2000 Menschen bei Demo in Lausanne +++ GastroSuisse fordert Entschädigungen

Agenturen/red

21.9.2021

Agenturen/red

21.9.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innert 24 Stunden 1235 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG vier neue Todesfälle sowie 43 Spitaleinweisungen.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 321,1 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 10. September bei 0,82.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 76,1 Prozent. 27,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Leichte Entwarnung, aber Sorge um Kinder

Der Bund gibt leichte Entwarnung, was das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus betrifft. «Die Situation hat sich weiter beruhigt, dieser Trend hält nun seit einer Weile an», sagte Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Auch in den Spitälern sei der Rückgang spürbar, sagte Mathys am Dienstag an der Medienkonferenz der Expert*innen von Bund und Kantonen in Bern. Laut dem Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG liegt die Belegung der Intensivpflegeplätze aber nach wie vor «auf sehr hohem Niveau». Und: Am stärksten würden sich derzeit Kinder und Jugendliche infizieren. (zum Live-Ticker der Medienkonferenz).

BAG-Zahlen: Impfdurchbrüche sehr selten

Insgesamt 47 Menschen sind nach aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bisher am Coronavirus gestorben, obwohl sie vollständig gegen das Virus geimpft waren, berichtet SRF. Impfdurchbrüche seien sehr selten. Ihr Anteil betrage 0,04 Prozent. Vor allem ältere Personen seien Opfer von Impfdurchbrüchen. So seien 39 von 47 vollständig geimpften Personen mit tödlichem Verlauf über 80 Jahre alt gewesen.

89 Prozent der Covid-Intensivpatienten ungeimpft

Eine Analyse des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt, dass schweizweit tatsächlich vor allem Personen auf Intensivstationen liegen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Deren Anteil liegt bei 89 Prozent.

Die Auswertung des BAG wurde für «20 Minuten» gemacht. Ausgewertet wurden die Einweisungen von schweizweit 21 Spitälern im Zeitraum zwischen dem 19. Juli und dem 15. August. 44 Personen wurden in dem Zeitraum wegen Covid-19 auf Intensivstationen behandelt. 39 von ihnen, also 89 Prozent, waren nicht immunisiert. Lediglich fünf Personen, also 11 Prozent, waren zum Zeitpunkt des Spitalaufenthalts vollständig geimpft.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht:

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Restaurant- und Hotellerie-Verband GastroSuisse fordert eine Entschädigung für die durch die Umsetzung der Zertifikatspflicht entstandenen Umsatzrückgänge.
  • Das BAG meldet 1235 Neuinfektionen bei 32'208 Tests. Gleichzeitig wurden vier neue Todesfälle und 43 Spitaleinweisungen registriert.
  • Eine Analyse des BAG zeigt, dass es sich bei fast 90 Prozent der Covid-Patienten in den Intensivabteilungen um Ungeimpfte handelt. 
  • Der für Allergiker und mRNA-Skeptiker vorgesehene Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson soll einem Bericht zufolge bald auch in der Schweiz erhältlich sein.
  • An Covid-19 sind mittlerweile mehr US-Bürger gestorben als durch die Spanische Grippe.
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  • 21.50 Uhr
    Wir beenden unseren Ticker am Dienstag
  • 21.45 Uhr
    Vor Corona-Gipfel: Erdogan verurteilt Impf-Nationalismus

    Vor dem Online-Gipfel zur Corona-Pandemie von US-Präsident Joe Biden hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die mangelnde Bereitschaft einiger Länder bei der Verteilung von Vakzinen verurteilt. Angesichts von Millionen Toten und Dutzenden Millionen Infizierten sei es «eine Schande für die Menschheit, dass der Impf-Nationalismus immer noch mit verschiedenen Methoden weitergeführt wird», sagte Erdogan am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

    US-Präsident Biden hat für diesen Mittwoch einen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie einberufen. Ziel ist es, Staats- und Regierungschefs mit Nichtregierungsorganisationen zusammenzubringen, um sich auf eine «gemeinsame Vision zur Bekämpfung» von Corona zu einigen, hieß es vorab aus dem Weissen Haus. Zentrales Thema bei dem Treffen sei die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff auf der Welt. Bei der Verteilung vor allem des Zugangs zu Impfstoffen gibt es grosse Ungleichheiten in der Welt. In Afrika sind beispielsweise erst etwa drei Prozent der Menschen geimpft.

  • 21.09 Uhr
    2000 Menschen demonstrieren in Lausanne gegen Zertifikatspflicht

    In Lausanne sind schätzungsweise 2000 Menschen am Dienstagabend auf die Strasse gegangen und haben gegen das Covid-Zertifikat demonstriert. Initiiert wurde der unbewilligte Protest von Studierenden, die sich gegen die Zertifikatspflicht an Hochschulen wehren.

    Die Demonstranten versammelten sich gegen 18.00 Uhr im Norden der Stadt. Sie hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie etwa den «Pass der Schande» anprangerten und den Rücktritt von Gesundheitsminister Alain Berset forderten. Aus den Reihen der Demonstrierenden wurde ein «gleicher Zugang zur Bildung für alle» sowie das Ende der «Stigmatisierung» etwa von Ungeimpften gefordert.

