Corona-Überblick

Niederlande verlängern Lockdown mit Erleichterungen +++ Baselland bereitet Massentests vor

Agenturen/red

2.2.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1633 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 46 neue Todesfälle und 90 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei den PCR-Tests bei 9,1 Prozent und bei den Schnelltests bei 7 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weiter mitteilte. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 270,58 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Der Detailhandel drängt angesichts sinkender Fallzahlen, Spitaleintritte und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf die Wiederöffnung der Läden ab Anfang März, berichtet die «Neue Zürcher Zeitung». Eine Schliessung der Geschäfte über Ende Februar hinaus sei für den Branchenverband Swiss Retail Federation «keine Option», sagte dessen Geschäftsführerin Dagmar Jenni der Zeitung. Geschäfte seien keine Ansteckungsherde.

Taskforce sieht Fortschritte

Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes sieht in der epidemiologischen Lage in der Schweiz seit Anfang Januar einen rückgängigen und ab Mitte Januar noch einen stabilen bis leicht rückgängigen Verlauf. Die Übersterblichkeit nimmt ab, ist aber in der Ost- und Zentralschweiz, in Zürich und im Tessin immer noch sichtbar.

Das schreibt die Covid-19-Taskforce in ihrer am Dienstag veröffentlichten Lagebeurteilung. Die Anzahl bestätigter Fälle über die letzten 14 Tage liegt demnach bei 296 pro 100'000 Einwohner. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 374. Die Positivitätsrate nahm gegenüber der Vorwoche von 11 Prozent auf 10,4 Prozent per 31. Januar bei ab.

Impfstoff Sputnik V zu rund 91 Prozent wirksam

Russische Wissenschaftler haben den Impfstoff Sputnik V nach einer fortgeschrittenen Studie als wirksam gegen das Coronavirus eingestuft. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der Studie hervor, die am Dienstag online im britischen Medizinmagazin «Lancet» veröffentlicht wurde. Bei den Untersuchungen waren im Herbst rund 20'000 Personen im Alter von über 18 in Moskau beteiligt. Von ihnen bekamen drei Viertel zwei Dosen des Impfstoffs im Abstand von 21 Tagen, der Rest bekam eine unechte Impfung.

Gemäss der Studie sei der russische Impfstoff zu rund 91 Prozent wirksam, berichteten die Forscher. Die Impfung scheine auch davor geschützt zu haben, dass Menschen schwer an Covid-19 erkranken. «Das Ergebnis, das hier gemeldet wird, ist eindeutig», schrieben die britischen Wissenschaftler Ian Jones und Polly Roy in einem Kommentar zur Studie. «Ein weiterer Impfstoff kann sich nun dem Kampf anschliessen, um die Inzidenz von Covid-19 zu reduzieren.» Bei Personen über 60 schien der Impfstoff zu rund 92 Prozent wirksam zu sein, wie aus der Studie hervorgeht. Die Forschung dazu dauert noch an.

Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste im Überblick

  • In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Bund 1633 neue Erkrankungen und 46 neue Todesfälle gemeldet. Die Positivitätsrate liegt bei 6,5 Prozent.
  • In der Schweiz wurden bis Ende Januar 517'625 Impfdosen ausgeliefert, 315'033 davon wurden verabreicht.
  • In der Stadt St. Gallen und in Wattwil-Krinau sind bei Testungen in zwei Schulhäusern insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler positiv auf die Corona-Mutation N501Y getestet worden.
  • Im Kampf gegen die Pandemie will die WHO Forschungen über die langfristigen Folgen mancher Corona-Infektionen im Blick behalten.
  • Der Januar war der Monat mit den bisher meisten Corona-Toten in den USA.

22.00 Uhr: Wir beenden den Live-Ticker am Dienstag

21.31 Uhr: Frankreich will an vier Standorten Corona-Impfstoff herstellen

Frankreich will ab Ende Februar oder Anfang März Corona-Impfstoff an vier Standorten im Land produzieren. Das sagte Präsident Emmanuel Macron dem Sender TF1 nach einer Videokonferenz mit internationalen Impfstoffherstellern am Dienstag. Europa habe die Lieferung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen «sichergestellt», sagte Macron. «Und wir hoffen, noch mehr zu schaffen.»

Der Präsident versprach allen französischen Bürgern ein Impfangebot «bis Ende des Sommers». Bis Anfang März sollen zudem 80 Prozent aller Pflegeheim-Bewohner in Frankreich geimpft worden sein.

21.12 Uhr: Schweizer Impfkommission: Offene Fragen zu Astrazeneca-Impfstoff

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) wartet mit einer Zulassungsempfehlung für den Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in der Schweiz wegen offener Fragen zur Wirksamkeit noch zu, wie die Impfkommission am Dienstagabend mitteilte.

Die Kommission setze weiterhin auf die Impfstrategie mit den nachweislich sehr wirksamen mRNA-Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna. Die EKIF empfiehlt, dass die Impfung von besonders gefährdeten Personen, also Personen über 65 Jahre und Patienten mit Krankheiten, die das Risiko für schwere Covid-19 erhöhen, sowie Mitarbeitende im Gesundheitswesen vorläufig ausschliesslich mit den zugelassenen und empfohlenen mRNA-Impfstoffen erfolgen soll.

Laut der EKIF sollen unter anderem weitere Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffes von Astrazeneca in verschiedenen Altersgruppen, zum Impfschema und zur Akzeptanz des Impfstoffs mit einem gentechnisch veränderten Virus abgewartet werden.

20.44 Uhr: Kanada strebt heimische Corona-Impfstoffproduktion an

Kanada will bald Corona-Impfstoffe im eigenen Land herstellen. Eine heimische Produktion in großem Umfang sei so bald wie möglich nötig, da man angesichts der neuen Virusvarianten nicht abschätzen könne, wie die Zukunft in ein oder zwei Jahren aussehe, sagte Premierminister Justin Trudeau am Dienstag. Als potenzielle Hersteller von Vakzinen in Kanada seien die Unternehmen Precision NanoSystems und Novavax gewonnen worden.

Die Trudeau-Regierung setzt bisher darauf, mit in Europa produzierten Dosen allen Kanadiern bis September ein Impfangebot machen zu können. Wegen Engpässen bei der Vakzin-Beschaffung in Europa selbst brachte die EU allerdings zuletzt eine Verschärfung von Exportkontrollen für Impfstoffe ins Spiel, was in Kanada Sorgen bereitet hat. Trudeau betonte nun, die EU habe ihm versichert, sie werde sich an die zwischen Pfizer/Biontech und Moderna geschlossenen Verträge mit Kanada halten.

