«Fragile Situation, aber die Aussichten sind vielversprechend»

tjb/afi

13.4.2021

Drei von vier Kriterien für eine mögliche Lockerung der Corona-Massnahmen sind derzeit laut Bundesamt für Gesundheit nicht erfüllt. Die aktuellen Informationen des Bundes in der Übersicht im Ticker.

tjb/afi

13.4.2021

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  • 14.51 Uhr
    Impfungen mit Johnson und Johnson überwachen

    Damit endet die heutige Medienkonferenz des Bundes. Wir danken für die Aufmerksamkeit.

    Beim Impfstoff von Johnson und Johnson und Johnson gab es zuletzt ein Moratorium in den USA. Es handele sich dabei um denselben Impfstofftyp wie bei AstraZeneca, sagt Masserey. Man wolle weiterhin genau und gründlich prüfen und allfällige Nebenwirkungen überwachen.

  • 14.44 Uhr
    Impfung bis zum Sommer nach wie vor möglich

    Reicht es für die breite Bevölkerung für eine Impfung noch vor den Sommerferien? Virginie Masserey hält das Ziel bis zum Sommer all jene zu impfen, die das wollen, weiterhin für möglich. In den kommenden Wochen sollten grosse Mengen an Impfstoff eintreffen, so die BAG-Vertreterin.

  • 14.42 Uhr
    Schwangere sollen Impfung mit ihren Ärzten besprechen

    In der Schweiz gibt es keine generelle Priorisierung von Schwangeren, sagt Masserey. Die Frauen sollen das mit ihren Ärzten individuell besprechen, um Risiken und Nutzen abzuwägen. Je besser die Datenlage wird, umso sicherer sei man.

  • 14.38 Uhr
    Impf-Anmeldungen hinken hinterher

    Bei den Anmeldungen zur Impfung sei man noch nicht da, wo man hin wolle, sagt Kantonsarzt Hauri. Diese Defizite wolle man mit entsprechenden Informationskampagnen beheben. Zudem ortet er Verbesserungspotenzial bei den Anmeldeverfahren.

  • 14.37 Uhr
    Im Herbst sollen alle «durchgeimpft» sein

    Wo klemmt es bei den Kantonen in der Kampfkampagne, fragt ein Journalist. Hauri sagt, dass die praktische Organisation ziemlich komplex ist. Je grösser der Kanton ist, desto schwieriger wird es. «Das braucht einfach Zeit.» Komme hinzu, dass bislang zu wenig Impfstoff da war. Pro Tag können zwischen 100'000 und 150'000 Dosen verabreicht werden. Im Spätherbst sollen alle geimpft sein, Hari betont «durchgeimpft».

  • 14.36 Uhr
    BAG empfiehlt, Impfstoffe nicht zu strecken

    Auf eine Frage, ob das BAG zulässt, dass mehr Impfdosen aus einer Ampulle verwendet werden dürfen, als offiziell zugelassen, empfiehlt Masserey ganz klar, den Anweisungen der Impfstoffhersteller zu folgen: «Wer das anders macht und mehr Dosen aus zieht, ist dafür selbst verantwortlich.»

  • 14.31 Uhr
    Drei Öffnungskriterien nicht erfüllt

    Die grosse Frage ist, wie sich die Kriterien für eine Öffnung derzeit präsentieren. Laut Masserey sind drei der Kriterien für eine weitere Lockerung der Massnahmen derzeit nicht erfüllt. Diese Richtwerte seien allerdings nicht sakrosankt, zudem liege die Entscheidung über mögliche Öffnungen beim Bundesrat. Die Lage sei fragil, es brauche weiterhin grosse Vorsicht.

  • 14.31 Uhr
    Selbsttests bieten keine absolute Sicherheit

    Die Selbsttests sind vor allem als Ergänzung für bestehende Massnahmen gedacht, ergänzt Hauri zum Thema Selbsttest. Sie hätten eine Trefferquote von etwa 30 Prozent und seien nicht dafür geeignet, Sicherheit beim Besuch von Freunden und Verwandten im Altersheim zu haben.

  • 14.28 Uhr
    Bald könnten auch Jüngere geimpft werden

    Einzelne Kantone haben die Bevölkerung über 65 Jahren aktiv dazu aufgefordert, sich zur Impfung anzumelden. Masserey hält es für möglich, dass die Impfungen bald auch für Jüngere geöffnet werden können, wenn das Interesse der Älteren nachlässt. Hauri doppelt nach: Man könne ja Termine für jüngere Menschen öffnen und trotzdem noch die älteren Personen priorisieren. Man warte nicht mit der Öffnung für weitere Menschen, bis in den höher priorisierten Gruppen eine bestimmte Impfrate erzielt sei.

  • 14.25 Uhr
    Wie sinnvoll sind die Selbsttests?

    Wie sinnvoll ist es angesichts der eher tiefen Trefferquoten der Selbsttests überhaupt durchzuführen? Diese senkten insgesamt das Risiko, dass andere Menschen angesteckt würden, so Virginie Masserey. Aber die Tests könnten die geltenden Massnahmen nicht ersetzen, sagt die BAG-Vertreterin, da deren Zuverlässigkeit gerade bei einer tiefen Virenlast nicht ausreiche.

