Tag der offenen Türe auf der Gubrist-Baustelle

25.5.2018 - 15:12, SDA

Vor sechs Monaten begannen die Bauarbeiten an der dritten Röhre des Gubristtunnel. Wie weit die 120 Tunnelbauer inzwischen gekommen sind, können Schaulustige am 26. Mai begutachten.
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1,55 Milliarden Franken kostet das Nordumfahrungsprojekt. «Die Arbeiten kommen zeitlich und finanziell nach Plan voran», versichert der Projektleiter Roland Hug.
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Die dritte Röhre soll die Staus zwischen Regensdorf und Weiningen reduzieren. 
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120'000 Fahrzeuge drängen sich tagtäglich durch das Nadelöhr.
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An 350 Tagen im Jahr kommt es am Gubristtunnel zu Staus.
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Sechs Monate nach dem Baustart sind 120 Tunnelbauer 340 Meter in das Nadelöhr am Gubrist vorgestossen: Die Bevölkerung kann sich am Tag der offenen Tunnelbaustelle am 26. Mai ein Bild machen über die Fortschritte beim 1,55 Milliarden Franken schwerem Nordumfahrungsprojekt.

Mit 15 Metern Durchmesser entsteht für die dritte Röhre am Gubrist derzeit das grösste Loch der Schweiz. Noch sind drei Kilometer auszubaggern, bis der Kernabschnitt zur Entlastung des am meisten belasteten Schweizer Autobahnabschnitts durchgängig ist.

"Die Arbeiten kommen zeitlich und finanziell nach Plan voran", sagte Roland Hug, Projektleiter dritte Röhre Gubristtunnel beim Bundesamt für Strassen (ASTRA), am Mittwoch vor den Medien.

Nächste Woche steht der erste Durchschlag zur zweiten Gubriströhre an. Am Samstag darauf, am 26. Mai, findet der Tag der offenen Tunnelbaustelle statt. Die Besucher können zu Fuss bis zur Tunnelbrust laufen, wo sich derzeit werktags im Dreischichtbetrieb eine Teilschnittmaschine durch Mergel und Sandstein frisst. Die Sprengungen - insgesamt 6000 - stehen erst noch an.

350 Stautage im Jahr

Der dritte Gubristtunnel, wo dereinst die Autobahn A1 von St. Gallen in Richtung Bern/Basel auf drei Fahrstreifen durchführen soll, wird im Sommer 2022 eröffnet, wie ASTRA-Projektleiter Hug ausführte. Die neue 10 Kilometer lange Nordumfahrung wird aber erst 2025 fertig gestellt, weil zuvor die erste und die zweite Röhre des Gubristtunnels saniert werden.

Der Besucherrundgang nächste Woche führt unter anderem am extra gebauten Verladebahnhof auf der östlichen Seite des Gubrists bei Zürich-Affoltern vorbei. Von dort werden rund 600'000 Kubikmeter Ausbruchsmaterial umweltverträglich abtransportiert. Damit lassen sich gemäss ASTRA rund 130'000 Lastwagenfahrten vermeiden.

Der 600 Meter hohe Hügel zwischen Regensdorf und Weiningen hat wegen der Staus in den letzten Jahren eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Die rund zehn Kilometer lange Nordumfahrung von Zürich gehört mit täglich bis zu 120'000 Fahrzeugen und 350 Stautagen im Jahr zu den am häufigsten befahrenen Autobahnabschnitten. Ein Viertel aller Staustunden auf Schweizer Autobahnen fallen beim Gubristtunnel zwischen dem Limmattalerkreuz und der Verzweigung Zürich Nord an.

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