Neuinfektionen und Spitaleinweisungen steigen weiter an

Agenturen/red

27.10.2021

Die Zahl der Neuinfektionen Spitaleinweisungen in der Schweiz steigt weiter an. Dem BAG wurden innerhalb von 24 Stunden 1846 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

27.10.2021

Die Zahlen der bestätigten Neuansteckungen mit dem Coronavirus und der Hospitalisierungen in Zusammenhang mit der Krankheit sind am Mittwoch weiter angestiegen. Angesichts der Unsicherheit der Lage will der Bundesrat einige Teile des Covid-19-Gesetzes im nächsten Jahr weiterführen. Die entsprechende Botschaft ans Parlament hat er nun verabschiedet.

Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurden innerhalb von 24 Stunden 1846 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 45 Spitaleinweisungen. Damit haben die betätigten Fälle im Wochenvergleich um fast 30 Prozent zugenommen, die Spitaleinweisungen stiegen sogar um rund ein Drittel an.

Kontrolle und Sortieren der Proben
durch der Labor Mitarbeiter der Stadt Spital Triemli fotografiert am 2. Februar 2021 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
DAS BILD WURDE DIGITAL BEARBEITET, DAMIT AUF DEN BEHAELTERN KEINE NAMEN SICHTBAR SIND
Die Zahl der positiven Corona-Tests in der Schweiz steigt weiter.
KEYSTONE/Gaetan Bally (Symbolbild)

Ausnahme für Impfungen eingeführt

63,16 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind mittlerweile vollständig geimpft. Damit weiterhin möglichst viele unterschiedliche Impfstoffe gegen das Coronavirus angeboten werden können, hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden, eine Ausnahmeregelung zum Heilmittelgesetz einzuführen, die dies ermöglicht.



Laut Heilmittelgesetz ist die befristete Zulassung eines Arzneimittels in der Schweiz nur erlaubt, wenn kein gleichwertiges anderes Mittel zur Verfügung steht. In der Pandemie sei es aber wichtig, Impfstoffe möglichst vieler verschiedener Anbieter mit unterschiedlichen Technologien bereitstellen zu können, teilte der Bundesrat mit. Er hat deshalb die entsprechende Covid-19-Verordnung mit einer Ausnahmeregelung vom Heilmittelgesetz ergänzt.

Teile des Covid-Gesetzes verlängert

Gleichzeitig laufen Ende Jahr die meisten Bestimmungen des Covid-19-Gesetzes aus. Doch Teile davon zur Bekämpfung der Pandemie sollen angesichts der vielen Unsicherheiten 2022 weitergeführt werden. Dazu hat der Bundesrat am Mittwoch die Botschaft zu den Gesetzesänderungen verabschiedet.

Verlängert werden sollen die Bestimmungen, um die Pandemie und ihre Folgen in den Bereichen Gesundheit, Arbeitnehmerschutz, Sport und Kultur zu bekämpfen. Nicht verlängert werden sollen hingegen die gesetzlichen Grundlagen für die Härtefallhilfen und die Arbeitslosenversicherung. Hier wollen Bund und Kantone zum ordentlichen Verfahren zurückkehren.

Der Artikel über das Covid-Zertifikat ist bis Ende 2022 in Kraft. Diese Frist soll laut Mitteilung des Bundesrats beibehalten werden.

Booster-Impfung verlängert Zertifikat

Geklärt wurden am Mittwoch auch die Unsicherheiten bezüglich der Zertifikatsgültigkeit nach einer Booster-Impfung: Diese soll nach einer dritten Dosis um ein Jahr verlängert werden, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte.

Das Zertifikat sei jeweils nach der letzten Impfung zwölf Monate lang gültig, sagte ein BAG-Sprecher. Dies werde auch für die Auffrischungsimpfung gelten. Am Dienstag hatte es zunächst widersprüchliche Angaben zur Auswirkung einer Booster-Impfung auf die Gültigkeit des Covid-Zertifikats gegeben.

Thurgau schliesst Testzentren

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 27'981 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Mitte Oktober hat sich der 7-Tages-Schnitt bei rund 23'000 Tests pro Tag stabilisiert. Ende September hatte dieser noch bei rund 36'000 Tests pro Tag gelegen.

