Pferde misshandelt und vernachlässigtDer Landwirt von Hefenhofen steht wegen Tierquälerei vor Gericht
SDA, smi
22.2.2023 - 11:34
Am 8. August 2017 holt die Polizei die ersten vernachlässigten und teilweise misshandelten Tiere vom Hof von Ulrich K.. in Hefenhofen. Jetzt steht der Landwirt wegen Tierquälerei vor Gericht.
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In Arbon TG steht der mutmassliche Pferde-Quäler von Hefenhofen vor Gericht. Auch zwei Metzger und der ehemalige Kantonstierarzt müssen sich verantworten.
Keystone-SDA, SDA, smi
22.02.2023, 11:34
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Der Landwirt Ulrich K. habe seinen Tieren viel zu wenig Platz gegeben, sie massiv vernachlässigt und einzelne sogar misshandelt, dies ein Teil der Anklage der Staatsanwaltschaft. Sie beschuldigt den 54-Jährigen der mehrfachen Tierquälerei an und fordert sechseinhalb Jahre Haft, eine Geldstrafe und eine Busse.
Handel mit kranken Ferkeln – auch zwei Metzger angeklagt
Zudem deckten die Ermittler einen illegalen Handel mit gesundheitlich angeschlagenen Ferkeln auf. In diesem Zusammenhang sind auch zwei Metzger der mehrfachen Tierquälerei, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Tierseuchengesetz sowie der gewerbsmässigen Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz beschuldigt.
Sie sollen die unterentwickelten Ferkel am tierärztlichen Augenschein vorbei geschleust und für wenig Geld dem Landwirt übergeben haben. Nachdem die Tiere – ebenfalls unter tierquälerischen Bedingungen, so die Anklageschrift – gemästet waren, verkaufte der Bauer sie der Metzgerei zurück, die das Fleisch dann in den Handel brachte.
Mitbeschuldigt sind zudem zwei Frauen. Sie sollen dem Landwirt geholfen haben, Tiere, die auf behördliche Weisung hin beschlagnahmt werden sollten, wegzubringen und damit der Beschlagnahmung zu entziehen. Ihnen wird mehrfacher Bruch amtlicher Beschlagnahmung vorgeworfen.
Auch der ehemalige Kantonstierarzt angeklagt
Der Hof des Hauptbeschuldigten war im August 2017 auf behördliche Anordnung hin geräumt worden. Die meisten der in der Anklageschrift erhobenen Vorwürfe beziehen auf die damals festgestellten Zustände. Manche Delikte reichen aber auch Jahre zurück, die ersten datieren laut Anklageschrift aus dem Jahr 2013.
In diesem Zusammenhang wird sich in einem separaten Verfahren auch der damals zuständige, inzwischen pensionierte Leiter des Thurgauer Veterinäramts vor Gericht zu verantworten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Versäumnisse bei der Durchsetzung von Tierhalteverboten und anderen Massnahmen vor. Zudem habe er seine Kontrollbesuche jeweils angemeldet.
Die Verhandlung gegen den Landwirt und die vier Mitbeschuldigten ist auf mehrere Tage angelegt. Die Eröffnung der Urteile ist am 21. März vorgesehen.
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