    Die Kundgebung zog anschliessend durch die Innenstadt, wo die Menge «Liberté, liberté, liberté!» (auf Deutsch: Freiheit, Freiheit, Freiheit) skandierte und sich gegen 19.30 Uhr auflöste, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Demonstration verlief ohne grössere Zwischenfälle und wurde von Polizeibeamten begleitet.

    Des personnes brandissent des pancartes contre la vacination sur la place de la Riponne lors d'une manifestation contre l'obligation du certificat covid ce mardi 21 septembre 2021 a Lausanne. Environ 2000 personnes de plusieurs mouvements, dont des etudiants, ont manifestes dans les rue de Lausanne pour la liberte et contre le pass covid. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
    Die Demo wurde anlässlich des Beginns des neuen akademischen Jahres in der Waadt am Dienstag organisiert.
    Bild: Keystone
  • 21.02 Uhr
    EU will verstärkt gegen Fehlinformationen über Corona-Impfungen vorgehen

    Die Europäische Union will verstärkt gegen Zögerlichkeiten bei Corona-Impfungen und Fehlinformationen über die Impfstoffe vorgehen. Die EU müsse weiterhin an den Herausforderungen arbeiten, «besonders an Zögerlichkeiten beim Impfen, beispielsweise wegen Kampagnen mit Fehlinformationen, die Menschen verängstigen», sagte der slowenische Staatssekretär für Europäische Angelegenheiten, Gasper Dovzan, am Dienstag nach einem Treffen der Europaminister in Brüssel.

    Es seien mittlerweile zwar rund 70 Prozent der Erwachsenen in der EU geimpft, aber es bestünden Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Daher müssten «zusätzliche Anstrengungen» unternommen werden, um Corona-Impfungen voranzutreiben, sagte Dovzan. «Solange dies nicht überall in Europa der Fall ist, werden wir nicht sicher sein», fügte Dovzan hinzu, dessen Land gerade die turnusmässige EU-Ratspräsidentschaft innehat.

  • 19.58 Uhr
    EU-Kommission unterschreibt Vertrag für weiteres Covid-19-Medikament

    Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über die gemeinsame Anschaffung eines Covid-19-Medikaments des Pharmaunternehmens Eli Lilly abgeschlossen. 18 EU-Staaten beteiligten sich am gemeinsamen Kauf von 220’000 Behandlungen eines Medikaments mit sogenannten monoklonalen Antikörpern, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit.

    Es handele sich um die Kombination der beiden monoklonalen Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab zur Behandlung von Covid-Patienten, die keinen Sauerstoff brauchen, bei denen jedoch die Gefahr einer schweren Erkrankung bestehe. Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion ausser Gefecht setze

  • 19.21 Uhr
    Ungeimpft, mit Maske: Bolsonaro rechtfertigt bei UN Corona-Vorgehen

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Aussagen über sein Vorgehen in der Corona-Pandemie verwundert. «Wir verstehen nicht, warum viele Länder gegen diese Behandlung sind», hob Bolsonaro in New York am Dienstag etwa den vorbeugenden Einsatz von Medikamenten hervor, deren Wirksamkeit gegen das Coronavirus nicht nachgewiesen ist.

    Der rechtsradikale Staatschef hat mehrmals betont, dass er selbst noch nicht gegen Corona geimpft ist. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schickte eine Botschaft an Bolsonaro, indem er sagte: «Man muss sich impfen lassen, wenn man hierher kommen will.» Bei den UN gilt das «Ehren-System»: Wer das Gebäude in New York betritt, bestätigt damit etwa, in den zehn Tagen zuvor nicht positiv getestet worden zu sein.

    Zugleich hob Bolsonaro, der zu Beginn seiner Rede eine Schutzmaske trug, jedoch hervor, wie seine Regierung im Kampf gegen die Pandemie vorangekommen sei. «Bis November wird jeder, der sich in Brasilien für eine Impfung entschieden hat, drankommen», sagte er.

  • 18.46 Uhr
    Macrons Impfzertifikat zirkuliert online

    Ein Versehen oder eine Aktion mit politischem Hintergrund? Das Impfzertifikat von Emmanuel Macron ist im Netz aufgetaucht.

    Der QR-Code mit Angabe von Namen und Geburtsdatum Macrons sowie seinen Impfinformationen sei aufgrund eines Fehlverhaltens im Netz gelandet, hiess es am Dienstag aus dem Élyséepalast in Paris. Ob der Code ausgetauscht werde, sei noch unklar. Dem Élysée zufolge haben Frankreichs Gesundheitskräfte Zugriff auf ein zentralisiertes System mit Corona-Impfzertifikaten. Aus dem Kreise dieses Personals sei Macrons QR-Code aus Versehen oder mit Absicht in Umlauf gebracht worden.