Im Kanton Thurgau schiessen seit der Einführung der Zertifikatspflicht Testzentren aus dem Boden. Bei Kontrollen habe der Kanton zum Teil Haarsträubendes entdeckt, sagte Gesundheitsdirektor Urs Martin im Grossen Rat. Mehrere Testzentren wurden deshalb geschlossen.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Das BAG meldet 1846 Neuinfektionen bei 27‘981 Tests. Vier Personen starben an Covid-19, 45 mussten hospitalisiert werden.
  • Wegen der Corona-Pandemie schreibt der Bund auch in diesem Jahr rote Zahlen. Er geht von einem Finanzierungsdefizit von 14,8 Milliarden Franken aus.
  • Entwicklungsorganisationen fordern vor dem G20-Gipfel in Rom die reichen Industrienationen zu mehr Impfgerechtigkeit und Patentfreigabe in der Pandemie auf. 
  • Das Leben in Australien wird für Ungeimpfte immer komplizierter: Sie dürfen bald nur noch Geschäfte betreten, die unverzichtbar fürs tägliche Leben sind.
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  • 20.31 Uhr
    Nerz-Massentötung hat Nachspiel für Regierungschefin in Dänemark

    Die Massentötung von Millionen Nerzen aus Corona-Sorgen holt die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ein Jahr später wieder ein. Wie eine zur Untersuchung des Vorgehens eingesetzte Kommission  verschiedenen dänischen Medien mitteilte, hat man vergebens versucht, bestimmte SMS-Nachrichten aus der Zeit zu erhalten, in der die Entscheidung zum Keulen der Pelztiere getroffen wurde. Der Grund: Frederiksen und drei ihrer engsten Mitarbeiter hatten ihre Telefone demnach so eingestellt, dass SMS automatisch nach 30 Tagen gelöscht wurden.

    Die Nerz-Kommission wurde eingesetzt, um zu untersuchen, was im November 2020 in dem auch international aufsehenerregenden Fall genau passierte. Damals hatte Frederiksen verkündet, dass sämtliche Zuchtnerze im Land getötet werden sollen — diese Tiere wurden bis dahin in Dänemark für die Herstellung von Pelzen gezüchtet. Es handelte sich um etwa 15 Millionen Tiere. Als Grund für den rigorosen Schritt war angeführt worden, dass das Coronavirus in den Nerzen mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

    Denmark's Prime Minister Mette Frederiksen speaks to the media on the doorstep of Marienborg in Kongens Lyngby, Denmark, Sunday, Nov. 6 2020, following the results of the US election. World leaders congratulated U.S. President-elect Biden on his victory, cheering it as an opportunity to fortify global democracy and celebrating the significance of Americans having their first female vice president. (Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix via AP)
    Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.
    Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix via AP/KEYSTONE (Archivbild)

    Wie sich später herausstellte, fehlte für die Massnahme aber die rechtliche Grundlage. Diese wurde erst im Nachhinein geschaffen. Der damals zuständige Lebensmittelminister Mogens Jensen trat im Zuge der Kontroverse zurück.

    Bei ihren Untersuchungen hatte die Kommission auch um den Nachrichtenverlauf zentraler Personen aus dem Zeitraum September bis Dezember 2020 gebeten. Gegenüber führenden dänischen Medien wie den Sendern DR und TV2 unterstrich die Staatskanzlei nun, dass die SMS nicht zielgerichtet gelöscht worden seien und auch gegen keine Regeln verstossen worden sei. Die Nerz-Kommission will demnach dennoch sehen, dass die Nachrichten wiederhergestellt werden. Frederiksen soll planmässig am 9. Dezember von der Kommission befragt werden.

  • 19.47 Uhr
    EMA will möglichst bis Weihnachten über Biontech-Impfung für Kinder entscheiden

    Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) könnte bis Weihnachten darüber entscheiden, ob der Corona Impfstoff von Biontech/Pfizer bereits für Kinder ab fünf Jahren zugelassen wird. «Der derzeitige Zeitplan für die Bewertung beträgt ungefähr zwei Monate», teilte die EMA dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit. Die Behörde sei bestrebt, «alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Bewertung innerhalb kürzester Zeit abzuschliessen», zitierte das RND eine EMA-Sprecherin.

    Gleichzeitig sei aber eine sorgfältige und solide Bewertung aller verfügbaren Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten in dieser sehr jungen Altersgruppe zu gewährleisten, sagte die Sprecherin demnach weiter. Auch weitere Daten aus laufenden pädiatrischen Studien von Biontech und Pfizer würden in die Bewertung einfliessen. Diese würden noch im November erwartet. «Die Auswertung hängt vom Eingehen der Daten ab und was diese zeigen.»

    Möglicherweise seien zusätzliche Informationen oder Analysen erforderlich, die eine Empfehlung verzögern könnten, sagte die Sprecherin. Der aktuelle Zeitplan sei ohnehin ein verkürzter im Vergleich zu ähnlichen Prüfungen ausserhalb einer Pandemie.

    Der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer ist in der EU bisher für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen. Nun wird geprüft, ob er auch für die Altersgruppe von fünf bis elf Jahren verwendet werden darf. Die EMA hatte dem Bericht zufolge am 18. Oktober mit der entsprechenden Prüfung begonnen.

