen. Der enorme Munitionsverbrauch in der Ukraine dezimiere die Bestände innerhalb der Allianz, weil er deutlich höher sei als die Produktionsrate, so der Norweger. Zuletzt sei beispielsweise die Wartezeit bei Aufträgen für grosskalibrige Munition von 12 auf 28 Monate gestiegen.
Ziel muss es aus Sicht von Stoltenberg deswegen sein, die Produktion möglichst schnell hochzufahren. «Dies ist unabdingbar, um die Ukraine weiter zu unterstützen und gleichzeitig jeden Zentimeter alliierten Territoriums zu schützen», sagte er. Die Nato werde nun zum Beispiel die Zielvorgaben für Munitionsbestände über den Verteidigungsplanungsprozess erhöhen.
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