    Macron hatte Frankreich im Juli strikte Regeln im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle auferlegt. Impfungen wollte er vorantreiben. Der Besuch von Restaurants, Bars und Museen sowie Fahrten etwa mit dem Fernzug sind mittlerweile nur mit dem sogenannten Gesundheitspass erlaubt. Als Gesundheitspass zählt neben einer Corona-Impfung ein Genesungsnachweis oder ein negativer Corona-Test. Nach seiner Corona-Infektion im Dezember war Macron im Mai geimpft worden.

    Das Impfzertifikat von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist im Internet aufgetaucht.
    Bild: dpa
  • 18.23 Uhr
    Kultur fordert weiterhin Gratistests für Covid-Zertifikat

    Die Taskforce Kultur fordert, dass die Kosten für Tests zum Erlangen eines Covid-Zertifikats weiterhin vom Staat übernommen werden. Der Kultursektor sei von einer Normalisierung noch weit entfernt, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

    Wenn die Kosten ab dem 1. Oktober nicht mehr vom Staat übernommen würden, habe dies negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen von Veranstaltungen, insbesondere wenn sie sich an ein junges und nächtliches Publikum richteten. Gerade Menschen mit beschränkten finanziellen Mitteln dürften nicht benachteiligt werden.

    Auch für Künstlerinnen und Künstler, die ein Zertifikat benötigten, um aufzutreten, und die oft nicht in einem Arbeitsverhältnis zum Veranstaltenden stünden, müsse der kostenfreie Zugang zu Tests aufrechterhalten werden.

  • 18.15 Uhr
    GastroSuisse fordert weitere Entschädigungen für Umsatzausfälle

    Der Restaurant- und Hotellerie-Verband GastroSuisse fordert eine Entschädigung für die durch die Umsetzung der Zertifikatspflicht entstandenen Umsatzrückgänge. Zudem verlangt die Präsidentenkonferenz des Verbandes vom Bund umgehend ein Corona-Ausstiegsszenario.

    Je nach Situation präsentiere sich die Situation sehr unterschiedlich, teilte der Verband im Anschluss an die Präsidentenkonferenz vom Mittwoch in Bern mit.

    Betriebe in städtischen Gebieten seien mitunter weniger stark von den Massnahmen betroffen als jene auf dem Land. Bei vielen Betrieben sei der Umsatz schon in den ersten Tagen massiv eingebrochen, wird Gastro-Suisse-Präsident Casimir Platzer in der Mitteilung zitiert.

    Für die zusätzlichen Umsatzrückgänge müssten gemäss Vizepräsident Massimo Suter weitere Ausfallentschädigungen fliessen. Dabei seien die Obergrenzen aufzuheben. Vom Bund fordert der Verband ein Ausstiegsszenario. Denn die Branche brauche Planungssicherheit und müsse wieder zur Normalität zurückfinden.

  • 17.36 Uhr
    Wien führt teilweise 2G-Pflicht ein

    In der österreichischen Hauptstadt gelten ab Oktober verschärfte Massnahmen. In der Nachtgastronomie sowie auch bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern sind nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, wie der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig auf Twitter mitteilt. 

  • 16.57 Uhr
    Schweizer mit Fake-Impfausweisen in Konstanz erwischt

    Sechs Schweizer haben am vergangenen Freitag und Samstag in Apotheken in Konstanz gefälschte Impfausweise vorgelegt, um den digitalen Nachweis über Covid-Schutzimpfungen zu erhalten. 

    Der Schwindel flog in zwei Apotheken in der Konstanzer Altstadt auf, wie die Polizei mitteilte. «Gegen alle sechs Tatverdächtige aus der Schweiz ermittelt die Polizei nun wegen Urkundenfälschung», hiess es.

    Bereits am Donnerstag waren zwei Schweizer in Apotheken in Konstanz mit falschen Impfausweisen erwischt worden.

  • 16.45 Uhr
    Corona-Skeptiker greifen australischen Journalisten an

    In Australien ist es bei einer Demonstration gegen die Corona-Politik zu Ausschreitungen gekommen. In dem Land war eine Impfpflicht, gegen die Arbeiter protestiert haben. Als es innerhalb des Zuges Schlägereien gab, ist schliesslich die Polizei eingeschritten und hat Reizgas und Gummigeschosse eingesetzt.

    Zu spät kam der Einsatz jedoch für einen Reporter, der für den australischen Sender «7 News» über die Demonstration berichtete. Paul Dowsley und sein Kameramann wurde zuerst eine Flasche entleert, die anscheinend Urin enthielt. Dann wurden Dowsley und sein Team tätlich angegriffen.

    «Da war eine Gruppe, die uns ein paar Minuten zuvor klar ins Visier genommen hat», erklärt er. «Ich bin bloss ein Journalist, der seinen Job macht, der sein Bestes gibt, um die Fakten darzustellen, wie sie sich mir zeigen und wie ich sie sehe.»

    Zu schlechten Schluss wurde der Journalist auch noch mit einer Dose beworfen, die einen Riss an seinem Hinterkopf hinterliess.