  • 18.40 Uhr
    Britischen Wirtschaft erholt sich schneller als prognostiziert von Corona-Schock

    Die britische Wirtschaft wird sich laut Regierung schneller vom Corona-Schock erholen als bislang vorhergesagt. Wie der britische Finanzminister Rishi Sunak bei der Vorstellung des neuen Regierungshaushalts sagte, werde das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr voraussichtlich um 6,5 Prozent statt der im März prognostizierten 4,0 Prozent wachsen. Damit würde das Vereinigte Königreich «früher» als erwartet, nämlich bereits Anfang 2022, auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehren.

    Für kommendes Jahr wurde die Prognose hingegen von 7,3 Prozent auf 6,0 Prozent gesenkt. Der Aufschwung wird unter anderem durch einen Arbeitskräftemangel, Probleme in Lieferketten sowie steigende Energiepreise gebremst. Um Haushalte und Unternehmen zu entlasten, kündigte Sunak an, dass eine geplante Erhöhung der Kraftstoffsteuer wieder gestrichen wurde. Die Regierung hatte sich zuletzt unbeliebt gemacht, als sie entgegen ihrer Wahlversprechen Steuererhöhungen angekündigt hatte.

    Während der Pandemie hatte die britische Regierung so viele Schulden gemacht wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Deshalb kündigte der konservative Minister am Mittwoch neue Budgetregeln an, die den Abbau der Staatsschulden verbindlich vorschreiben und Kreditaufnahmen nur für Investitionen in «unser zukünftiges Wachstum und unseren Wohlstand» zulassen.

  • 17.49 Uhr
    Schweden weitet Auffrischimpfungen auf alle über 65 aus

    Schweden will weiteren Bevölkerungsgruppen eine dritte Dosis zur Auffrischung des Corona-Impfschutzes anbieten. Allen geimpften Schwedinnen und Schweden über 65 Jahre sowie Pflegekräften – insgesamt rund 1,5 Millionen Menschen – werde eine solche Auffrischdosis empfohlen, sagte Gesundheitsministerin Lena Hallengren. Diese dritte Impfdosis könne man frühestens sechs Monate nach der zweiten erhalten.

    Der Leiter der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten, Johan Carlson, ergänzte, dass weitere Bevölkerungsgruppen in der kommenden Zeit ebenfalls an der Reihe sein werden – zunächst die älteren, dann nach und nach die jüngeren Altersgruppen. Bisher war eine solche Booster-Impfung in Schweden nur einigen Risikogruppen wie Menschen über 80 und Pflegebedürftigen angeboten worden.

    Hier erfährst du, mit welchen Nebenwirkungen bei einer Auffrisch-Impfung zu rechnen ist.

  • 17.25 Uhr
    Heizstrahler sind auf Walliser Terrassen weiterhin erlaubt

    Im Kanton Wallis dürfen Restaurantbetreiber und Veranstalter wegen der Corona-Pandemie weiterhin Elektroheizungen im Freien aufstellen. Dies hat die Kantonsregierung im Hinblick auf die nächste Wintersaison beschlossen.

    Wie bereits im letzten Winter hat die Walliser Regierung entschieden, nebst der Verwendung von mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizungen auch die Verwendung von Elektroheizungen im Freien zu bewilligen, insbesondere auf den Terrassen öffentlicher Einrichtungen, Zelten und Buvetten.

    Die Massnahme habe zum Ziel, Cafés, Bars und Restaurants im Rahmen der Pandemie auch während des nächsten Winters zu unterstützen, teilte die Walliser Staatskanzlei am Mittwoch mit. Gültig ist die Ausnahmeregelung bis Ende April 2022.

    Durch fossile Brennstoffe betriebene Heizungen, insbesondere Gasheizungen, bleiben verboten. Sofern Terrassen und Aussenbereiche so gestaltet sind, dass ein Luftaustausch wie im Freien gewährleistet ist, ist ein Covid-Zertifikat nicht zwingend erforderlich, ruft der Walliser Staatsrat eine entsprechende Verordnung des Bundes in Erinnerung.

  • 17.21 Uhr
    IWF fordert von G20-Staaten mehr Anstrengung für globale Impfkampagne

    Vor dem Gipfeltreffen der G20-Staaten am Wochenende hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die führenden Wirtschaftsnationen zu mehr Einsatz für die globale Impfkampagne aufgefordert. Die G20-Staaten sollten zusätzlich 20 Milliarden US-Dollar (18,4 Milliarden Franken) für den Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Impfungen bereitstellen, forderte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Mittwoch. Auch müssten sie die von ihnen versprochenen 1,2 Milliarden Impfdosen für die globale Impfinitiative Covax «sofort» liefern, forderte sie. Bislang seien davon erst 170 Millionen Dosen geliefert worden.

