Aus Angst vor Coronavirus

Stundenlange Häftlingsmeuterei in Argentinien

AFP/tpfi

25.4.2020

In Argentinien haben Gefangene am Freitag für bessere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in ihrer Haftanstalt protestiert.
Bild: Keystone/AP/Natacha Pisarenko

In Argentinien haben Häftlinge gewaltsam gegen die Hygienebedingungen in ihrem Gefängnis protestiert. Die Insassen der Haftanstalt Villa Devoto in der Hauptstadt Buenos Aires haben einen handfesten Aufstand angezettelt.

Die Angst vor dem Coronavirus hat in Argentinien eine stundenlange Häftlingsmeuterei in einem Gefängnis ausgelöst. Insassen der Haftanstalt Villa Devoto in der Hauptstadt Buenos Aires kletterten am Freitag auf ein Dach, setzten Matratzen in Brand und bewarfen Wärter mit Gegenständen, nachdem ein Gefängniswärter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war.

Die Polizei umstellte die Haftanstalt, in der rund 2200 Häftlinge untergebracht sind. Erst nach neun Stunden endete der Aufstand, nachdem Sprecher der Häftlinge sich zu einem Treffen mit Behördenvertretern bereit erklärten, wie örtliche Medien unter Berufung auf das Justizministerium berichteten.

Die Gefangenen fordern, dass Angehörige von Risikogruppen unter den Insassen unter Hausarrest gestellt werden, bessere Schutzmaßnahmen im Gefängnis selbst sowie einen Erlass bestimmter Strafen. Vor Ausbruch des Virus laufende Verfahren zum Straferlass sollen fortgesetzt werden.

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