Experten in Deutschland erwarten Start der vierten Welle 

Agenturen/tpfi

17.7.2021

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17.7.2021


Frankreich verschärft die Corona-Testauflagen für nicht geimpfte Reisende aus mehreren europäischen Ländern. Künftig müssen Menschen aus Grossbritannien, Spanien, Portugal, Zypern, Griechenland und den Niederlanden bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der weniger als 24 Stunden alt ist, wie die Regierung in Paris am Samstag mitteilte. Die Bestimmung tritt in der Nacht zum Sonntag in Kraft.

Bisher hatte für Grossbritannien eine Frist von 48 Stunden für einen Test gegolten, für die anderen fünf Staaten von 72 Stunden.

Zugleich wird künftig für vollständig Geimpfte die Testpflicht bei der Einreise entfallen. Die Regierung begründete diesen Schritt mit der Wirksamkeit der Impfungen, «insbesondere gegen die Delta-Variante», die in mehreren europäischen Ländern auf dem Vormarsch ist.

Experten in Deutschland erwarten Start der vierten Welle

Die Zahl der Neuinfektionen steigt. Experten befürchten spätestens im Oktober einen exponentiellen Anstieg. Die vierte Welle dürfte sich trotz der Impfungen auch in Krankenhäusern bemerkbar machen.

Steigende Infektionszahlen und teils stagnierende Impfzahlen befeuern in Deutschland die Sorge vor einer vierten Corona-Welle im Herbst.

Corona-Todesfälle in Afrika steigen um 43 Prozent

Die Lage in Afrika spitzt sich zu. Von den 1,2 Milliarden Afrikanern sind bisher lediglich 18 Millionen gegen Covid-19 geimpf, die Sterblichkeitsrate ist drastisch gestiegen.

Auf dem afrikanischen Kontinent sind die Todesfälle aufgrund von Corona-Erkrankungen innerhalb nur einer Woche um 43 Prozent gestiegen.

Erster Bewohner des Olympischen Dorfes mit Corona infiziert

In Tokio ist ein erster Bewohner des Olympischen Dorfs positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Olympia-Organisatoren erklärten am Samstag, die betroffene Person sei kein Athlet. Aus Gründen der Vertraulichkeit könnten keine Einzelheiten genannt werden. Die Olympischen Sommerspiele beginnen in knapp einer Woche am 23. Juli.

«In der aktuellen Situation müssen wir davon ausgehen, dass positive Fälle auftreten», sagte Toshiro Muto, der Vorsitzende des Organisationskomitees in Tokio. Bei der Person, deren Test am Freitag positiv ausgefallen sei, handele es sich um einen Mitarbeiter, der nicht in Japan lebe. Die Person wurde für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Frankreich verschärft die Corona-Testauflagen für nicht geimpfte Reisende aus mehreren europäischen Ländern.
  • Indonesien bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle trotz eines Lockdowns und strikter Regeln nicht in den Griff.
  • Südkorea hat den elften Tag in Folge mehr als 1000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.
  • Das Passagieraufkommen am Flughafen Zürich liegt trotz Ferienbeginn noch immer um gut die Hälfte tiefer als vor der Corona-Krise.
  • In Tokio ist ein erster Bewohner des Olympischen Dorfs positiv auf das Coronavirus getestet worden.
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  • 17.50 Uhr
    Wir beenden den Live-Ticker am Samstag
  • 17.29 Uhr
    Ermittlungen in Frankreich wegen falscher Impfzertifikate

    In Frankreich ist ein Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfzertifikate eingeleitet worden. Es liefen Untersuchungen gegen sechs Menschen, berichtete der französische Sender France Info unter Verweis auf Justizkreise am Samstag. Zwei Personen seien derzeit in Haft. Der Zeitung «Le Monde» zufolge sollen vier der Verdächtigen die falschen Zertifikate beschafft haben. Die anderen beiden stehen in dem Verdacht, einen gefälschten Impfnachweis gekauft zu haben.

    Zu Beginn der Woche hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angesichts des Aufflammens der Coronavirus-Pandemie in dem Land schärfere Hygieneregeln angekündigt. Unter anderem soll die Pflicht für einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis deutlich ausgeweitet werden. Berichten zufolge gingen am Samstag Tausende Menschen in verschiedenen französischen Städten gegen die neuen Regeln auf die Strasse.