    Länder mit hoher Impfquote sollten anstehende Lieferungen neuer Dosen zudem mit ärmeren Ländern tauschen, die diese dringender bräuchten, forderte Georgiewa. «Wir müssen diese und andere Massnahmen treffen, um Leben zu retten und die wirtschaftliche Erholung zu stärken», erklärte sie. Falls die Pandemie nicht eingedämmt werde, könnte die globale Wirtschaftsleistung auf die nächsten fünf Jahre betrachtet um 5,3 Billionen US-Dollar geringer ausfallen, warnte der IWF.

  • 16.02 Uhr 
    Virus breitet sich in den baltischen Staaten rasant aus

    In den Baltenstaaten ist das Coronavirus auf dem Vormarsch: Trotz neuer Einschränkungen erreichte in Lettland und Estland die Zahl an Neuinfektionen mit 3206 und 2025 Fällen binnen 24 Stunden am Mittwoch den jeweils höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Auch in Litauen gehen die Infektionszahlen weiter nach oben. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörden wurden in Lettland in den vergangenen 14 Tagen rund 1737 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner registriert, in Estland waren es 1408 und in Litauen 1365. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC weist für die drei Ostseestaaten aktuell die höchsten Infektionsraten in Europa aus.

    Zur Eindämmung der Pandemie haben die Regierungen in Riga und Tallinn zuletzt strikte Corona-Schutzmassnahmen verhängt. In Lettland gilt bis zum 15. November ein Lockdown mit umfassenden Beschränkungen und einer nächtlichen Ausgangssperren, in Estland seit dem 25. Oktober in vielen Bereichen die 2G-Regel und eine verschärfte Maskenpflicht. Damit soll auch die Überlastung des Gesundheitsweisen reduziert werden: Die Spitäler stossen bereits an ihren Grenzen und werden mit der Versorgung der steil anwachsenden Zahl von Covid-19-Patienten kaum noch fertig. Lettland bemüht sich deshalb bereits um internationale Hilfe.

    Als ein Grund für die steigenden Fallzahlen gelten die geringen Impfraten: Nur gut die Hälfte der Bevölkerung ist in Lettland und Estland jeweils vollständig gegen Corona geimpft, in Litauen sind es rund 60 Prozent. Die Regierungen der drei EU-Länder bemühen sich seit Monaten mit nur mässigem Erfolg, die geringe Impfbereitschaft zu erhöhen. Besonders die Gesundheitsminister stehen dafür in der Kritik - gegen sie wurden bereits wiederholt Rücktrittsforderungen laut.

  • 15.02 Uhr 
    Fallzahl im Kanton Bern steigt weiter an

    Im Kanton Bern ist die Zahl der durchschnittlich pro Tag registrierten Covid-19-Fälle weiter angestiegen. Die Zahl der Spitalpatienten hingegen ist weiter rückläufig. Aktuell liegen noch 32 Personen im Spital, sechs davon auf Intensivstationen, wie aus den jüngsten, am Mittwoch publizierten Zahlen der bernischen Gesundheitsdirektion hervorgeht. In der Vorwoche befanden sich noch 41 Patientinnen und Patienten in Spitalpflege.

    In den vergangenen sieben Tagen wurden 1179 neue Coronafälle registriert, in der Vorwoche waren es noch 831. Ausserdem verstarben sieben Personen an Covid-19. Aktuell befinden sich im Kanton Bern 810 Personen in Isolation und 577 in Quarantäne.

    Covid-Patient auf der Intensivstation des Berner Inselspitals. (Archivbild)
    Covid-Patient auf der Intensivstation des Berner Inselspitals: Die Fallzahlen im Kanton Bern steigen weiter an – die Zahl der Spitalpatienten sinkt dagegen. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 14.45 Uhr
    Fake-Impfzertifikat für «Adolf Hitler» als echt akzeptiert

    Im Internet ist ein gefälschtes digitales Impfzertifikat aufgetaucht, das auf den Namen «Adolf Hitler» ausgestellt wurde und als gültiger europäischer Impfpass akzeptiert wird. Unklar blieb am Mittwoch, ob für das Fake-Zertifikat geheim gehaltene Digitalschlüssel einer Ausgabestelle entwendet wurden. Das italienische Portal zerozone.it verwies in einem ersten Bericht über die Fälschung auf einen Tweet des Twitter-Anwenders «reversebrain», mit dem ein entsprechender QR-Code veröffentlicht wurde.

    In Italien stehen die Impfnachweise im Zentrum einer hitzig geführten politischen Debatte. Der «Grüne Pass» – ein Corona-Pass mit ausdruckbaren oder digitalen Nachweisen einer Corona-Impfung – ist nach einem Beschluss der Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi seit Mitte Oktober notwendig, um zur Arbeit gehen zu dürfen. Der nun aufgetauchte Fake-Impfpass wurde aber nicht nur von dem System des italienischen «Grünen Passes» als gültig angezeigt, sondern auch von der offiziellen deutschen App «CovPass Check».

