Erhöhung des Rentenalters

Referendum gegen AHV-Reform kommt zustande

dor/SDA

15.2.2022

Demonstration vom 18. September 2021 in Bern unter dem Motto «Hände weg von unseren Renten».
Demonstration vom 18. September 2021 in Bern unter dem Motto «Hände weg von unseren Renten».
Bild: Keystone

Die AHV-Reform kommt definitiv vors Volk. Ein vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund angeführtes Bündnis hat offenbar bereits mehr als 100'000 Unterschriften gesammelt.

dor/SDA

15.2.2022

Das Referendum gegen die Reform der Altersvorsorge  kommt zustande. Innert 50 Tagen seien mehr als 100'000 Unterschriften gesammelt worden, sagte Pierre-Yves Maillard, Chef des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) und SP-Nationalrat, dem «Blick». In der Halbzeit der Sammelfrist seien damit schon doppelt so viele Unterschriften zusammen gekommen wie benötigt.

Das Sammeltempo zeige, dass die Erhöhung des Rentenalters der Frauen von 64 auf 65 Jahre sehr dringlich sei – vor allem für Frauen. «Die Frauen sind wütend», sagt Maillard. Der Frauenstreik von 2019 habe die Frauen mobilisiert. Eine halbe Million ging damals auf die Strasse.

Anstelle von Verbesserungen für die Frauen würden «die Bürgerlichen einen direkten Angriff gegen die Fraueninteressen lancieren», sagte Maillard. Das Referendum stosse deshalb gerade bei Frauen auf Resonanz.



Zu Lasten der Frauen sparen

Ein Bündnis gegen «AHV 21» eröffnete Anfang Januar das Referendum gegen die Reform der Altersvorsorge. Deren geplante Hauptmassnahme ist die Erhöhung des Rentenalters für Frauen. Dagegen stemmen sich Gewerkschaften, Verbände, SP, Grüne und feministische Kollektive.

Mit der geplanten Rentenalterserhöhung solle zu Lasten der Frauen gespart werden, argumentiert das Bündnis. Es gehe um 10 Milliarden Franken, die so eingespart werden sollen. Dies bedeute für die Frauen eine Rentenkürzung von jährlich rund 1200 Franken. Und dies, obwohl die «Rentenlücke» der Frauen noch immer rund ein Drittel betrage.