  • 16.59 Uhr
    100 Personen demonstrieren in Frauenfeld gegen Corona-Massnahmen

    Rund hundert Gegner der Massnahmen des Bundes im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich am Samstagnachmittag in Frauenfeld TG zu einer nicht bewilligten Kundgebung versammelt. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Die Polizei schritt nicht ein.

    Nach Angaben der Kantonspolizei Thurgau versammelten sich die rund hundert Personen kurz nach 14 Uhr in der Altstadt von Frauenfeld. Der Demonstrationszug führte sie danach über die Zürcherstrasse und den Bahnhofplatz zurück in die Altstadt.

  • 16.37 Uhr
    Corona-Ausbruch und Ausgangsverbot nach Partys auf Insel Mykonos

    Auf der griechischen Jet-Set-Insel Mykonos gilt aufgrund missachteter Corona-Regeln in Bars für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot. Die griechische Regierung verhängte die Massnahme überraschend am Samstag. Beginnend mit der Nacht zu Sonntag darf für die nächsten sieben Tage zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr niemand mehr auf die Strassen. Ausnahme gibt es nur für Notfälle und für Arbeitende in der Nacht. Auch Musik darf nicht mehr in allen Lokalen gespielt werden.

    Wie der griechische Zivilschutz am Samstag mitteilte, fielen bei Corona-Schnelltest-Kontrollen in den vergangenen Tagen mehr als zehn Prozent der Tests positiv aus. Die Quarantäneunterkünfte seien bereits überfüllt, sagte die Chefin des Gesundheitsdienstes der Insel, Dina Sampsouni, im Staatsfernsehen. Griechische Medien berichteten, es habe einen «Hagel» stornierter Buchungen nach Bekanntgabe des lokalen Lockdowns gegeben.

  • 16.23 Uhr
    Spaniens Tourismussektor wegen hoher Corona-Zahlen pessimistisch

    Angesichts hoher Corona-Zahlen in Spanien hat sich die Tourismusbranche pessimistisch über die laufende Sommersaison geäussert. Es gebe einen «plötzlichen Rückgang» bei den Buchungen ausländischer Urlauber, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Samstag unter Berufung auf den Vizepräsidenten des spanischen Tourismusverbandes Exceltur, José Luis Zoreda. «Wenn sich die Corona-Zahlen weiter verschlechtern, schätzen wir, dass der Tourismus in diesem Sommerquartal einen Umsatz von 37,97 Milliarden Euro generieren wird, mehr als die 24,30 Milliarden im selben Zeitraum des Vorjahres, aber viel weniger als die 58,37 Milliarden des Jahres 2019», zitierte der Sender den Tourismusmanager.

    Die Branche hatte wegen der fortschreitenden Impfkampagne auf eine weit stärkere Erholung des Geschäfts in diesem Sommer gehofft. Der Tourismus trägt in normalen Zeiten mehr als zwölf Prozent zum spanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, auf den auch bei Deutschen beliebten Urlaubsinseln der Balearen und auf den Kanaren sind es sogar rund 35 Prozent. Die Branche sichert Hunderttausende Arbeitsplätze.

  • 16.15 Uhr
    Experten in Deutschland erwarten Start der vierten Welle

    Die Zahl der Neuinfektionen steigt. Experten befürchten spätestens im Oktober einen exponentiellen Anstieg. Die vierte Welle dürfte sich trotz der Impfungen auch in Krankenhäusern bemerkbar machen.

    Steigende Infektionszahlen und teils stagnierende Impfzahlen befeuern in Deutschland die Sorge vor einer vierten Corona-Welle im Herbst.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg den zehnten Tag in Folge und lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen bei 9,4 – nach 8,6 am Vortag und 4,9 beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli. Während etwa in Bremen und im Saarland nach Daten des RKI vom Samstag nun schon mehr als jeder Zweite vollständig immunisiert ist, entspricht das bei Schlusslicht Sachsen nur dem Anteil der Erstgeimpften. Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin (TU) erwarten indes auf Basis von Modellierungen eine vierte Welle im Herbst, die auch an Krankenhäusern nicht vorbeigehen wird.

    Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 22 neue Todesfälle verzeichnet.
    Bild: dpa
  • 15.45 Uhr
    Britischer Gesundheitsminister an Covid-19 erkrankt

    Auch eine Impfung schützt nicht vollkommen vor einer Ansteckung. Der britische Gesundheitsminister wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Für seine zwei Impfdosen ist er dennoch dankbar.

    Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Javid am Samstag in einer Videobotschaft auf Twitter mit. Er habe sich etwas angeschlagen gefühlt und dann einen Antigen-Test gemacht - der habe sich als positiv herausgestellt. Nun warte er auf das Ergebnis eines PCR-Tests. «Ich bin dankbar, dass ich zwei Impfdosen bekommen habe und bisher sind meine Symptome sehr mild», so Javid weiter. Er rief die Menschen auf, sich ebenfalls impfen zu lassen.

    In Grossbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Wochen wieder massiv an. Die 7-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit rund 345 angegeben (Stand: 11. Juli). Allein am Freitag wurden mehr als 50’000 Neuinfektionen registriert. Zurückgeführt wird das unter anderem auf die starke Ausbreitung der Delta-Variante.

    Sajid Javid, Gesundheitsminister von Grossbritannien, spricht zu den Abgeordneten im Unterhaus.
    Bild: dpa
  • 15.29 Uhr
    Corona-Todesfälle in Afrika steigen um 43 Prozent

    Die Lage in Afrika spitzt sich zu. Von den 1,2 Milliarden Afrikanern sind bisher lediglich 18 Millionen gegen Covid-19 geimpf, die Sterblichkeitsrate ist drastisch gestiegen.

    Auf dem afrikanischen Kontinent sind die Todesfälle aufgrund von Corona-Erkrankungen innerhalb nur einer Woche um 43 Prozent gestiegen.

    «Dieser Anstieg ist der schnellste, den der Kontinent je gesehen hat», sagte die Afrika-Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Matshidiso Moeti, am Donnerstag. Mangel an Sauerstoffgeräten und freien Betten auf Intensivstationen seien demnach die Hauptgründe für den rasanten Anstieg. Dies sei eine klare Warnung, dass Krankenhäuser auf dem Kontinent ihre Belastungsgrenze erreicht hätten, so Moeti.

    Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Johannesburg: Das Virus breitet sich weiter aus, viele Menschen sterben.
    Bild: dpa
  • 15.08 Uhr
    Deutschland setzt bei Corona-Impfungen auf mehr Tempo

    In Deutschland steigen die Corona-Zahlen trotz Impf-Fortschritts. Die meisten Ländern der Welt stehen beim Impfen dagegen erst am Anfang. Dabei verschlimmert sich die Coronalage vielerorts.

    Im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt Deutschland die Impfkampagnen in ärmeren Ländern mit weiteren 260 Millionen Euro.

    Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Donnerstag in Genf. Der Betrag ist Teil bereits angekündigter 2,2 Milliarden Euro aus Deutschland für das internationale Programm gegen die Pandemie «Access to Covid-19 Tools Accelerator» (ACT-A). Spahn sagte, in den kommenden Monaten werde es gelingen, hunderte Millionen Menschen in allen Teilen der Welt zu impfen.

  • 14.27 Uhr
    Frankreich erkennt in Indien hergestelltes Vakzin von Astrazeneca an

    Frankreich erlaubt ab Sonntag auch solchen Menschen die Einreise, die mit dem in Indien hergestellten Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurden. Gleichzeitig würden die Grenzkontrollen verstärkt, um eine Ausbreitung der Delta-Variante einzudämmen und die Kliniken des Landes vor einer Überlastung zu schützen, erklärte die Regierung am Samstag. Die EU hatte weltweit Empörung ausgelöst, weil ihr Impfzertifikat nur Astrazeneca-Impfungen anerkennt, die in Europa produziert wurden.

    Auch mehrere andere EU-Mitgliedsländer haben bereits die indische Version des Impfstoffs akzeptiert, die besonders häufig in Großbritannien und in Afrika eingesetzt wird. Allerdings machen die unterschiedlichen Regelungen Reisen komplizierter. Frankreich erkennt chinesische und russische Impfstoffe nicht an, sondern nur die in der EU zugelassenen von Biontech und Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und Astrazeneca.

  • 13.43 Uhr
    Indonesien weiter Corona-Hotspot – Rekordzahl an Todesopfern

    Von rund 270 Millionen Einwohnern sind in Indonesien erst 16 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Die Todeszahlen in Verbindung mit dem Virus steigen, genauso wie die Neuinfektionen.

    Indonesien bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle trotz eines Lockdowns und strikter Regeln nicht in den Griff. Die Behörden meldeten am Freitag mehr als 1200 Tote innerhalb von 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Gleichzeitig wurden im viertbevölkerungsreichsten Land der Erde erneut rund 54’000 Neuinfektionen verzeichnet.

