Die Umweltverbände Birdlife, Gruppe Wolf Schweiz, Pro Natura und der WWF kritisieren die revidierte Jagdverordnung, die sich aktuell in der Vernehmlassung befindet. (Archivbild)
Keystone
Mehrere Umweltverbände kritisieren die Umstrukturierung der Herdenschutzmassnahmen der revidierten Jagdverordnung. Die Anpassungen hin zu proaktiven Eingriffen seien unbestritten, allerdings sei die Umsetzung ungenügend geklärt und weise Verbesserungspotenzial auf.
Keystone-SDA, miho, sda
11.04.2024, 11:15
SDA
Die neue Verordnung verfüge über keine schweizweit einheitliche Förderung der Herdenschutzmassnahmen mehr, teilten die Umweltverbände Birdlife, Gruppe Wolf Schweiz, Pro Natura und der WWF vor den Medien am Donnerstag mit.
Sie kritisieren, dass neu die Kantone entscheiden würden, welche Massnahmen in welcher Höhe gefördert werden. Dies führe zu Verwirrung bei den Nutztierhaltern, unterschiedlichen Beitragssätzen für Massnahmen und möglichem Herdenschutztourismus, da allenfalls Hunde bei Kollegen im Nachbarkanton angemeldet werden, weil es dort mehr Beiträge dafür gibt.
Kantone mit mehr Wölfen würden bei der Geldverteilung bevorzugt werden, hiess es weiter. Weniger Leistungen für Nutztierhalter in Kantonen mit geringer Wolfspräsenz erschweren den präventiven Herdenschutz. Damit würde die Schweiz in die Zeit vor 2014 zurückfallen, als es nur Herdenschutzförderung in Gebieten mit Wolfspräsenz gab.
Auch gebe es Herdenschutzberatungen nur noch für Alpbetriebe und nicht mehr für Betriebe in der Landwirtschaftszone, so die Umweltverbände. Dies würde Akteure ohne Vorwissen zu Wolf und Herdenschutz benachteiligen.
Herdenschutz-Potenzial nutzen
Ein weiterer Kritikpunkt sei die nicht mehr notwendige, strenge Prüfung des Bundes der Herdenschutzhunde. Einfachere kantonale Prüfungen wären nun möglich. Fehlende Beiträge für Zucht- und Ausbildung würden vermehrt zum Einsatz von unbekannten Rassen führen. Dadurch steige das Risiko für Zwischenfälle, und die Schutzwirkung verbessere sich kaum. Das gefährde die Akzeptanz von Herdenschutzhunden.
Die Umweltverbände sehen gerade im Herdenschutz noch grosses und ungenutztes Potenzial. Vier von fünf Schafalpen haben ihnen gemäss noch keine Herdenschutzhunde. Die Mehrheit der Risse durch Wölfe erfolge in gänzlich ungeschützten Herden. Risse trotz Herdenschutzhunden träten in Situationen der ungenügenden Herdenführung auf, in denen die Herden auf eine zu grosse Fläche verteilt seien.
Die Teilrevision der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel befindet sich bis 5. Juli in der ordentlichen Vernehmlassung. In Kraft treten soll die Verordnung am 1. Februar 2025.
Kein Zeichen für Frieden im Iran: Sorgen um Energiesicherheit wachsen
Kein Zeichen für Frieden im Iran: Während US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Kriegs im Iran in Aussicht stellt, gehen die Angriffe in der Region in unverminderter Härte weiter. Auch Israel macht keine Anstalten, seine Attacken einzudämmen. Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen befeuern derweil die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung.
11.03.2026
Iran-Krieg: Wadephul skeptisch zu raschem Ende
Nikosia, 10.03.26: Wie lange dauert der Iran-Krieg? Aussenminister Johann Wadephul geht zumindest von keinem raschen Ende aus.
Bei einem Besuch in Zypern am Dienstag verweist er auf das Ziel der USA, die militärischen Möglichkeiten des Iran einzuschränken.
O-TON Wadephul
«Ich denke, dass diese Angriffe so lange weitergehen werden, bis dieses Ziel erreicht ist oder die iranische Seite eine ernsthafte Bereitschaft gezeigt hat, zu verhandeln.»
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht, ohne aber einen konkreten Zeitpunkt zu nennen.
11.03.2026
Trump verteidigt Begnadigung von Kapitol-Stürmern
In seinem ersten TV-Interview seit der Amtseinführung am Montag wiederholte der US-Präsident die Behauptung, die Wahl 2020 sei manipuliert worden. Die Freilassung der Aufrührer vom 6. Januar 2021 sorgt bei einem Polizisten, der sich dem Mob damals
23.01.2025
Kein Zeichen für Frieden im Iran: Sorgen um Energiesicherheit wachsen