20.32 Uhr: Auch Behörde in Frankreich empfiehlt Altersvorgabe bei Astrazeneca

Auch die oberste Gesundheitsbehörde in Frankreich empfiehlt eine Altersvorgabe für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. Der Einsatz des Impfstoffs werde vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren empfohlen, teilte die Hohe Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Das liege daran, dass es zunächst nicht genügend Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs in der Altersgruppe über 65 gebe. «Die Empfehlung wird im Lichte zusätzlicher Daten, die in naher Zukunft zur Verfügung stehen werden, insbesondere für Personen im Alter von 65 Jahren und älter, erneut überprüft werden», hiess es.

19.55 Uhr: Niederlande verlängern und erleichtern Lockdown - Grundschulen öffnen

Wegen der besorgniserregenden Ausbreitung der britischen Corona-Variante in den Niederlanden hat die Regierung in Den Haag die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens zum 2. März beschlossen. Inzwischen gingen zwei Drittel aller Neuinfektionen auf diese weit stärker ansteckende Variante zurück, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend zur Begründung. Ein dritte Corona-Welle sei unvermeidlich.

Zugleich gab Rutte einige Erleichterungen des bereits seit dem 15. Dezember geltenden Lockdowns bekannt. So sollen Grundschulen und Kitas am kommenden Montag wieder öffnen. Der Regierungschef verwies auf die Einschätzung von Experten, dass Kinder in diesen Altersgruppen weniger zur Ausbreitung des Coronavirus beitragen als ältere Kinder oder Erwachsene. Die Grundschul- und Kita-Öffnung werde mit einem strengen Testregime einhergehen. Oberschulen sollen bis mindestens zum 1. März geschlossen bleiben.

Der scheidende Premierminister Mark Rutte erläutert während einer Pressekonferenz in Den Haag die anstehenden Corona-Massnahmen in den Niederlanden.
Der scheidende Premierminister Mark Rutte erläutert während einer Pressekonferenz in Den Haag die anstehenden Corona-Massnahmen in den Niederlanden.
Bild: Keystone

19.06 Uhr: US-Regierung liefert Bundesstaaten nochmals mehr Corona-Impfstoff

Die USA erhöhen bei der Corona-Impfkampagne erneut das Tempo. Die Regierung wird den Bundesstaaten ab dieser Woche fünf Prozent mehr Impfstoff liefern, nämlich 10,5 Millionen Dosen, wie US-Präsident Joe Bidens Corona-Koordinator Jeff Zients am Dienstag sagte. Zudem sollen im Rahmen eines neuen Programms kommende Woche erstmals rund eine Million Dosen an Apotheken ausgeliefert werden. Zunächst würden nur 6500 Apotheken berücksichtigt, deren Zahl könne aber auf bis zu 40’000 steigen, sobald es mehr Impfstoff geben werde.

Die Regierung hatte bereits vergangene Woche erstmals angekündigt, den Bundesstaaten mehr Impfstoff zu schicken. Mit der weiteren Erhöhung sei die Liefermenge seit Bidens Amtsantritt am 20. Januar bereits um 22 Prozent angestiegen, teilte das Weisse Haus mit. Die Regierung verpflichte sich, für die nächsten drei Wochen mindestens diese Menge auszuliefern und werde mit Herstellern zusammenarbeiten, um das Angebot an Impfstoffen weiter auszubauen, hiess es.

18.09 Uhr: Opernsänger helfen in Grossbritannien Covid-19-Patienten beim besseren Atmen

Nach einer Covid-19-Erkrankung berichten viele Genesende über anhaltende Atemprobleme - ihnen wollen in Grossbritannien nun Opernsänger helfen. Egal ob Tenöre oder Soprane, die Profi-Sängerinnen und -Sänger lehren unter anderem Atemübungen und auch Schlaflieder zur Beruhigung. Ins Leben gerufen wurde das Programm von der English National Opera (ENO), die nach einem erfolgreichen Pilotprojekt ihr Angebot jetzt für tausend Teilnehmer geöffnet hat.

«Das Programm hat mich stärker gemacht», berichtete Sheeba, die an dem Pilotprojekt teilnahm. «Ich weiss nun, wie ich mit der Atemlosigkeit umgehen kann, die ich durch die Krankheit habe.» Der Unterricht mit den professionellen Opernsängern findet online statt. Neun von zehn Teilnehmern im Pilotprojekt berichteten nach ENO-Angaben anschliessend über eine Verbesserung ihres Zustands.

17.47 Uhr: Schweden empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff nur für unter 65-Jährige

Der Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca soll auch in Schweden nur für Menschen genutzt werden, die jünger als 65 Jahre sind. Eine entsprechende Empfehlung veröffentlichte am Dienstag die staatliche Gesundheitsbehörde in Stockholm. Im Gegenzug sollten die Vakzine der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna vorrangig an Menschen gehen, die 65 Jahre und älter sind. Zur Begründung verwies die Behörde auf fehlende Daten zur Wirksamkeit des Astrazeneca-Produktes bei älteren Menschen

17.20 Uhr: Rekordspendensammler nach Infektion gestorben

Der 100 Jahre alte britische Rekordspendensammler Tom Moore (Captain Tom) ist tot. Das teilten seine Töchter Hannah und Lucy am Dienstag in einem Statement mit. Er hatte sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert. Wegen Medikamenten, die er zur Behandlung einer Lungenentzündung erhalten hatte, war Moore nicht gegen Covid-19 geimpft worden.

Der 100 Jahre alte Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS in der Corona-Pandemie gesammelt und hatte damit weltweite Berühmtheit erlangt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert. Moore schaffte damit sogar einen neuen Guinness-Weltrekord für die höchste Summe, die bei einem Spendenlauf je zusammenkam.

Captain Sir Tom Moore am 3. August 2020: Der Rekordspendensammler ist nun in Folge einer Covid-19-Infektion gestorben. (Archiv)
Captain Sir Tom Moore am 3. August 2020: Der Rekordspendensammler ist nun in Folge einer Covid-19-Infektion gestorben. (Archiv)
Bild: Keystone

17.05 Uhr: Pfizer rechnet mit 15 Milliarden Dollar Umsatz durch Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Pfizer erhofft sich von dem gemeinsamen Corona-Impfstoff mit Biontech im laufenden Jahr noch mehr Schub als bisher gedacht. Die Amerikaner hoben am Dienstag ihre Ziele für 2021 weiter an. Das Management erwartet einen Umsatzsprung auf 59,4 bis 61,4 Milliarden Dollar – dies wären bis zu rund 47 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.