    Seit Tagen liegt die Zahl der neuen Fälle bei mehr als 50.000. Indonesien hat damit Indien – wo die Zahlen rückläufig sind – als weltweiten Spitzenreiter überholt. Grund ist vor allem die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante. Gesundheitsminister Budi Gunadi Sadikin forderte die Menschen dringend auf, die Massnahmen einzuhalten und Masken zu tragen.

    Arbeiter bereiten einen Sarg für eine Beerdigung auf dem speziellen Corona-Abschnitt eines Friedhofs in Indonesien vor.
    Bild: dpa
  • 13.25 Uhr
    Umfrage in Deutschland: Zwei Drittel gegen Urlaub in Corona-Risikogebieten

    122 Länder gelten derzeit als Corona-Risikogebiete. Dennoch planen Tausende ihre Ferien in Ländern wie Spanien, Portugal oder Zypern.

    Zwei Drittel der Deutschen halten es nicht für vertretbar, in einer von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuften Region wie beispielsweise Spanien Urlaub zu machen.

    In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnten 67 Prozent touristische Reisen in solche Gebiete ab. Nur 25 Prozent sagten, dass sie Urlaub in Risikogebieten für vertretbar halten. 8 Prozent machten keine Angaben.

    Touristen am Strand von Arenal in Palma de Mallorca - trotz steigender Corona-Zahlen.
    Bild: dpa
  • 12.39 Uhr
    Frankreich verschärft Testauflagen für mehrere europäische Staaten

    Frankreich verschärft die Corona-Testauflagen für nicht geimpfte Reisende aus mehreren europäischen Ländern. Künftig müssen Menschen aus Grossbritannien, Spanien, Portugal, Zypern, Griechenland und den Niederlanden bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der weniger als 24 Stunden alt ist, wie die Regierung in Paris am Samstag mitteilte. Die Bestimmung tritt in der Nacht zum Sonntag in Kraft.

    Bisher hatte für Grossbritannien eine Frist von 48 Stunden für einen Test gegolten, für die anderen fünf Staaten von 72 Stunden.

    Zugleich wird künftig für vollständig Geimpfte die Testpflicht bei der Einreise entfallen. Die Regierung begründete diesen Schritt mit der Wirksamkeit der Impfungen, «insbesondere gegen die Delta-Variante», die in mehreren europäischen Ländern auf dem Vormarsch ist.

  • 12.05 Uhr
    Südkorea meldet erneut mehr als 1000 Neuinfektionen

    Südkorea hat den elften Tag in Folge mehr als 1000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Gesundheitsbehörden registrierten am Samstag weitere 1455 neue Fälle, damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 176 500. Die Ausbreitung des Virus konzentrierte sich auf die Hauptstadt Seoul und deren Umgebung. In der Region leben rund die Hälfte der mehr als 51 Einwohner des Landes.

    In der Region gelten bereits strenge Corona-Beschränkungen. So sind private Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen nach 18.00 Uhr ebenso untersagt wie Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen, Nachtclubs und Kirchen wurden geschlossen. Derzeit wird erwogen, ausserhalb der Hauptstadtregion nur noch Treffen von maximal vier Menschen nach 18.00 Uhr zuzulassen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Eine Entscheidung wurde für Sonntag erwartet.

  • 11.58 Uhr
    Flughafen Zürich dank Sommerferien mit deutlich mehr Passagiere

    Das Passagieraufkommen am Flughafen Zürich liegt trotz Ferienbeginn noch immer um gut die Hälfte tiefer als vor der Corona-Krise. Das Passagieraufkommen ist aber im Vergleich zu den Vorwochen deutlich angestiegen. Damals lag der Wert bei noch fast 80 Prozent.

    Der Flughafen erwartet in der jetzt beginnenden Sommerferienzeit zwischen 40'000 bis 55'000 Passagierinnen und Passagiere pro Tag, wie eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstag sagte. Zum Vergleich: Vor Corona waren es an Spitzentagen in den Sommerferien bis zu 110'000 Passagiere pro Tag gewesen.

    Es habe einen Aufschwung gegeben, so die Sprecherin weiter. «Es läuft und hat viel Betrieb.»

    Das Passagieraufkommen am Flughafen Zürich ist zum Ferienstart deutlich angestiegen. Es liegt aber immer noch deutlich unter den Vorjahren. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 10.29 Uhr
    Bolivianer feiern erstes Volksfest seit Pandemie-Beginn

    Mit Musik und in Folklore-Kostümen haben die Menschen in Bolivien zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder ein Volksfest gefeiert. Nach mehr als einem Jahr der Einschränkungen begingen die Bolivianer am Freitag im kleinem Umfang den La-Paz-Tag und den Tag der Jungfrau von Carmen, der Schutzpatronin des Landes. Das südamerikanische Land erholt sich derzeit von der dritten Corona-Welle; die Impfkampagne geht langsam voran.