    Die Metadaten des gefälschten Impfpasses für «Adolf Hitler» mit einem Geburtsdatum 1.1.1900 führen aber nicht nach Italien, sondern nach Frankreich, da das Zertifikat angeblich von der französischen Sozialversicherung CNAM (Caisse Nationale d'Assurance Maladie) ausgestellt wurde. Neben einem Leck bei der Zertifikatsstelle wäre nach Experteneinschätzung auch denkbar, dass eine berechtigte Person den Fake-Ausweis ausgestellt hat.

  • 14.17 Uhr 
    Österreich verzeichnet Jahresrekord bei Neuinfektionen

    Österreich verzeichnet einen Jahresrekord bei den Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden 4261 Fälle gezählt, wie Gesundheits- und Innenministerium am Mittwoch berichteten. Auf diesem Niveau lagen die Ansteckungen zuletzt Ende 2020. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100'000 Einwohner kletterte auf 280. 250 Covid-Patienten liegen den Angaben zufolge auf Intensivstationen. Ab 500 und 600 Intensiv-Patienten sind deutliche Einschränkungen für Ungeimpfte vorgesehen. Die meisten Neuinfektionen verzeichnete erneut Oberösterreich – das Bundesland mit der geringsten Impfquote.

  • 13.32 Uhr 
    Das BAG meldet 1846 neue Fälle und 4 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 1846 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 27‘981 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 45 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche waren beim BAG noch 1442 Meldungen von neuen Coronavirus-Fällen eingegangen. Damit haben die laborbestätigten Ansteckungen im Wochenvergleich um fast 30 Prozent zugenommen. Bei den Spitaleinweisungen waren vor einer Woche 34 gemeldet worden. Auch diese Zahl stieg damit innert Wochenfrist um rund einen Drittel. Todesfälle hatte es vor einer Woche 5 gegeben.

    In den vergangenen zwei Wochen wurden auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 183,27 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 15. Oktober bei 1,24.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 69,8 Prozent. 11,5 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Das Infektionsgeschehen in Deutschland nimmt wieder etwas Fahrt auf.
    In der Schweiz wurden innert 24 Stunden 1846 Neuinfektionen registriert. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 13.15 Uhr 
    Bund rechnet 2021 mit Defizit von 15 Milliarden Franken

    Wegen der Corona-Pandemie wird der Bund auch im laufenden Jahr rote Zahlen schreiben. Auf Basis der Zahlen vom September rechne man mit einem Finanzierungsdefizit von 14,8 Milliarden Franken, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Die Hochrechnung der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) fiel damit etwas optimistischer aus als noch im Juni.

    Die Landesregierung wurde an ihrer Sitzung am Mittwoch über die Prognose informiert. Drei Monate zuvor war die EZV noch von einem rekordhohen Minus von 17,4 Milliarden ausgegangen. 2020 hatte ein Rekorddefizit von 15,8 Milliarden Franken resultiert.

    Das erwartete Defizit für das laufende Jahr sei auf die Ausgaben zur Bewältigung der Pandemie zurückzuführen, hiess es in der Mitteilung. Diese werden auf 16,6 Milliarden geschätzt. Insgesamt hat das Parlament 21 Milliarden Franken bewilligt – schon im Sommer hatte der Bundesrat aber mitgeteilt, die Mittel würden wohl nicht ausgeschöpft.

    Bundesrat Ueli Maurer hat aufgrund der Corona-Pandemie ein Loch von fast 15 Milliarden Franken in der Kasse. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12 Uhr 
    Bundesrat will weiterhin verschiedene Impfstoffe anbieten

    In der Schweiz sollen weiterhin möglichst viele unterschiedliche Impfstoffe gegen das Coronavirus angeboten werden können. Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, eine Ausnahmeregelung zum Heilmittelgesetz einzuführen, die dies ermöglicht.

    Laut Heilmittelgesetz ist die befristete Zulassung eines Arzneimittels in der Schweiz nur erlaubt, wenn kein gleichwertiges anderes Mittel zur Verfügung steht.

    In der Pandemie sei es wichtig, Impfstoffe möglichst vieler verschiedener Anbieter mit unterschiedlichen Technologien bereitstellen zu können, teilte der Bundesrat mit. Er hat deshalb die entsprechende Covid-19-Verordnung mit einer Ausnahmeregelung vom Heilmittelgesetz ergänzt.

  • 11.35 Uhr 
    Thurgau schliesst mehrere Testzentren

    Seit der Einführung der Covid-Zertifikatspflicht schiessen im Kanton Thurgau Testzentren aus dem Boden. Bei Kontrollen hat der Kanton zum Teil «Haarsträubendes entdeckt», wie Gesundheitsdirektor Urs Martin am Mittwoch im Grossen Rat sagte. Mehrere Testzentren wurden geschlossen.