Dabei soll allein der Corona-Impfstoff BNT162b2 (Markenname: Comirnaty) rund 15 Milliarden Dollar in die Kassen spülen, also rund ein Viertel der Gesamtumsätze. Das Mittel war im Dezember nach einer Notfallzulassung in den USA erstmals auf einen Markt gekommen – Pfizer machte den Angaben zufolge im Schlussquartal mit dem Medikament bereits 154 Millionen Dollar Umsatz.

16.24 Uhr: Baselland bereitet Massentests vor

Der Kanton Basel-Landschaft will durch systematische Testungen auch asymptomatische Corona-Fälle aufspüren und so die Ausbreitung des Coronavirus bremsen. Man beginne deshalb «Anfang Februar 2021 mit breitem, wiederholtem Testen, dem sogenannten «Case-findig»-Programm», teilte der Kanton mit.

Die Kampagne werde nach einer Initialphase mit Schulklassen und Mitarbeitenden der Öffentlichen Verwaltung in den kommenden Wochen auf rund 50'000 Freiwillige ausgedehnt. Wöchentlich getestet würden dann auch Personen aus Gesundheitseinrichtungen, Spitälern, Firmen und Verwaltungseinheiten. Durchgeführt würden die Tests vor Ort mittels eines validierten Speicheltests auf PCR-Basis, hiess es weiter.

Covid-19-Massentest im Dezember 2020 in Zuoz, Graubünden: Der Kanton Basel-Landschaft startet Anfang Februar eine Massentest-Kampagne mittels Speicheltests. 
Covid-19-Massentest im Dezember 2020 in Zuoz, Graubünden: Der Kanton Basel-Landschaft startet Anfang Februar eine Massentest-Kampagne mittels Speicheltests. 
Bild: Keystone

16.03 Uhr: Jeder zweite in Indiens Hauptstadt hat Antikörper

Etwas mehr als die Hälfte der Einwohner der indischen Hauptstadt Delhi hatte Kontakt mit dem Coronavirus und hat entsprechende Antikörper entwickelt. Zu diesem Schluss komme eine Untersuchung im Auftrag der indischen Regierung mit Proben von 28'000 Personen vom Januar, schrieb der Gesundheitsminister der Stadt, Satyendar Jain, am Dienstag auf Twitter. Nach den offiziell erfassten Infektionszahlen hatten in der Megametropole hingegen gerade mal etwas mehr als drei Prozent der Einwohner Corona. Dies bedeute, dass ein Grossteil der Infizierten asymptomatisch gewesen seien, hieß es von den Gesundheitsbehörden. Ausserdem zeige dies, dass sich die Stadt Richtung Herdenimmunität bewege und sich die Krankheit deshalb langsamer verbreite, sagte der Minister.

In Indien gibt es weltweit nach den USA am zweitmeisten bekannte Coronafälle - insgesamt mehr als 10,7 Millionen. Zuletzt hatten die bekannten Neuinfektionen jedoch deutlich abgenommen. In Delhi mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern wurden in letzter Zeit weniger als 200 Neuinfektionen pro Tag erfasst, sagte Jain. Im ganzen Riesenland mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern waren in den vergangenen 24 Stunden weniger als 9000 Neuinfektionen gemeldet worden – als tiefster Wert in knapp acht Monaten, berichtete das Gesundheitsministerium.

15.45 Uhr: Russischer Impfstoff zu rund 91 Prozent wirksam

Russische Wissenschaftler haben den Impfstoff Sputnik V nach einer fortgeschrittenen Studie als wirksam gegen das Coronavirus eingestuft. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der Studie hervor, die am Dienstag online im britischen Medizinmagazin «Lancet» veröffentlicht wurde. Bei den Untersuchungen waren im Herbst rund 20'000 Personen im Alter von über 18 in Moskau beteiligt. Von ihnen bekamen drei Viertel zwei Dosen des Impfstoffs im Abstand von 21 Tagen, der Rest bekam eine unechte Impfung.

Gemäss der Studie sei der russische Impfstoff zu rund 91 Prozent wirksam, berichteten die Forscher. Die Impfung scheine auch davor geschützt zu haben, dass Menschen schwer an Covid-19 erkranken. «Das Ergebnis, das hier gemeldet wird, ist eindeutig», schrieben die britischen Wissenschaftler Ian Jones und Polly Roy in einem Kommentar zur Studie. «Ein weiterer Impfstoff kann sich nun dem Kampf anschliessen, um die Inzidenz von Covid-19 zu reduzieren.» Bei Personen über 60 schien der Impfstoff zu rund 92 Prozent wirksam zu sein, wie aus der Studie hervorgeht. Die Forschung dazu dauert noch an.

Mitarbeiter eines Labors in Brasilia, Brasilien, bereiten am 25. Januar 2021 die Pilotphase mit dem russischen Impfstoff Sputnik V vor. 
Mitarbeiter eines Labors in Brasilia, Brasilien, bereiten am 25. Januar 2021 die Pilotphase mit dem russischen Impfstoff Sputnik V vor. 
Bild: Keystone

15.20 Uhr: Bundesrat Berset besucht Impfschiff

Auf dem Bodenseeschiff «MS Thurgau» hat der Kanton Thurgau ein zweites Impfzentrum eingerichtet. Bei der Eröffnung in Romanshorn warnte Bundesrat Alain Berset «vor der Pandemie in der Pandemie».

Die Zahlen seien besser, sagte Bundesrat Alain Berset am Dienstag bei der Medienorientierung in Romanshorn. Einige der Werte lägen so tief wie nie mehr seit Oktober.

Für besorgniserregend halte er aber das Auftreten der neuen Varianten des Coronavirus. Diese Entwicklung sei noch in der Summe der sinkenden Zahlen versteckt. Die Anzahl Menschen, die sich damit ansteckten, verdopple sich jede Woche. Es handle sich «um eine Pandemie in der Pandemie», so Berset

14.54 Uhr: BIP im Euroraum bricht so stark ein wie noch nie

Die Corona-Pandemie hat der Euro-Zone 2020 den heftigsten Konjunktureinbruch in ihrer Geschichte eingebrockt. Auch im Schlussquartal ging es abwärts.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) schrumpfte im Gesamtjahr laut Schätzung des Europäischen Statistikamts Eurostat vom Dienstag um 6,8 Prozent und damit so stark wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1996.

Damit fiel der Absturz noch tiefer aus als in der globalen Krise von 2009 mit damals rund minus 4,5 Prozent. Die Euro-Zone zeigte sich im Corona-Krisenjahr 2020 zugleich anfälliger als die USA, deren BIP «nur» um 3,5 Prozent schrumpfte.