  • 14.23 Uhr
    Lieber Tempo als Reserve beim Impfen

    Die Kantone handhaben es unterschiedlich, ob sie zweite Dosen zurückhalten. Ob es Kantone gäbe, die auf der Bremse stehen, will Virginie Massery nicht beantworten. Das BAG führe aber regelmässig Managementgespräche mit den Kantonen. Diese könnten selbst entscheiden, wie sie mit den zweiten Dosen umgehen. «Wir erhalten aber viel mehr Dosen, deswegen ist es nicht mehr so wichtig, dass man viele Dosen zurückhält», so Masserey. Besser sei, beim Impftempo aufs Tempo zu drücken.

  • 14.20 Uhr
    Zahl der Impf-Unwilligen bleibt konstant

    Nun übernimmt Michael Hermann von Sotomo. Sein Forschungsinstitut untersucht, wie sich die Einstellung der Bevölkerung zu den Corona-Massnahmen verändert. Bei der letzten Untersuchung lag der Fokus auf der Impfwilligkeit der Bevölkerung.

    Bei der aktuellen Untersuchung zeige sich, dass sich gut 70 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen lassen wollen. 23 Prozent lehnen eine Impfung eher oder bestimmt ab. Dabei sei auffällig, dass sich die Zahl jener, die ablehnend reagieren, konstant entwickle. Die vormals Unentschiedenen entschieden sich eher für eine Impfung unterdessen. 

    Laut Hermann zeigt sich auch, dass Menschen, die eine Impfung ablehnen, auch den Massnahmen gegen die Pandemie insgesamt eher skeptisch gegenüberstehen. 

    Der erste Teil der MK ist damit vorbei, nun können die Anwesenden Fragen stellen.

  • 14.15 Uhr
    «Aktuell auf zu hohem Niveau»

    «Die Aktivität des Coronavirus bewegt sich aktuell auf zu hohem Niveau», sagt Rudolf Hauri, oberster Kantonsarzt der Schweiz. Doch immerhin bewegten sich die Fallzahlen in der dritten Welle nicht steil nach oben.

    Die Reihentests, die nun vermehrt durchgeführt würden, führten dazu, dass die Tests-Positivitätsrate nicht mehr aussagekräftig seien, da negative Tests nicht in die Statistik einfliessen, sagt Hauri. Die Positivitätsrate könne darum nicht mehr als Indikator für eine mögliche Öffnung herangezogen werden.

    Er warnt aber vor Nachlässigkeit. Gerade mit Blick aufs Ausland könne man nicht von einer stabilen Situation ausgehen. «Die Gefahr einer weiteren, schnellen Zunahme der Virusaktivität ist definitiv gebannt.»

  • 14.10 Uhr
    Zahl der täglichen Impfungen steigt

    Die Zahl der täglich verabreichten Impfungen steigt stetig an. In der Gesamtbevölkerung haben bisher 13 Prozent mindestens eine Impfung erhalten, bei den über 75-Jährigen sind es bereits 70 Prozent, wie Masserey ausführt. Erfreulich sei, dass die neuesten Zahlen zeigten, dass die Impfung auch gegen asymptomatische Fälle wirksam sei. 

    Die Schweiz hat bereits Anfang Woche ein grosse Lieferung Impfdosen erhalten, und auch am Freitag sollen mehrere Hunderttausend Dosen eintreffen. Zwischen jetzt und Ende Juni sollten insgesamt acht Millionen Dosen geliefert werden.

    Zusammenfassend hält Masserey fest: «Die Situation bleibt fragil, aber die Aussichten sind vielversprechend.»

  • 14.05 Uhr
    Die Zahlen steigen

    «Die Anzahl der Neuinfektionen geht weiterhin nach oben», eröffnet Virginie Masserey die Medienkonferenz. Die Zahl steige allerdings nur langsam. Die Frage sei nun, wie sich dies managen lasse. Vor Ostern habe sich die Zahl der Tests stetig erhöht, sagt die BAG-Expertin.

    Die Zahl der Spitaleinweisungen und der Todesfälle wegen Corona bleibe auf tiefem Niveau stabil. Derzeit seien rund 22 Prozent der Patient*innen in den Intensivstationen wegen Covid-19 in Pflege, so Masserey.

    Die Zahl der Hospitalisierungen geht langsam nach oben.
    Screenshot Youtube
  • 14 Uhr
    Wie sieht die aktuelle Lage aus?

    Wie steht es um die Impfoffensive in der Schweiz? Wie entwickelt sich das Infektionsgeschehen nach Ostern? Und vor allem: Wie stehen die Zeichen für mögliche weitere Öffnungsschritte?

    Nun informieren die Experten des Bundes wieder über die aktuelle Lage. Mit dabei sein werden Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, sowie Michael Herrmann von der Polit-Forschungsstelle Sotomo.