  • 16.12 Uhr 
    UN-Chef mahnt zu stärkerem Kampf gegen Corona

    Mit drastischen Worten hat UN-Generalsekretär António Guterres zum Auftakt der UN-Vollversammlung die internationale Gemeinschaft zu mehr gemeinsamem Engagement beim Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Klimawandel aufgefordert.

    «Ich bin hier, um Alarm zu schlagen: Die Welt muss aufwachen», sagte Guterres am Dienstag zum Beginn der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. «Wir stehen am Rande des Abgrunds und bewegen uns in die falsche Richtung. Unsere Welt war noch nie in grösserer Gefahr und noch nie gespaltener. Wir stehen vor der grössten Kaskade von Krise unserer Lebenszeit.»

    Die ungleiche Verteilung von Impfstoff gegen das Coronavirus beispielsweise bezeichnete Guterres als «Obszönität». «Eine Mehrheit der reicheren Welt ist geimpft. Aber mehr als 90 Prozent der Afrikaner warten immer noch auf ihre erste Dosis. Das ist eine moralische Anklage des Zustands unserer Welt», sagte Guterres. «Wir haben den Wissenschaftstest bestanden. Aber in Ethik sind wir durchgefallen.»

    Die Welt stehe angesichts von Krisen wie der Pandemie und dem Klimawandel nicht genügend zusammen, beklagte der UN-Chef. «Anstelle von Demut angesichts dieser epischen Herausforderungen sehen wir Anmassung. Anstelle des Wegs der Solidarität, sind wir in einer Sackgasse der Zerstörung.»

    Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, spricht während 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
    Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, spricht während 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
    Bild: Eduardo Munoz/Pool Reuters/AP/dpa
  • 15.58 Uhr 
    Reisebranche froh über Öffnung der US-Grenzen

    Schweizer Unternehmen freuen sich über die geplante Öffnung der amerikanischen Grenzen für Europäer nach eineinhalb Jahren Coronaschliessung. Am Montag hatte der Coronavirus-Koordinator des Weissen Hauses, Jeffrey Zients, angekündigt, dass geimpfte Ausländer ab November wieder in die Vereinigten Staaten einreisen könnten

    Bei den Reiseveranstaltern kommen bereits erste Buchungen herein, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP ergab. «Wir freuen uns, dass Ferien in den USA ab November 2021 wieder möglich sein sollen. Das Interesse für Reisen in die USA hat seit gestern zugenommen», erklärte Hotelplan-Sprecherin Bianca Gähweiler am Dienstag. So seien schon erste Buchungen für Ferien im warmen Florida oder für Reisen nach New York zum «Christmas-Shopping» getätigt worden.

    Bei TUI Suisse hiess es, die Information sei noch relativ frisch. «Wir haben schon vorher Fragen von Kundinnen und Kunden erhalten, ob und wann die USA wieder bereisbar sind. Wir rechnen damit, dass diese Kunden ihre Buchung in den nächsten Tagen tätigen möchten», teilte Sprecherin Milica Vujcic mit.

  • 15.50 Uhr 
    Fallzahlen im Kanton Bern auf hohem Niveau stabil

    Im Kanton Bern bewegen sich die Corona-Fallzahlen weiterhin auf hohem Niveau, sind aber stabil. Aktuell sind 1945 Personen an Covid-19 erkrankt und in Isolation, 2696 Personen befinden sich in Quarantäne.

    In den Spitälern des Kantons werden 89 Covid-Patientinnen und -Patienten behandelt, 30 von ihnen brauchen Intensivpflege. Unter ihnen befindet sich auch eine Person mit vollständigem Impfschutz. Der allergrösste Teil der Covid-Patienten sei allerdings nicht geimpft, teilte die bernischen Gesundheitsdirektion am Dienstag mit.

    Die Anzahl der Impfungen stieg innerhalb einer Woche von 20'341 auf 26'217 verabreichte Impfdosen. Vollständig geimpft sind im Kanton Bern 595’000 Personen oder 61,2 Prozent. Am meisten zweifach Geimpfte gibt es im Seeland, wo die Quote bei über 68 Prozent liegt.

    Derzeit sind rund 4500 Impftermine über die Impfapplikation «Vacme» buchbar. An insgesamt 23 Schulen sowie an der Universität und der Pädagogischen Hochschule werden Impfungen angeboten. Seit rund einer Woche stehen dort mobile Teams im Einsatz. Weiter unterwegs ist der Impf-Truck des Kantons.

    Die Nachfrage nach Corona-Impfungen ist auch im Kanton Bern innerhalb einer Woche angesteigen. (Symbolbild)
    Die Nachfrage nach Corona-Impfungen ist auch im Kanton Bern innerhalb einer Woche angesteigen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 15.14 Uhr
    Kommt Zertifikats-Pflicht auch für das Bundeshaus?

    Für die Herbstsession reicht es zwar nicht mehr, aber ab Oktober wird es wohl auch für den Zutritt zum Bundeshaus ein gültiges Covid-Zertifikat brauchen. In der Wintersession dürfte die Pflicht auch für die Parlamentarier*innen zum Zug kommen.

    Die Staatspolitische Kommission des Ständerates (SPK-S) habe die gesetzliche Grundlage ausgearbeitet, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.