14.20 Uhr: Ende der Medienkonferenz

Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihre Aufmerksamkeit! Die nächste Information zur Corona-Situation dürfte morgen Nachmittag vom Bundesrat erfolgen.

14.18 Uhr: Zur Umverteilung von Impfstoffen

Was sind das für Dosen, die Kantone anderen abgeben? Hätten die verimpft werden können? Ja, sagt Cianci. Doch es gehe dabei um ein Prozent der Impfdosen, mit denen ausgeholfen werde. Es sei also nicht so, dass ein Kanton auf grosse Mengen verzichten müsse.

14.16 Uhr: Weiterhin keine Empfehlung für FFP2-Masken

Das Bundesamt für Gesundheit bleibe bei seiner Empfehlung, dass das Tragen von FFP2-Masken in der breiten Bevölkerung keinen Sinn ergebe. Dabei bleibe man – aber das schliesse das Tragen solcher Masken in bestimmten Settings keineswegs aus, so Patrick Mathys. Schulen seien keine solchen Settings, ergänzt Mathys – auch dort empfehle man keine FFP2-Masken.

14.07 Uhr: Stichwort Seniorenheime

Wann werden die Bewohner von Alters- und Pflegeheimen durchgeimpft? Und wird es dann dort Lockerungen geben? Lévy sagt, sie könne noch nicht bestätigen, dass es dann überhaupt eine Lockerung gebe, weil Junge immer noch angesteckt werden könnten. Allenfalls könnte eine Maskenpflicht für die Bewohner wegfallen.

14.04 Uhr: Zur Lage auf den Intensivstationen

Es hätten rund 20'000 Operationen verschoben werden müssen, erklärt Mathys. Zudem kämen Fälle aus der Skisaison hinzu. Insgesamt sei die Zahl der Covid-Fälle auf den Intensivstationen aber leicht sinkend.

14.03 Uhr: Auch psychische Gesundheit spielt eine Rolle

Ein Journalist will wissen, ob und wie sich das Bundesamt für Gesundheit auch um jene Menschen kümmere, die unter den Folgen der Pandemie-Massnahmen litten. Anne Lévy entgegnet, dass man der psychischen Folgen der Pandemie bewusst sei. Man habe die Thematik im Blick und unterhalte entsprechende Angebote.

14.01 Uhr: Viele neue Mutationen?

Nur die Hälfte der Mutationen können zugeordnet werden. Warum? Das liegt daran, dass bestimmte Tests nur anzeigen, in welche Gruppe eine Mutation gehört. Für eine genauere Bestimmung müssten die Viren genauer untersucht werden, was nicht gemacht werden könne. Es sei also nicht so, dass es 50 Prozent neue Mutationen gebe.

13.58 Uhr: Mutierte Viren werden neue Zunahme auslösen

«Wir haben eine Pandemie in der Pandemie mit den neuen Varianten», sagt Patrick Mathys. Das BAG wolle mit seinen Warnungen vor den mutierten Varianten aber keine Angst schüren. Genaue Zahlen, wie die Ausbreitung der mutierten Viren vorangeht, könne der Bund allerdings nicht liefern, sagt Mathys. Derzeit sei aber sicher davon auszugehen, dass die Ur-Variante noch dominiere. Aber es werde der Punkt kommen, wo die mutierten Viren Überhand nehmen würden. Und dann sei wegen der höheren Ansteckungsrate wieder eine Zunahme der Fallzahlen zu erwarten. Es sei allerdings schwierig zu beurteilen, wann es so weit sein werde.

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt für Gesundheit BAG, spricht an einem Point de Presse mit Fachexperten des Bundes zur Corona-Pandemie am 2. Februar 2021, in Bern.
Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt für Gesundheit BAG, spricht an einem Point de Presse mit Fachexperten des Bundes zur Corona-Pandemie am 2. Februar 2021, in Bern.
Bild: Keystone

13.53 Uhr: Was ist mit Sputnik?

Sollte die Schweiz sich auch um den russischen Impfstoff bemühen? Es habe anfangs 200 Anbieter gegeben, sagt Kronig. Bei der Evaluierung sei die Wirksamkeit ausschlaggebend, doch detailliert will sich die BAG-Frau zu einzelnen Präparaten nicht äussern.

13.49 Uhr: Wie werden die Einreisenden kontrolliert?

Hier sind nur Stichproben möglich, antwortet Mathys.

13.48 Uhr: Zu den Schulen

Eine neue Studie aus Genf besagt, Kinder seien ansteckender als gedacht. «Kinder und Schulen sind sicherlich nicht frei von Coronaviren. Da haben wir in den letzten Monaten viel dazulernen müssen», sagt Mathys. Wie es da weitergeht, sei bisher nicht klar, werde aber mit den Erziehungsdirektoren erörtert.

13.46 Uhr: Fallzahlen, R-Wert und Mutationen

Solange der Reproduktionswert unter 1 bleibe, nehmen die Fallzahlen ab, sagt Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit. Die neue Variante könne aber zu einem schnellen Anstieg dieses Werts auch wieder über 1 führen, wenn die mutierten Viren Überhand nehmen. Darum sei es angezeigt, sich weiterhin an die Massnahmen zu halten, um hier auf der sicheren Seite zu sein, so Mathys. Er sieht aber keinen Anlass für eine Verschärfung der Massnahmen.

13.44 Uhr: Zum Impf-Fahrplan

Über 2 Millionen Personen haben erste Priorität, sagt Kronig. Wie viele davon geimpft werden, hänge von der Impfbereitschaft ab: Man könne also nicht sagen, sobald XY Prozent der ersten Gruppe geimpft sind, kommt die nächste dran. Die Lieferschwankungen verunmöglichten es weiter, einen genaueren Zeitplan zu erstellen.

13.39 Uhr: Massnahmen sinnvoll?

Welche Bilanz ziehen die Experten mit Blick auf die neuen Massnahmen? Eine positive, sagt Mathys. Die verminderten Hospitaliserungen und Todeszahlen würden das belegen. Trotzdem gebe es keinen Grund, unmittelbar an Lockerungen zu glauben, dazu sei die Lage noch zu unsicher.

13.37 Uhr: Aufhebung des Patentschutzes brächte wenig

Die nächste Frage dreht sich um die Verfügbarkeit der Impf-Dosen. Ein Journalist will wissen, wie sich diese verbessern liesse – etwa durch die Aufhebung von Patenten. Nora Kronig vom BAG sagt, dass es immer schwierig sei, die Produktion von Impfstoffen so schnell heraufzufahren. Derzeit würden diese Impfstoffe weltweit stark nachgefragt.