    Die Behörden hätten alle bekannten Testzentren visitiert, zum Beispiel auch solche in der Shisha-Szene, erklärte Martin. Dabei sei zum Teil Haarsträubendes festgestellt gekommen, etwa offen herumliegende Patienteninformationen. Die Behörden hätten mehrere Testzentren geschlossen. Die Regierung habe am Dienstag einen Beschluss zum Umgang mit den Covid-Testzentren gefasst.

    Mit den neu zugelassenen Booster-Impfungen will der Thurgau am 15. November beginnen. Zwei mobile Equipen sollen vor allem in Pflegeheimen betagte Menschen impfen, sagte der Gesundheitsdirektor. Alle über 65-Jährigen können sich voraussichtlich ab dem 4. November beim kantonalen Impfzentrum für die Booster-Impfung anmelden.

    Die Thurgauer Behörden haben Corona-Testzentren visitiert und dabei zum Teil Mängel festgestellt. Mehrere Zentren mussten schliessen. (Symbolbild)
    Die Thurgauer Behörden haben Corona-Testzentren visitiert und dabei zum Teil Mängel festgestellt. Mehrere Zentren mussten schliessen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.05 Uhr
    Nebenwirkungen des Boosters ähnlich wie bei zweiter Impfung

    In der Schweiz kommt im November für bestimmte Personengruppen die sogenannte Booster-Impfung. Und viele der infrage kommenden Personen werden sich überlegen, wie es bei nach einer dritten Impftsoff-Dosis mit den Nebenwirkungen aussieht. Wenigstens beim Vakzin von Moderna muss man sich diesbezüglich offenbar keine besonderen Sorgen machen. Wie Moderna-Vizepräsident Cesar Sanz Rodriguez dem «Blick» sagte, habe man in klinischen Studien festgestellt, «dass die Nebenwirkungen der Auffrischungsdosis denen der zweiten Impfstoffdosis ähnlich sind.»

  • 8.46 Uhr 
    Fallzahlen in Deutschland steigen weiter stark

    Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Deutschland erneut stark angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 118,0 an. Vor einer Woche hatte der Wert bei 80,4 gelegen.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 23'212 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:28 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 17'015.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 114 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4'506'415 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • 7.55 Uhr 
    Kritik an Altersgrenze für Booster-Impfung

    Die Fach- und Dienstleistungsorganisation für Altersfragen Pro Senectute kritisiert, dass die Auffrischungsimpfung in der Schweiz  in der Breite an eine Altersgrenze gekoppelt wird. Pro Senectute-Sprecher Peter Burri, sagte dem SRF, eine starre Altersgrenze von 65 Jahren und darüber sei bei der Booster-Impfung nicht zielführend. 

    Burri bemängelt demnach, dass auch jüngere Personen, die spezielle Vorerkrankungen hätten oder bei denen der Impfschutz nachlasse, die Voraussetzung für eine Auffrischungsimpfung erfüllen. «Solche Fälle sind sehr individuell und sollten mit dem Hausarzt abgeklärt werden können», sagte Burri dem Sender.

    Die Booster-Impfung wurde vom  Schweizersichen Heilmittelinstitut Swissmedic zwar für alle Risikopatient*innen zugelassen, doch das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt die Auffrischung erst ab einem Alter ab 65 Jahren und Personen mit einer Immuninsuffizienz. Begründet wird das auch damit, dass der Impfschutz bei jüngeren Personen nicht nachgelassen habe. 

    Teo Seiler wird als erster Zuercher mit dem Covid-19 Impfstoff
    In der Schweiz kommt die sogenannte Booster-Impfung: Empfohlen wird sie bislang jedoch nur für bestimmte Altersgruppen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 6.27 Uhr
    Booster-Impfung verlängert Zertifikat um 365 Tage

    Die Gültigkeit des Covid-Zertifikats wird durch eine Booster-Impfung nun doch verlängert. Dies bestätigte Christoph Berger von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen in einem Gespräch mit der SRF-Sendung «10 vor 10» am Dienstagabend. Nach einer Booster-Impfung gelte das Zertifikat für weitere 365 Tage, sagte Berger.

  • 6.23 Uhr
    Bessere Vakzinverteilung und Patentfreigabe durch G20 gefordert

    Entwicklungsorganisationen haben die reichen Industrienationen zu mehr Impfgerechtigkeit in der Pandemie aufgefordert. Vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen (G20) am Wochenende in Rom wurde besonders eine Freigabe der Impfstoffpatente gefordert und eine gerechtere Verteilung von Präparaten gegen das Coronavirus in der Welt. «Um endlich die Pandemie zu beenden, brauchen wir jetzt Impfstoffgerechtigkeit und einen transparenten Fahrplan, wann und wie Impfdosen geteilt werden», sagte Friederike Röder von der Bewegung Global Citizen heute.