    Die Pflicht soll ab dem 2. Oktober gelten. Die Herbstsession endet einen Tag zuvor, am Freitag, 1. Oktober.

    Der Staenderat debattiert ueber die Wohneigentumsbesteuerung an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 21. September 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    An der laufenden Herbstsession der Eidgenössischen Räte gibt es noch keine Zertifikats-Pflicht. 
    Bild: Keystone
  • 14.26 Uhr
    Elternorganisationen fordern besseren Schutz in Schulen

    Kinderschutzorganisationen haben am Dienstag vor dem Bundeshaus in Bern gefordert, dass Kinder in den Schulen besser vor dem Coronavirus geschützt werden sollten. Die Regierung müsse ihre Verantwortung wahrnehmen.

    «Covid kann auch für unsere Jüngsten gefährlich sein. Politik und Regierungen schweigen», schrieben eine Kerngruppe der Eltern- und Schulorganisationen ProtectTheKids, «Bildung aber sicher» und Schulcluster.ch in einer Mitteilung.

    In Gruppen mit geringer Impfquote habe die Deltavariante des Coronavirus ein leichtes Spiel, heisst es in der Mitteilung. Angesichts der mangelhaften Vorbereitung auf den Schulbeginn mit Delta und der lückenhaften Umsetzung von Schutzmassnahmen gegen Infektionen via Aerosole überrasche es nicht, dass die Volksschule schon kurz nach den Sommerferien zum neuen Corona-Hotspot wurde.

    Die Organisationen fordern verbindlichen Standards in einem für alle Kantone gültigen Schutzkonzept. Zu den Schutzmassnahmen zählen sie unter anderem Luftfilter und regelmässiges Lüften, um die Virenlast in Innenräumen zu verringern.

    Primarschueler einer sechsten Klasse tragen im Unterricht Gesichtsmasken im Schulhaus Neuallschwil in Allschwil, am Donnerstag, 21. Januar 2021. Im Kanton Basel-Landschaft muessen auch Schulkinder ab zehn Jahren wegen der Corona-Pandemie eine Maske tragen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
    Für Schulkinder – im Bild eine Primarklasse in Allschwil – gibt es keine schweizweit gültigen Schutzmassnahmen. 
    Bild: Keystone
  • 14.17 Uhr
    Leichte Entwarnung, aber Sorge um Kinder

    Der Bund gibt leichte Entwarnung, was das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus betrifft. «Die Situation hat sich weiter beruhigt, dieser Trend hält nun seit einer Weile an», sagte Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

    Auch in den Spitälern sei der Rückgang spürbar, sagte Mathys am Dienstag an der Medienkonferenz der Expert*innen von Bund und Kantonen in Bern. Laut dem Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG liegt die Belegung der Intensivpflegeplätze aber nach wie vor «auf sehr hohem Niveau». Und: Am stärksten würden sich derzeit Kinder und Jugendliche infizieren. (zum Live-Ticker der Medienkonferenz). 

  • 13.30 Uhr 
    BAG meldet 1235 Neuinfektionen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Dienstag 1235 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 32'208 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig wurden vier neue Todesfälle und 43 Spitaleinweisungen registriert.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 76,1 Prozent. 27,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 10. September bei 0,82. Das bedeutet, dass die Zirkulation des Virus rückläufig ist.

    Das RKI registrierte über 3500 Neuinfektionen.
    Abstrich für einen Corona-Test: In der Schweiz und Liechtenstein wurden innert 24 Stunden 1235 Personen neu positiv auf das Coronavirus getestet.  (Symbolbild9
    Bild: Matthias Balk/dpa
  • 13.20 Uhr 
    Krankenkassen sollen Prämien nicht einfrieren müssen

    Der Ständerat hält nichts von der Idee, dass die Krankenkassen wegen der Covid-19-Pandemie während zweier Jahre ihre Prämien einfrieren sollen. Auch sollen sie nicht während dreier Monate auf die Prämien verzichten müssen.

    Der Kanton Genf verlangte dies mit einer Standesinitiative. Die Kassen sollten demnach die Hälfte ihrer Reserven auflösen und sich mit diesen Mitteln an den Schweizer Gesundheitskosten beteiligen.

    Aus Sicht der vorberatenden Kommission sind diese Forderungen nicht mit der aktuellen Gesetzgebung vereinbar, sagte deren Sprecher Peter Hegglin (Mitte/ZG). Die Massnahmen würden eine Abkehr vom Kostendeckungsprinzip bedeuten. Auch der Abbau von 50 Prozent der Reserven sei problematisch: Viele Versicherer würden damit die gesetzliche Mindesthöhe der Reserve nicht mehr einhalten können.

  • 12.48 Uhr
    Anziehende Weltwirtschaft vom Impffortschritt abhängig

    Die Weltwirtschaft wächst nach einer Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD deutlich stärker als angesichts der Pandemie vor einem Jahr erwartet. Allerdings verläuft die vom Impffortschritt und Stützungsmassnahmen angetriebene Erholung uneinheitlich, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris mit.