    Mit einer Parade von elf Tanzgruppen durch die Stadt El Alto feierten die Menschen die Rückkehr der Volksfeste. Das Fest soll «die Wirtschaft ankurbeln» und «Arbeitsplätze für Musikgruppen, Stickerinnen und andere verwandte Branchen schaffen», sagte Eva Copa, die Bürgermeisterin von El Alto, die an die Hauptstadt La Paz angrenzt.

  • 8.23 Uhr
    «Corona hat erhebliche Effekte auf das Geburtenverhalten»

    2020 wurden in Deutschland weniger Kinder geboren, Anfang dieses Jahres waren es deutlich mehr – im März waren es so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Kommen jetzt die Corona-Babys?

    Im vergangenen Jahr sind in Deutschland weniger Kinder geboren worden. 2020 zählte das Bundesamt 773’144 Neugeborene, rund 5000 Babys weniger als 2019, wie die Statistiker in Wiesbaden berichteten.

    Die Zahl der Babys pro Mutter sank jedoch kaum: Der Statistik zufolge bekamen Frauen 2020 im Schnitt 1,53 Kinder. Laut Statistischem Bundesamt liegt der aktuelle Rückgang vor allem daran, dass die Zahl der Frauen in den besonders geburtenstarken Jahren erstmalig seit 2011 leicht zurückging.

    Spannend bleibt die Frage, welchen Einfluss die Corona-Pandemie hat. Im März 2021 gab es mit fast 66’000 Neugeborenen so viele Geburten wie seit 20 Jahren nicht mehr in diesem Monat. Destatis sieht einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Abflauen der ersten Corona-Welle und Lockerungen ab Anfang Mai vergangenen Jahres. Schon im Februar 2021 hatte sich nach vorläufigen Zahlen ein Anstieg um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat abgezeichnet. Im März stieg die Zahl dann um zehn Prozent.

    2020 wurden in Deutschland weniger Kinder geboren, Anfang dieses Jahres waren es deutlich mehr – im März waren es so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Kommen jetzt die Corona-Babys?
    Bild: dpa
  • 7.33 Uhr
    Erster Bewohner des Olympischen Dorfes mit Corona infiziert

    In Tokio ist ein erster Bewohner des Olympischen Dorfs positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Olympia-Organisatoren erklärten am Samstag, die betroffene Person sei kein Athlet. Aus Gründen der Vertraulichkeit könnten keine Einzelheiten genannt werden. Die Olympischen Sommerspiele beginnen in knapp einer Woche am 23. Juli.

    «In der aktuellen Situation müssen wir davon ausgehen, dass positive Fälle auftreten», sagte Toshiro Muto, der Vorsitzende des Organisationskomitees in Tokio. Bei der Person, deren Test am Freitag positiv ausgefallen sei, handele es sich um einen Mitarbeiter, der nicht in Japan lebe. Die Person wurde für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

    HACHIOJI, JAPAN - APRIL 14: Tokyo 2020 Olympic Games mascot Miraitowa and Buddhist monks wearing protective face masks, amid the coronavirus disease (COVID-19) pandemic, attend a ceremony to unveil a display of Olympic Symbol on Mt. Takao to mark 100 days before the start of theˆˆ 2020 Tokyo Olympic Games on April 14, 2021 in Hachioji, Tokyo, Japan. (Photo by Kim Kyung-Hoon - Pool/Getty Images)
    Im Olympischen Dorf in Tokio werden während der Spiele rund 11 000 Athleten untergebracht, dazu kommenden Tausende Mitarbeiter. (Symbolbild)
    Bild: Getty Images
  • 7.15 Uhr
    Thailand verschärft Corona-Beschränkungen

    Angesichts weiter steigender Corona-Neuinfektionen hat Thailand die Beschränkungen noch einmal verschärft. Die Zahl der täglichen Fälle überstieg am Samstag die Marke von 10’000, ausserdem meldeten die Behörden 141 Todesfälle durch das Virus. Besonders betroffen war erneut die Hauptstadt Bangkok und ihre Umgebung.

    Die Regierung untersagte noch in der Nacht alle Zusammenkünfte und Aktivitäten, bei denen das Virus übertragen werden kann. Darunter waren auch geplante Demonstrationen, bei denen der Umgang von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha mit der Pandemie kritisiert werden sollte. Bei Verstössen drohen bis zu zwei Jahre Haft oder eine Haftstrafe bis umgerechnet rund 1000 Euro.

