Trump ärgert Russen mit Tweet zum Atomraketenunfall

SDA

13.8.2019 - 05:41

US-Präsident Donald Trump dürfte mit seinem Tweet zu dem Unfall beim Test neuer russischer Waffensysteme den russischen Präsidenten Wladimir Putin verärgert haben. (Archivbild)
Source: KEYSTONE/AP/EVAN VUCCI

US-Präsident Donald Trump bezeichnet den atomaren Unfall auf einem russischen Militärstützpunkt als lehrreich für die USA. Aber die USA seien technologisch viel weiter. Das dürfte Wladimir Putin gar nicht gefallen.

Die Vereinigten Staaten «lernten viel» von dieser «Raketenexplosion», kommentierte US-Präsident Donald Trump den russischen Atomraketenunfall im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er führte aber gleichzeitig ins Feld, dass die USA über eine «ähnliche, wenngleich weiterentwickelte» Technologie verfügten.

An «neuen Waffen» gearbeitet

Die russische Atombehörde Rosatom hatte bestätigt, dass die am Donnerstag ums Leben gekommenen Rosatom-Rüstungsexperten an «neuen Waffen» gearbeitet hätten. Allerdings nannte Rosatom keinen konkreten Waffentyp.

US-Experten gehen aber davon aus, dass es sich bei dieser Waffe um die atomar betriebene Rakete 9M730 Burewestnik handelt. Diese Rakete war im Februar von Präsident Wladimir Putin vorgestellt worden, der sie als «unbezwingbar» und für die gegnerische Luftabwehr als «nicht aufspürbar» bezeichnete.

US-Experte: Trump «bizarr»

Trumps Mitteilung, dass die USA über einen ähnlichen Raketentyp verfügten, wurde von einem US-Experten umgehend in Zweifel gezogen. Die Mitteilung des Präsidenten sei «bizarr», twitterte der Experte für Rüstungsangelegenheiten, Joe Cirincione. Die USA hätten kein Programm für atomar betriebene Raketen.

Cirincione leitet die Stiftung Plougshares Fund, die sich für einen globalen Abbau von Atomwaffen einsetzt. Allerdings dürfte der Tweet die Russen aufgeschreckt haben, wie detailliert die Amerikaner ihre Rüstungsprogramme verfolgen.

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