    Sie rechnet mit einem Weltwirtschaftswachstum von 5,7 Prozent in diesem Jahr und 4,5 Prozent im kommenden Jahr. Für Deutschland erwartet die OECD ein Wachstum von 2,9 beziehungsweise 4,6 Prozent. Für die Schweiz hat die OECD keine Prognosen erstellt.

    «Die Weltwirtschaft zieht wieder kräftig an», sagte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann. «Das verdanken wir dem entschlossenen Handeln der Regierungen auf dem Höhepunkt der Krise.» Der Fortschritt sei jedoch ungleichmässig. «Um eine nachhaltige und möglichst umfassende Erholung zu sichern, sind verschiedene Massnahmen erforderlich – von wirkungsvollen Impfkampagnen in allen Ländern bis hin zu konzertierten öffentlichen Investitionsstrategien, die den Boden für die Zukunft bereiten.»

    Die Erholung sei kein Selbstläufer, warnte die OECD. Um den Aufschwung auf Kurs zu halten, brauche es stärkere internationale Bemühungen, um ärmeren Länder bei Impfungen zu helfen – zu ihrem eigenen Nutzen und zum Nutzen der ganzen Welt.

  • 11.19 Uhr 
    Zahl der Milliardäre steigt in der Pandemie um 13 Prozent

    Die Corona-Pandemie hat weltweit zu seiner Krise geführt – aber nicht bei den Reichen. Laut einem Bericht des US-amerikanischen Fintech-Unternehmens Wealth-X wurden im letzten Jahr erstmals mehr als 3000 Milliardäre gezählt. Das sei ein Anstieg von 13,4 Prozent seit dem Jahr 2019 heisst es in dem Bericht. Das Gesamtvermögen der Milliardäre stiegt demnach im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent auf zehn Billionen US-Dollar. 

    Laut der dem Report habe die Pandemie «insgesamt betrachtet» bei den Milliardären einen grossen Schub ausgelöst. Eine Flut von monetären Anreizen und steigenden Gewinnen in Schlüsselsektoren habe eine neue «Welle von jüngeren Self-Made-Milliardären» hervorgebracht. 

    A woman with sunglasses in her hand wears black leather gloves, a Rolex watch around the wrist and a Louis Vuitton bag, pictured in March 2009 in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Frau mit einer Rolex Uhr am Handgelenk traegt schwarze Lederhandschuhe, eine Tasche von Louis Vuitton und eine Sonnenbrille in der Hand, aufgenommen im Maerz 2009 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    In der Pandemie ist die Zahl der Milliardäre deutlich gestiegen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 9.33 Uhr 
    Einreisebestimmungen bereiten am Euroairport keine Probleme

    Der Euroairport Basel-Mülhausen sah sich im Vollzug der vom Bundesrat auf Montag in Kraft gesetzten neuen Einreisebestimmungen mit keinen grösseren Problemen konfrontiert.

    Das neue Regime habe zu keinen wesentlichen Zeitverzögerungen geführt, teilte eine Flughafensprecherin mit. Die Kontrollen würden von den Airlines vor dem Einsteigen am Abflugort durchgeführt, am Euroairport werde bei der Zollkontrolle risikobasiert kontrolliert. Dem Flughafen seien keine Fälle von ungetesteten Einreisenden oder Personen mit fehlenden Einreiseformularen bekannt.

    Seit Montag gelten für die Schweiz neue Einreisebestimmungen. Alle in die Schweiz einreisenden Personen müssen neu ein ausgefülltes Einreiseformular vorweisen. Nicht gegen Covid-19 geimpfte oder von der Krankheit genesene Personen müssen bei der Einreise zudem ein negatives Testresultat vorweisen.

    Der Euroairport Basel-Mülhausen hatte mit den neuen Einreisebestimmungen keine grösseren Probleme.
    Der Euroairport Basel-Mülhausen hatte mit den neuen Einreisebestimmungen keine grösseren Probleme.
    Bild: Keystone
  • 8.27 Uhr 
    Proteste gegen obligatorische Impfungen in Melbourne

    In der australischen Millionenstadt Melbourne ist es erneut zu Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung gekommen. Hunderte Bauarbeiter, viele von ihnen in Warnschutzkleidung, demonstrierten am Dienstag zunächst vor dem Gebäude der Gewerkschaft CFMEU (Construction, Forestry, Mining and Energy Union). Ihre Wut richte sich gegen die obligatorischen Corona-Impfungen für die Baubranche, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP. Anschliessend zog die Menge in Richtung Regionalparlament weiter, bevor sie eine Schnellstrasse blockierte.

    Dabei sei es auch zu kleineren Zusammenstössen mit der Polizei gekommen: Die Sicherheitskräfte hätten Gummigeschosse abgefeuert, die Demonstrierenden hätten leere Flaschen und Dosen in Richtung der Beamten geworfen, hiess es. Die Regierung des Bundesstaates Victoria hatte zuletzt angeordnet, dass sich alle Mitarbeiter der Bauindustrie gegen das Virus impfen lassen müssen.