    Erst 1,8 Prozent der Bevölkerung in armen Nationen seien geimpft – gegenüber 63 Prozent in reichen Ländern, stellte Oxfam fest. «Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind», habe es am Anfang der Pandemie geheissen. Das Versprechen, für eine faire Verteilung der Impfstoffe zu sorgen, sei aber nicht eingehalten worden. Die Mehrheit der G20-Staaten, angeführt von Südafrika und Indien, sei für eine Aussetzung der Patente, während vor allem Deutschland, die Europäische Union und Grossbritannien die Vorschläge blockierten.

    Um das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene Ziel zu erreichen, bis Mitte 2022 mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung mit Covid-19-Impfstoff zu versorgen, «muss weit mehr getan werden als bisher», sagte Fiona Uellendahl von World Vision. Das 40-Prozent-Ziel bis Jahresende erscheine schon jetzt «kaum noch realistisch». Impfstoffe seien «trotz grossmundiger Solidaritätsbekundungen noch immer ungerecht verteilt». Der weitaus grösste Teil sei wohlhabenden Ländern vorbehalten, beklagte Uellendahl, die von «Impfstoffnationalismus» sprach.

    Auch die Organisation One warnte, dass das 70-Prozent-Ziel bei dem jetzigen Tempo «krachend verfehlt» werde. Ohne eine Kurskorrektur blieben zwei Milliarden Menschen bis September 2022 ohne Impfung.

  • 5.19 Uhr
    Einkaufen wird in Australien für Ungeimpfte kompliziert

    Das Leben in Australien wird für Ungeimpfte immer komplizierter. In der Metropole Melbourne und dem Rest des Bundesstaats Victoria gilt künftig: Sobald dort 90 Prozent der Bürger vollständig geimpft sind, dürfen Ungeimpfte nur noch Geschäfte betreten, die unverzichtbar fürs tägliche Leben sind – also etwa Supermärkte und Drogerien.

    Der Covid-19-Beauftragte der Region, Jeroen Weimar, erklärte heute, es werde aber noch einige Wochen dauern, bis diese Regel in Kraft trete. Den Plänen der Regierung zufolge soll am 24. November die 90-Prozent-Marke erreicht sein. «Damit hat jeder der wenigen Hunderttausend Menschen, die sich impfen lassen können, es aber noch nicht getan haben, die Möglichkeit, heute den Prozess zu starten und am 24. November vollständig geimpft zu sein», sagte Weimar. «Wir senden ein sehr klares Signal aus, das besagt, dass Sie sich impfen lassen müssen, wenn Sie demnächst noch in solchen Einzelhandelsgeschäften verkehren wollen.» Dabei sei es den Inhabern der Geschäfte vorbehalten, für die Einhaltung der Regel zu sorgen.

    Australien plant generell sehr strenge Auflagen für Menschen ohne Corona-Impfpass. So sollen in Zukunft nur zweifach Geimpfte das Land ohne Genehmigung verlassen und ohne strikte zweiwöchige Quarantäne einreisen können. Noch immer gibt es Diskussionen darüber, ob etwa ungeimpfte Tennisprofis, die im kommenden Jahr an den Australian Open in Melbourne teilnehmen wollen, überhaupt ins Land dürfen.

  • 4.34 Uhr
    Treppenlauf im Empire State Building zurück

    Nach einer Zwangspause in der Pandemie sind erstmals wieder rund 200 Teilnehmer des legendären Treppenlaufs im New Yorker Empire State Building die 1576 Stufen des Wolkenkratzers hochgerannt. Am schnellsten schaffte das Wai Ching Soh aus Malaysia, er war nach 10 Minuten und 46 Sekunden am Ziel. 2019 war Soh noch zweiter geworden, damals brauchte er fast 30 Sekunden länger. Bei den Frauen kam Cindy Harris nach 14 Minuten und einer Sekunde am schnellsten oben an. Die US-Amerikanerin war 2019 dritte geworden.

    2020 hatte der Treppenlauf im Empire State Building wegen der Corona-Krise abgesagt werden müssen. Diesmal durften wegen der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie nur deutlich weniger Teilnehmer als sonst dabei sein. Zudem musste bei der 43. Auflage des Treppenlaufs eine Corona-Impfung nachgewiesen werden und es galten Hygiene- und Abstandsregeln.

    Anders als bei solchen Hochhaus-Läufen in China oder dem Nahen Osten winkt in New York kein Preisgeld. Den Rekord von 9 Minuten und 33 Sekunden über die 86 Stockwerke hatte 2003 der Australier Paul Crake aufgestellt. Den Siegrekord der Männer hält der Deutsche Thomas Dold, der zwischen 2006 und 2012 siebenmal als Schnellster oben war.