Selbst wenn man nun den Schutz aufheben würde, wäre es für Drittanbieter schwierig, schnell selbst Impfstoff produzieren zu können. Zudem sei man beim Ansatz des Bundes auf eine Zusammenarbeit mit privaten Anbietern angewiesen – dafür brauche es Sicherheit.

13.35 Uhr: Mutationen nicht unterschätzen

Mathys sagt, die Mutation sei sehr wohl gefährlich – auch wenn sie schon im Oktober in der Schweiz aufgetaucht sein sollte. Es bestehe die Gefahr, dass es eine Wende geben könnte und die Zahlen rasch wieder zunähmen. Wenn eine kritische Masse von solchen Infektionen erreicht würde, könnte die Zahl der neuen Patienten «explodieren. Das hat nichts mit Angstmachen zu tun.»

13.33 Uhr: Die schwierige Frage nach der Öffnung

«Wir haben immer gesagt, dass es schwierig ist, klare Öffnungskriterien festzulegen», sagt Lévy auf die Frage nach möglichen Lockerungen. Die Situation sei zudem jetzt nicht so gut, wie man es sich für Anfang Februar erhofft habe. Die Fallzahlen seien noch viel zu hoch. Zudem gebe es nach wie vor viele Unwägbarkeiten, was sich gerade an der Ausbreitung der mutierten Coronaviren zeige. Es sei nicht möglich, nun zu einer Art Ampel-System für die Massnahmen zu kommen, sagt Lévy.

13.30 Uhr: Zur Impf-Verzögerung

«Die Pandemie und die Impfung sind ein Lernprozess«, heisst es zur Kritik, die Impfung hätte besser geplant werden müssen. Kronig ergänzt, die Kantone seien zuständig, es gebe aber eine enge Zusammenarbeit.

13.26 Uhr: Fragerunde – Bund begrüsst Bündner Massentests

Der Bund erachtet die Massentests nach Ausbrüchen in Schulen im Kanton Graubünden als gut. Der Kanton nehme hier eine Vorreiterrolle ein, das sei klug, sagt Anne Lévy vom Bundesamt für Gesundheit auf die Frage einer Journalistin.

13.25 Uhr: Kantone beim Impfen flexibel

Daniel Aeschbach sagt, die «Kinderkrankheiten» seien nach dem Impf-Auftakt ausgeräumt. Er wirbt um Geduld und Durchhaltewillen in der Causa. Jene Kantone, die bereits die erste Dosis verimpft, nun aber die zweite Dosis nicht bekommen haben, können auf Hilfe zählen. Mit einer «Tauschbörse» helfen Kantone, die noch Dosen haben, aus, damit die zweite Dosis im Zeitrahmen gesetzt werden kann. Später bekommen diese Kantone ihre Dosis dann zurück.

13.20 Uhr: Mehr Impfstoff für Kantone mit älterer Bevölkerung

Nora Kronig berichtet noch einmal, die Verzögerungen bei den Impfungen sollen im zweiten Quartal aufgeholt werden. Der Verteilschlüssel priorisiert zuerst besonders Gefährdete: Kantone mit viel älterer Bevölkerung bekommen also mehr Impf-Dosen. Mit den Herstellern der Impfstoffe werde weiter verhandelt, wobei der Bund einen «diversifizierten Ansatz» verfolge, was sich wohl auf die verschiedenen Präparate bezieht.

13.16 Uhr: Neues Einreise-Regime

Ab Montag müssen alle Einreisenden ein elektronisches Einreiseformular ausfüllen, erinnert Mathys. Es kann auf der Website des BAG abgerufen und ausgefüllt werden. Das BAG will so Ansteckungen im internationalen Reiseverkehr besser nachvollziehen können. Grenzgänger sind davon ausgenommen.

13.15 Uhr: Mutationen als Gefahr

Mathys geht davon aus, dass derzeit 20 Prozent der Fälle die neuen Mutationen betrifft. Die Zahlen würden sich jede Woche verdoppeln. Ob sie dafür verantwortlich sind, dass der R-Wert nicht stark genug sinkt, könne Mathys noch nicht bestätigen, da noch nicht genügend Daten vorlägen.

13.13 Uhr: Zahlen-Update

Patrick Mathys sagt, die Fallzahlen nähmen nicht schnell genug ab, während die Entspannung bei den Hospitaliserungen noch nicht zu einer Entspannung der Lage auf den Intensivstationen führen würde. Die deutliche Abnahme bei den Todesfällen erfreut Mathys. Die Positivitätsrate sinke ebenfalls, liege bei 7 bis 9 Prozent, müsse aber noch auf 5 sinken. Die neuen Virusvarianten nehmen allerdings «deutlich zu».

13.10 Uhr: Die neusten Covid-Zahlen des Bundes

Während die Fachexperten informieren, veröffentlicht das Bundesamt für Gesundheit die neusten Fallzahlen. In den vergangenen 24 Stunden wurden 1633 neue Infektionen erfasst bei 25'279 Tests. Daraus ergibt sich eine Positivitätsrate von 6,5 Prozent. 90 Menschen wurden wegen Covid neu in Spitalpflege eingewiesen, 46 sind an oder mit Corona gestorben.

13.05 Uhr: 315'000 Dosen verimpft

Die neue Test-Strategie des Bundes soll nun helfen. Pilotprojekte sollen neue Erfahrungen einbringen. Das Einhalten der Schutzkonzepte sei aber weiter «essenziell». 

3,6 Prozent der Bevölkerung sind bisher geimpft worden, so Lévy: 550'000 Dosen seien in die Schweiz geliefert worden, davon seien 315'000 Dosen verbraucht worden. Es sei nicht ungewöhnlich, dass es Lieferverzögerungen beim Impfstoff gebe, so Lévy. Bund und Kantone seien hier auf einem «guten Kurs».

13 Uhr: Beginn der Medienkonferenz

Anne Lévy, Direktorin BAG, macht den Auftakt und blickt zurück: Im Februar 2020 war der erste Fall in der Schweiz nachgewiesen worden. «Im Sommer 2020 liess uns das Virus noch viele Freiheiten.» Die zweite Welle sei dann «heftiger» gewesen als angenommen und habe viel Engagement gefordert. Die Konsequenzen seien «sehr einschneidend» gewesen. Der Eindruck, die Welle flache nun ab, sei aber «trügerisch» – vor allem wegen der Mutationen.