    Am Montag hatten die Behörden angekündigt, dass die gesamte Bauindustrie in Melbourne und anderen Teilen Victorias für zwei Wochen geschlossen wird. Am 5. Oktober müssen Beschäftigte dann nachweisen, dass sie zumindest eine Impfdosis erhalten haben, bevor sie an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Der Bundesstaat im Osten Australiens befindet sich seit Wochen weitgehend im Lockdown – es ist bereits das sechste Mal seit Beginn der Pandemie.

    epa09477986 Protesters are seen at a demonstration outside of the Construction, Forestry, Maritime, Mining and Energy Union (CFMEU) headquarters in Melbourne, Australia, 20 September 2021. Workers gathered outside the CFMEU office in Melbourne to protest COVID-19 restrictions. EPA/JAMES ROSS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
    Bauarbeiter demonstrieren in Melbourne gegen die Corona-Massnahmen. 
    Bild: Keystone
  • 7.38 Uhr 
    Inzidenz in Deutschland sinkt

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland  ist leicht zurückgegangen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, lag der Wert bei 68,5. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 71,0 gelegen. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 81,1. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern innerhalb einer Woche an.

    Laut den jüngsten Zahlen des RKI wurden binnen 24 Stunden 4664 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4'150'516. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland stieg um 81 auf nunmehr 93'052. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei etwa 3'909'300.

  • 6.19 Uhr
    89 Prozent der Covid-Intensivpatienten ungeimpft

    Eine Analyse des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt, dass schweizweit tatsächlich vor allem Personen auf Intensivstationen liegen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Deren Anteil liegt bei 89 Prozent. 

    Die Auswertung des BAG wurde für «20 Minuten» gemacht. Ausgewertet wurden die Einweisungen von schweizweit 21 Spitälern im Zeitraum zwischen dem 19. Juli und dem 15. August. 44 Personen wurden in dem Zeitraum wegen Covid-19 auf Intensivstationen behandelt. 39 von ihnen, also 89 Prozent, waren nicht immunisiert. Lediglich fünf Personen, also 11 Prozent, waren zum Zeitpunkt des Spitalaufenthalts vollständig geimpft.

    Auch jetzt würden auf den Intensivstationen «vor allem ungeimpfte Corona-Patientinnen und -Patienten» behandelt, sagte Michele Genoni, Präsident des Dachverbands der Fachgesellschaften der invasiv und akutmedizinisch tätigen Spezialärztinnen und Spezialärzte (FMCH), zu «20 Minuten». Diese Tatsache zeige, dass die Impfung gegen schwere Verläufe wirke. 

    Die Zahlen widerlegen die Behauptung, dass vor allem alte Menschen schwer an Covid-19 erkranken. 22 Prozent der Patientinnen und Patienten waren unter 40, weitere 34 Prozent waren zwischen 40 und 59 Jahre alt. Die meisten der jungen Erkrankten seien vor der Corona-Erkrankung «kerngesund» gewesen und seien nun am Beatmungsgerät, so Genoni.

    Aerzte und Pflegende kuemmern sich um Covid-Patienten auf der Covid-19-Intensivabteilung im Stadtspital Triemli am 10. Dezember 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Ärzte und Pflegende kümmern sich um Covid-Patienten auf der Covid-19-Intensivabteilung im Stadtspital Triemli in Zürich. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Gaetan Bally
  • 6.10 Uhr
    Vakzin für Allergiker und mRNA-Skeptiker bald erhältlich

    Der Bund könnte schon bald einen Impfstoff für Allergiker beschaffen, schreibt der «Blick». Noch sei der Kaufvertrag für die Vektorimpfung mit dem Namen Janssen nicht unterschrieben, ein Deal mit dem Hersteller Johnson & Johnson stehe aber kurz vor dem Abschluss, schreibt die Zeitung. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderne sind ungeeignet für Allergiker.

    Geplant war dem Bericht zufolge der Kauf von 150'000 Janssen-Dosen. Die Kantone wissen aber offenbar noch nicht, wann die Dosen kommen und wie viele es sein werden. Zudem stehe noch eine Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) aus. Die Kantone seien aber vom Bund angewiesen worden, sich auf die Auslieferung von Janssen vorzubereiten. Die Zulassung für den Impfstoff liegt in der Schweiz seit März vor.

    Gesundheitsminister Alain Berset betonte laut «Blick», dass der neue Impfstoff nicht nur für Allergiker gedacht sei – von diesen gebe es nicht sehr viele. Die herkömmliche Vektorimpfung solle auch eine Alternative für Leute sein, die skeptisch auf die neuartigen mRNA-Impfstoffe reagieren.

    Hier erfährst Du mehr über den Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson.

  • 6.06 Uhr
    Negativen Test in positiven umgewandelt: Bussgeld

    In Vietnam hat ein Mann einen negativen Corona-Test in einen positiven verwandelt – und muss nun wegen Verbreitung falscher Informationen umgerechnet rund 300 Franken Strafe zahlen. Ziel der unerlaubten Aktion: Der 41-Jährige aus der Provinz Dak Nong wollte die Arbeit schwänzen, wie die örtliche Zeitung VnExpress am Dienstag unter Berufung auf die lokale Polizei berichtete.