  • 1.40 Uhr
    AMD mit Wachstumssprung in Zeiten der Chip-Knappheit

    Der Chipkonzern AMD navigiert mit kräftigen Zuwächsen durch die globalen Halbleiter-Engpässe. Im vergangenen Quartal steigerte der kleinere Intel-Konkurrent den Umsatz im Jahresvergleich um 54 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Beim Gewinn gab es sogar einen Sprung von 390 auf 923 Millionen Dollar, wie AMD nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte.

    Für das gesamte Jahr rechnet AMD nun mit einem Umsatzplus von 65 Prozent. Im Januar hatte die Firma nur ein Wachstum um 37 Prozent in Aussicht gestellt.

    Für AMD lief es im dritten Quartal unter anderem gut im Geschäft mit Chips für Spielekonsolen. Der Umsatz in dem Bereich stieg um rund 69 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Die Sparte warf einen operativen Gewinn von 542 Millionen Dollar ab – nach 141 Millionen ein Jahr zuvor.

    Das Geschäft von AMD mit Prozessoren sowie Grafikchips für Computer und Server in Rechenzentren wuchs um rund 44 Prozent auf etwa 2,4 Milliarden Dollar. Es brachte ein operatives Ergebnis von 513 Millionen Dollar ein, das war gut ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal.

    In der Pandemie war mit dem Arbeiten und Lernen von Zuhause aus die Nachfrage nach Notebooks und Desktop-Computern sowie Servern für Rechenzentren stark gestiegen. Das war ein Segen für die Computer-Branche – hatte aber auch zur Folge, dass einige Chips sehr knapp wurden. Darunter leidet seit Monaten besonders schwer die Autobranche, in der mehrere Hersteller die Produktion aussetzen mussten.

  • 0.30 Uhr
    US-Gremium spricht sich für Impfung für Kinder aus

    Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Pfizer-Biontech-Impfstoffes für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausgesprochen. Das entschieden die Teilnehmer des Gremiums bei einer Sitzung am Dienstag. Im Anschluss an eine endgültige Entscheidung der FDA muss sich formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen. Eine Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA könnte nach Angaben des Weissen Hauses dann bereits im November starten. Mehr dazu und was die Schweiz für Kinder plant hier.

  • 0.16 Uhr
    Online- und Cloud-Boom kurbeln Google und Microsoft an

    Der durch die Corona-Krise beschleunigte Online-Boom beschert Google wie auch Microsoft glänzende Geschäfte. Während der Google-Eigner Alphabet im dritten Quartal seine Position als Online-Werbeprimus mit einem Rekordgewinn zementierte, profitierte der weltgrösste Softwarekonzern Microsoft von der hohen Nachfrage nach Speicherplatz und Anwendungen in der Cloud durch den Trend zum hybriden Arbeiten mit Wechseln zwischen Homeoffice und Büro.

    Im dritten Quartal kletterte der Alphabet-Umsatz nach Angaben vom Dienstag währungsbereinigt um 39 Prozent auf 65,1 Milliarden Dollar. Rund vier Fünftel der Einnahmen kamen aus dem Werbegeschäft. Dabei profitierte der weltgrösste Suchmaschinenanbieter davon, dass die Menschen immer mehr Zeit online verbringen.

    Google ist weltweit das Unternehmen, das mit Abstand die meisten Anzeigen im Netz verkauft. Zu einem festen Umsatzgaranten hat sich das Videoportal Youtube gemausert, das auf ein Erlösplus von 44 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar kam. Der Alphabet-Gewinn erhöhte sich sogar um 69 Prozent auf 18,9 Milliarden Dollar. Damit trumpfte Alphabet mit dem dritten Rekordgewinn in Folge auf.

    Leicht hinter den Erwartungen blieb das Cloud-Geschäft Google Cloud zurück, dessen Umsatz um 45 Prozent auf fast fünf Milliarden Dollar kletterte. Hier kam Microsoft – mit Azure die Nummer zwei vor Google und hinter Amazons AWS – auf einen Zuwachs von 48 Prozent. Microsoft-Finanzchefin Amy Hood sprach von einem «starken Start» im Cloud-Geschäft für das im Juli begonnene Microsoft-Geschäftsjahr.

    Microsofts Konzernerlöse kletterten von Juli bis September – auch dank starker Einnahmen durch die Xbox-Spielekonsole – um 22 Prozent auf 45,3 Milliarden Dollar. Das lag deutlich über den Erwartungen von Analysten – genau wie Umsätze mit Windows- und Teams-Software-Anwendungen und durch das Karriere-Netzwerk LinkedIn. Der Gesamtgewinn legte in dem ersten Geschäftsquartal währungsbereinigt um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar zu.