Patrick Mathys, Anne Levy und Nora Kronig (von links) vom Bundesamt für Gesundheit BAG bei der Medienkonferenz am 2. Februar 2021 in Bern. 
Patrick Mathys, Anne Levy und Nora Kronig (von links) vom Bundesamt für Gesundheit BAG bei der Medienkonferenz am 2. Februar 2021 in Bern. 
Bild: Keystone

12.30 Uhr: Gleich informieren die Experten des Bundes

Um 13 Uhr informieren Experten über den aktuellen Pandemie-Stand. Anwesend sind:

- Daniel Aeschbach, Chef Armeeapotheke
- Amedeo Cianci, Leiter Sektion Rechtsbereich 2, BAG
- Nora Kronig, Vizedirektorin, BAG
- Anne Lévy, Direktorin, BAG
- Patrick Mathys, BAG
- Michael Jordi, Generalsekretär, Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK

11.52 Uhr: 172 Neuansteckungen im Kanton Bern

Im Kanton Bern sind innert eines Tages 172 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Kanton am Dienstag auf seiner Website mit. Durchgeführt wurden insgesamt 2045 Tests. Am Montag waren lediglich 74 Neuansteckungen gemeldet worden, am Dienstag vergangener Woche 128. Allerdings wurden an diesen beiden Tagen auch weniger Tests durchgeführt.

Im Spital lagen am Dienstag noch 125 Covid-Kranke, sieben weniger als am Vortag. 25 befanden sich auf der Intensivstation, 18 von ihnen wurden künstlich beatmet.

Drei weitere Menschen sind an den Folgen einer Covid-Erkrankung verstorben. Seit Beginn der Pandemie gab es im Kanton Bern 933 Todesfälle, die in Zusammenhang mit Covid-19 stehen.

11.44 Uhr: China informiert über gefälschte Impfstoffe

Gefälschte Impfstoffe aus China sind offenbar auch in andere Länder verkauft worden. Nach der Entdeckung eines Fälscherrings und 80 Festnahmen berichtete Aussenamtssprecher Wang Wenbin am Dienstag vor der Presse in Peking, dass nach seinem Verständnis «betreffende Länder» über die Lage unterrichtet worden seien. Konkreter wurde er nicht. «Die Zusammenarbeit in der Strafverfolgung mit den entsprechenden Ländern wird verstärkt, um die Verbreitung solch krimineller Aktivitäten zu verhindern.»

Am Vortag war in China ein «grösserer Fall» gemeldet worden, bei dem gefälschte Covid-19-Impfstoffe produziert und verkauft worden waren. Seit September 2020 hätten die Fälscher unwirksame Kochsalzlösung abgefüllt, um sie als Impfstoff zu verkaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Insgesamt seien 3000 Dosen beschlagnahmt worden. Die Polizeiaktion sei an mehreren Orten in Peking und den Provinzen Shandong und Jiangsu erfolgt. Der Umlauf der gefälschten Impfstoffe durch die Bande sei gestoppt worden.

11.38 Uhr: Schweizerinnen und Schweizer weniger in der Freizeit unterwegs

Schweizerinnen und Schweizer sind weiterhin weniger unterwegs als in coronafreien Zeiten. Per 31. Januar sank die Mobilität im Zusammenhang mit Freizeit – Gastronomiebesuche eingeschlossen – weiter, wie das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag zu seinem Mobilitätsmonitoring mitteilte.

Seit den mit per 18. Januar gültigen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bewegt sich die Mobilität im Zusammenhang mit dem Berufsverkehr auf dem etwa gleich tiefen Niveau. Das gleiche Bild zeigt sich bei Mobilität bezüglich Einkaufsverhalten.

Das Melde- und Lagezentrum der Nationalen Alarmzentrale wertet periodisch Daten über das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung aus. Diese stützt es auf Informationen der Swisscom, der SBB und des Bundesamts für Zivilluftfahrt. Insgesamt hat seit Oktober die Mobilität abgenommen.

11.16 Uhr: Bund sieht Epidemie seit Anfang Januar stabil bis leicht rückgängig

Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes sieht in der epidemiologischen Lage in der Schweiz seit Anfang Januar einen rückgängigen und ab Mitte Januar noch einen stabilen bis leicht rückgängigen Verlauf. Die Übersterblichkeit nimmt ab, ist aber in der Ost- und Zentralschweiz, in Zürich und im Tessin immer noch sichtbar.

Das schreibt die Covid-19-Taskforce in ihrer am Dienstag veröffentlichten Lagebeurteilung. Die Anzahl bestätigter Fälle über die letzten 14 Tage liegt demnach bei 296 pro 100'000 Einwohner. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 374. Die Positivitätsrate nahm gegenüber der Vorwoche von 11 Prozent auf 10,4 Prozent per 31. Januar bei ab.

In den vergangenen zwei Wochen gab es täglich zwischen 27 und 57 Todesfälle. Das Bundesamt für Statistik weist gemäss Taskforce in der Sterblichkeitsstatistik seit Mitte Oktober eine deutliche Übersterblichkeit bei den Personen ab 65 Jahren aus. Diese ist in der Ost- und Zentralschweiz, in Zürich und im Tessin immer noch vorhanden, nimmt aber grundsätzlich ab.

10.46 Uhr: Sechs Schüler in St. Gallen mit Corona-Mutation infiziert

In der Stadt St. Gallen und in Wattwil-Krinau sind bei Testungen in zwei Schulhäusern insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler positiv auf die Corona-Mutation N501Y getestet worden, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Betroffen ist das Schulhaus Engelwies, wo von 168 Proben vier positiv ausfielen. Die infizierten Schülerinnen und Schüler wurden in Isolation geschickt. Quarantäne wurde zudem zwei Klassen und engen Kontaktpersonen verordnet.

Auch im Schulhaus Wis wurden 190 Kinder und das ganze Personal getestet. 16 Schülerproben fielen positiv aus. Bei zwei davon wurde die Mutation N501Y nachgewiesen. Neben den positiv getesteten Kindern wurden auch zwei Klassen und enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt.

In St. Gallen wurde bei sechs Schülerinnen und Schülern die Corona-Mutation N501Y nachgewiesen. (Symbolbild)
In St. Gallen wurde bei sechs Schülerinnen und Schülern die Corona-Mutation N501Y nachgewiesen. (Symbolbild)
Bild: Keystone / dpa / Matthias Balk

10.33 Uhr: Österreich verschärft Einreise-Bestimmungen

Österreich verschärft aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Corona-Test vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein Freitesten nach fünf Tagen sei nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in Wien. Pendler müssten sich wie andere Einreisende auch nun online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Corona-Test vorlegen. Seit Beginn der Grenzkontrollen im Dezember seien drei Millionen Menschen überprüft worden, 200'000 seien in Quarantäne geschickt worden.