  • 5.41 Uhr
    Britische Studie: Kleine Geschäfte leiden unter Pandemie-Schulden

    Die Corona-Pandemie hat die Schulden unabhängiger britischer Geschäfte und Läden einer Studie zufolge vervielfacht. «Die meisten waren gezwungen, nicht mehr tragbare Schulden aufzunehmen, und viele stehen infolgedessen am Abgrund», heisst es in dem viel beachteten Bericht des früheren Unternehmenschefs Bill Grimsey. Er mahnte: «Dringende Unterstützung ist erforderlich, um einen Tsunami von Schliessungen zu verhindern.»

    Die Schuldenaufnahme sei enorm gewesen, betont der Autor. «Allein in der Friseur- und Schönheitsbranche schätzen wir, dass die Schulden von etwa 20’000 unabhängigen Unternehmen von 0,05 Milliarden auf 0,3 Milliarden Pfund gestiegen sind.» Insgesamt hätten die Schulden der inhabergeführten Unternehmen von 500 Millionen auf 2,2 Milliarden Pfund zugelegt.

  • 4.59 Uhr
    Inzidenz in Deutschland steigt weiter auf 9,4

    Erneut meldet das Robert-Koch-Institut mehr Neuinfektionen als in der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt ebenso deutlich.

    Zum zehnten Tag infolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen lag sie bei 9,4 – am Vortag betrug der Wert 8,6, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1608 Corona- Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 952 Ansteckungen gelegen.

    Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 22 neue Todesfälle verzeichnet.
    Bild: dpa
  • 4.31 Uhr
    Biden: Corona-Falschinformationen auf Facebook «bringen Menschen um»

    Gerüchte und Falschinformationen können sich im Internet wie Lauffeuer verbreiten. Die US-Regierung fordert soziale Medien auf, mehr dagegen zu tun. Präsident Biden findet drastische Worte.

    Falschinformationen in sozialen Medien wie Facebook zum Coronavirus und den Impfungen sind nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden für den Tod vieler Menschen verantwortlich. Auf die Frage eine Reporters, welche Botschaft er angesichts der Verbreitung von Falschinformationen für Plattformen wie Facebook habe, sagte Biden: «Sie bringen Menschen um». Die Pandemie in den USA sei zu einer «Pandemie unter Ungeimpften» geworden, sagte Biden am Freitag (Ortszeit) im Garten des Weissen Hauses. Facebook wies Bidens Vorwurf umgehend als grundlos zurück.

    Die US-Regierung macht Falschinformationen in sozialen Netzwerken mitverantwortlich für die abwartende oder ablehnende Haltung vieler Amerikaner gegenüber den Corona-Impfstoffen. In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt in Gebieten mit niedrigerer Impfquote wieder rasant angestiegen, angetrieben von der besonders ansteckenden Delta-Variante. Die Impfkampagne macht dagegen nur noch langsam Fortschritte. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC haben bislang gut 185 Millionen Menschen mindestens die erste Corona-Impfung bekommen – das entspricht rund 56 Prozent der gesamten Bevölkerung.

    Joe Biden findet drastische Worte: Corona-Falschinformationen auf Facebook «bringen Menschen um», sagt der US-Präsident.
    Bild: Keystone
  • 2.29 Uhr
    London streicht Frankreich von Liste geplanter Corona-Lockerungen

    Mit einer Kehrtwende bezüglich geplanter Öffnungen für Einreisende aus Frankreich hat die britische Regierung am Freitagabend die Urlaubspläne Zehntausender Menschen ins Chaos gestürzt. Nach offiziellen Angaben wegen der dort andauernden Präsenz der zuerst in Südafrika entdeckten Beta-Variante des Coronavirus wurde Frankreich von der Liste der Länder gestrichen, für die künftig nach der Einreise ins Vereinigte Königreich keine Quarantäne mehr nötig ist. Die Aufhebung der Quarantänebestimmungen gilt für vollständig Geimpfte aus den meisten EU-Ländern.

    Die Kehrtwende erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt im Kampf Grossbritanniens gegen die Corona-Pandemie: Am Montag sollen trotz steigender Infektionszahlen und Kritik seitens zahlreicher Wissenschaftler die verbliebenen Beschränkungen in England aufgehoben werden, zudem beginnen am Freitag in den meisten Schulen die Sommerferien.