    Der Angestellte einer Telekommunikationsfirma habe am 21. August in einem Spital einen Antigen-Test gemacht, der negativ ausgefallen sei. Daraufhin habe er das Resultat auf dem Zertifikat verändert und eine Kopie des vermeintlich positiven Ergebnisses an seinen Arbeitgeber und an mehrere Angehörige geschickt, hiess es.

    Ein medizinisches Zentrum im Bezirk Cu Jut habe von einer Schwester des Vietnamesen von dem positiven Test erfahren und Mitarbeiter entsandt, um das Ergebnis durch einen weiteren Test zu bestätigen. Dabei sei der Schwindel aufgeflogen, so das Blatt. In dem südostasiatischen Land gehen die Behörden streng gegen jedes mit der Pandemie in Zusammenhang stehende Vergehen vor.

  • 5.30 Uhr
    BAG-Zahlen: Impfdurchbrüche sehr selten

    Insgesamt 47 Menschen sind nach aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bisher am Coronavirus gestorben, obwohl sie vollständig gegen das Virus geimpft waren, berichtet SRF. Impfdurchbrüche seien sehr selten. Ihr Anteil betrage 0,04 Prozent. Vor allem ältere Personen seien Opfer von Impfdurchbrüchen. So seien 39 von 47 vollständig geimpften Personen mit tödlichem Verlauf über 80 Jahre alt gewesen.

  • 5 Uhr
    Glacier-Express-Fahrten nur mit Covid-Zertifikat

    Der bei Touristen beliebte Panoramazug Glacier Express zwischen St. Moritz und Zermatt ist seit vergangener Woche nur noch mit einem Covid-Zertifikat zugänglich. Zwar sei der öffentliche Verkehr per Bundesratsentscheid grundsätzlich von der ausgedehnten Zertifikatspflicht ausgenommen, jedoch gelte das 3-G-Prinzip seit vergangenem Montag in Innenbereichen von Restaurants, schreibt der «Tages-Anzeiger» – und damit auch im Glacier Express, wo eine Bordküche geführt und im ganzen Zug Essen am Platz angeboten werde.

    Auch bei kulinarischen Sonderfahrten der Rhätischen Bahn, etwa mit dem «Genussexpress», dürfen nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete mitfahren.

  • 4 Uhr
    Vertreter des Bundes informieren über Corona-Situation

    Erstmals nach Einführung der Testpflicht für Ungeimpfte bei der Einreise in die Schweiz nehmen Vertreter des Bundes heute ab 14:00 Uhr Stellung zur aktuellen Coronavirus-Situation in der Schweiz. Vor gut einer Woche wurde die Pflicht zum Vorzeigen des Covid-Zertifikats auf Eintritte in Restaurants, Kinos und Sportzentren ausgeweitet. In den letzten Tagen gingen die Zahlen der täglich gemeldeten Neuinfektionen, der Hospitalisierungen und der Toten wieder zurück.

  • 0.56 Uhr
    Mehr US-Bürger sterben an Corona als durch Spanische Grippe

    An der Lungenkrankheit Covid-19 sind mittlerweile mehr US-Bürger gestorben als durch die Spanische Grippe. Laut einer am Montag veröffentlichten Zählung der Johns-Hopkins-Universität starben in den USA mehr als 675'700 in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1919 wütete, kostete laut US-Gesundheitsbehörde CDC 675'000 Menschen in den USA das Leben.

    Damit hat die Spanische Grippe, zumindest in absoluten Zahlen, am Montag ihren Titel als schwerste Pandemie der jüngeren US-Geschichte verloren. Weltweit starben durch die Spanische Grippe laut Historikern mindestens 50 Millionen Menschen.

    Anders als das Coronavirus endete die Spanische Grippe besonders für junge Leute häufig tödlich – insbesondere Menschen unter fünf Jahren oder zwischen 20 und 40 Jahren waren häufig betroffen.

  • 0 Uhr
    Boris Johnson: Impf-Appell an Bolsonaro

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat bei einem Treffen mit Brasiliens ungeimpftem Staatschef Jair Bolsonaro die Bedeutung von Corona-Impfstoffen hervorgehoben. Die beiden kamen am Montag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York zusammen. Zum Auftakt des Gesprächs sagte Johnson zu Reportern, die aus dem Raum geleitet wurden: «Danke an euch alle, holt euch Astrazeneca-Vakzine.» An Bolsonaro gewandt, ergänzte er: «Ich hatte es zweimal.» Er meinte den von der Oxford-Universität entwickelten Impfstoff. Der brasilianische Präsident zeigte auf sich und sagte: «Noch nicht.» Dann lachte Bolsonaro.

    Nach dem Treffen teilte Johnsons Büro mit, dass der Premier die Wichtigkeit von Vakzinen als «unser bestes Werkzeug» herausgestrichen habe, «um das Virus zu bekämpfen und Leben auf der ganzen Welt zu retten».