Um möglichst jeden Grenzübertritt von Touristen zu verhindern, würden die Kontrollen in Skigebieten verstärkt, so der Innenminister. Zuletzt waren Fälle bekanntgeworden, dass sich Ausländer als Arbeitssuchende ausgegeben hatten, letztlich aber zum Skifahren gekommen waren. Die Strafen für die Verstösse gegen die Hygieneregeln würden deutlich erhöht. Das Nichttragen von FFP2-Masken oder ein Ignorieren des Mindestabstands koste nun jeweils 90 Euro, hiess es.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat grünes Licht für die Öffnung des Handels gegeben. Gleichzeitig wurden die Einreiseregeln in Österreich verschärft.
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat grünes Licht für die Öffnung des Handels gegeben. Gleichzeitig wurden die Einreiseregeln in Österreich verschärft.
Bild: Helmut Fohringer/APA/dpa

Von der ab 8. Februar geplanten Rückkehr zum Präsenzunterricht in den Schulen werden nach den Worten von Bildungsminister Heinz Fassmann nur Kinder profitieren, die sich auch testen lassen. «Wer nicht will, dass sein Kind getestet wird, der lässt es bitte zu Hause.» Die häufigen Tests auf dem Schulgelände, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske zumindest bei älteren Schülern und der Schichtbetrieb seien eine umfassende Vorsorge. «Was wir als Sicherheitsnetz gebaut haben, sucht seinesgleichen in Europa», so der Minister.

Österreich lockert den Corona-Lockdown ab nächste Woche. Alle Geschäfte, die Friseure und auch die Museen dürfen öffnen. Es gelten strenge Hygieneregeln. Die geschlossene Gastronomie und die Hotellerie warten weiter auf eine Entscheidung.

10.24 Uhr: Rund 131'000 Corona-Neuinfektionen in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden rund 131'000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt worden. Das sind rund 20'000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Dienstagmorgen (MEZ) hervorging.

Zudem starben am selben Tag 1881 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus. Der bisherige Höchstwert war am 12. Januar mit 4466 Toten binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der bisherige Tagesrekord an Neuinfektionen wurde am 2. Januar mit 300'282 neuen Fällen gemeldet.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat den Kampf gegen die Pandemie zu einem seiner Kernanliegen erklärt. Er hat unter anderem als Ziel ausgerufen, dass bis zum Ende seiner ersten 100 Tage im Amt – Ende April – mindestens 100 Millionen Impfdosen verabreicht sein sollen.

In den vergangenen Tagen hatte das Impftempo zugenommen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC wurden bislang etwa 32,2 Millionen Impfdosen gespritzt.

10.15 Uhr: Polizei löst illegales Treffen in Shisha-Bar in Spreitenberg auf

In Spreitenbach AG hat die Polizei am Sonntag ein illegales Treffen in einer Shisha-Bar aufgelöst. Knapp 40 Personen hatten sich trotz der geltenden Corona-Massnahmen dort getroffen, wie die Kantonspolizei Aargau am Dienstag mitteilte.

Sie war durch eine Drittperson auf das Treffen aufmerksam gemacht worden. Die ausgerückten Polizeipatrouillen seien nicht in das Lokal eingelassen worden, heisst es in der Mitteilung. Deshalb sei die Liegenschaft gestützt auf einen Durchsuchungsbefehl durchsucht worden.

Um diverse verschlossene Türen im Innern öffnen zu können, musste ein Schlüsseldienst hinzugezogen werden. Schliesslich traf die Polizei in dem Lokal knapp 40 Personen an, die sich teilweise versteckt hatten. Sie alle wurden wegen Widerhandlung gegen die Covid-19-Verordnung angezeigt, der Betrieb wurde geschlossen.

9.59 Uhr: Schwarze US-Bürger laut Studie seltener geimpft

Eine neue Auswertung von Impfdaten durch die US-Behörden legt eine ungerechte Verteilung der Corona-Vakzine zwischen Schwarzen und Weissen in dem Land nahe. Zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar erhielten in den USA fast 13 Millionen Menschen mindestens eine Impfung, wie die Gesundheitsbehörde CDC am Montag mitteilte. Von den rund 6,7 Millionen Menschen, deren Angaben über ethnische Zugehörigkeit vorlagen, bezeichneten sich nur 5,4 Prozent als Schwarze. 60,4 Prozent bezeichneten sich dagegen als Weisse.

Weitere 11,5 Prozent gaben demnach an, lateinamerikanischer oder asiatischer Abstammung zu sein. Zugleich mahnte die CDC zu Zurückhaltung bei der Bewertung der Studie, denn 14 Prozent der befragten Geimpften bezeichneten ihre Zugehörigkeit als «vielfältig» oder sahen sich einer anderen Ethnie zugehörig. Deshalb seien weitere Studien nötig, um über Ungerechtigkeiten in der US-Impfkampagne abschliessend urteilen zu können, erklärte die CDC.

Einer Studie zufolge werden in den USA deutlich weniger schwarze Bürger gegen das Coronavirus geimpft als ihre weissen Landsleute.
Einer Studie zufolge werden in den USA deutlich weniger schwarze Bürger gegen das Coronavirus geimpft als ihre weissen Landsleute.
Bild. Epa/Mark Lennihan / Pool

In den Vereinigten Staaten hatte es zuletzt die Sorge gegeben, dass Schwarze in der Impfkampagne benachteiligt würden. In einigen Regionen stehen die Impfzentren in vor allem von Weissen bewohnten Gegenden. Zudem verfügen nicht alle US-Bürger über einen Internetzugang, der für die Vereinbarung eines Impftermins indes nötig ist. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit, dass erkrankte Afroamerikaner an Covid-19 sterben, mehr als zweimal höher als im Durchschnitt.

9.40 Uhr: Japan verlängert Notstand für Grossraum Tokio

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga will den Corona-Notstand für den Grossraum Tokio und weitere Präfekturen um einen Monat verlängern. Der zunächst bis 7. Februar verhängte Notstand für Tokio und die umliegenden Präfekturen Kanagawa, Chiba und Saitama sowie für die Präfekturen Aichi, Gifu, Osaka, Kyoto, Hyogo und Fukuoka solle bis zum 7. März dauern, kündigte Suga am Dienstag – keine sechs Monate vor den in Tokio geplanten Olympischen Spielen – laut Medien im Parlament an. Nur in Tochigi wird er am 7. Februar aufgehoben.

Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt gesunken, doch die Lage in den Krankenhäusern bleibt wegen der weiterhin hohen Zahl an schwer Erkrankten angespannt. Zu Wochenbeginn lagen 975 Patienten auf den Intensivstationen, 133 allein in Tokio. Ein Lockdown ist der Notstand nicht: Restaurants und Bars sollen ab 19 Uhr keinen Alkohol ausschenken und schon um 20 Uhr schliessen. Die Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben und vor allem nicht nach 20 Uhr auszugehen.

In Tokio sollen dieses Jahr trotz der Corona-Pandemie die Olympischen Spiele stattfinden.
In Tokio sollen dieses Jahr trotz der Corona-Pandemie die Olympischen Spiele stattfinden.
Bild: Keystone

Anders als andere Länder hat Japan keine rechtliche Handhabe, harte Ausgangssperren zu verhängen. An diesem Mittwoch will die Regierung jedoch ein Gesetz durchs Parlament bringen, das Bussgelder vorsieht, wenn Covid-Patienten sich weigern, ins Krankenhaus zu gehen und Restaurants und Bars die Aufforderung zur frühen Schliessung ignorieren. Den Plan einer Gefängnisstrafe für positiv getestete Personen, die eine Behandlung im Krankenhaus verweigern, liess Sugas Regierung zuvor wieder fallen.

8.50 Uhr: WHO-Experten unterwegs in Wuhan 

Experten der Weltgesundheitsorganisation haben ein Zentrum für Tierkrankheiten in Wuhan besucht. Damit setzte das Team am Dienstag seine Untersuchungen zum Ursprung der Corona-Pandemie in China fort. Das Teammitglied Peter Daszak sagte später, es handele sich um eine «exzellente Einrichtung» und sie hätten ein «sehr informatives Treffen» abgehalten.

Das Team habe sich mit Mitarbeitenden getroffen, die für die Gesundheit von Nutztieren in der Provinz Hubei zuständig seien, Labors besucht und eine eingehende Diskussion mit Fragen und Antworten gehabt, twitterte er. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Covid-19-Erkrankung war Ende 2019 zum ersten Mal in Wuhan festgestellt worden.

8.10 Uhr: Immobilienpreise von Krise unbeeindruckt

Auf den Immobilienmarkt in der Schweiz wirkt sich die Corona-Krise nicht negativ aus: Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen wurden seit Anfang Jahr sogar erneut etwas teurer. 

Hauskäufer mussten im Januar im Schnitt 0,5 Prozent mehr für ein Eigenheim bezahlen als im Vormonat. Und auch Eigentumswohnungen kosteten im Januar gegenüber Dezember 0,4 Prozent mehr. Das zeigt der neueste Swiss Real Estate Offer Index, der vom Immobilienportal Immoscout24 zusammen mit dem Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird und am Dienstag publiziert wurde.

Für Mieterinnen und Mieter gibt es eine gute Nachricht: Die Preise von Mietwohnungen nahmen im Januar über die ganze Schweiz hinweg nicht weiter zu. Grössere Schwankungen gab es einzig in der Region Zürich und im Tessin: In Zürich wurden Mietwohnungen im Monatsvergleich um 1,1 Prozent günstiger. Im Tessin nahmen die Mieten um 1,7 Prozent zu.

7.17 Uhr: Weniger Flüge, weniger CO2-Kompensationen

Wegen der Pandemie reisen die Leute seltener mit dem Flugzeug – und entsprechend weniger wird CO2-Ausstoss kompensiert. Bei der Schweizer Organisation Myclimate kompensierten Private im Jahr 2020 Kompensationen über rund zwei Millionen Franken. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch fünf Millionen Franken gewesen, wobei 2019 auch ein Rekordjahr für Myclimate war. 

Dieser deutliche Rückgang sei eine direkte Folge der Pandemie, steht für Mediensprecher Kai Landwehr fest: «Dadurch, dass viele Flüge und Flugreisen aufgrund der Corona-Situation nicht möglich waren, wurden diese Flüge auch nicht auf der Myclimate-Seite kompensiert», sagt er zu SRF. Dennoch sei man mit dem erreichten Betrag von zwei Millionen Franken zufrieden. 

Flugpläne legten viele 2020 auf Eis. Im Bild: Ein Airbus 340-300 der Swiss beim Start in Zürich.
Flugpläne legten viele 2020 auf Eis. Im Bild: Ein Airbus 340-300 der Swiss beim Start in Zürich.
Bild: Keystone

6.30 Uhr: Detailhandel: Läden sollen ab März öffnen dürfen

Der Detailhandel drängt angesichts sinkender Fallzahlen, Spitaleintritte und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf die Wiederöffnung der Läden ab Anfang März, berichtet die «Neue Zürcher Zeitung». Eine Schliessung der Geschäfte über Ende Februar hinaus sei für den Branchenverband Swiss Retail Federation «keine Option», sagte dessen Geschäftsführerin Dagmar Jenni der Zeitung. Geschäfte seien keine Ansteckungsherde.

Nun sei eine klare, nicht mehr von Angst geleitete Strategie nötig. Alle Geschäfte mit den bewährten Schutzkonzepten sollten öffnen können, forderte Jenni. Flankierend müssten die Behörden breiter testen, das Contact Tracing in den Griff bekommen und eine wirkungsvolle Impfstrategie verfolgen. Sonst werde der Detailhandel «an die Wand gefahren».

Der Gewerbeverband schliesst sich dem Bericht zufolge der Forderung der Swiss Retail Federation an. «Und zwar zu 100 Prozent», so Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Gewerbeverbands.

Geschlossenen Geschäfte in der Altstadt von Luzern am 18. Januar 2021.
Geschlossenen Geschäfte in der Altstadt von Luzern am 18. Januar 2021.
Bild: Keystone

6 Uhr: Maskenpflicht in ÖV in den USA in Kraft

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist in den USA eine landesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln in Kraft getreten. An Bord von Flugzeugen, Schiffen, Fähren, Zügen, U-Bahnen, Bussen, Taxis und ähnlichen Verkehrsmitteln muss seit kurz vor Mitternacht (23:59 Ohr Ortszeit US-Ostküste/5:59 Uhr MEZ am Dienstag) ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Gesundheitsbehörde CDC verfügte. Die Maskenpflicht gilt auch an Verkehrsknotenpunkten wie zum Beispiel Flughäfen, Bahnhöfen oder Häfen. Verkehrsunternehmen dürfen demnach nur Personen transportierten, die der Maskenpflicht Folge leisteten.

Die Anordnung gilt auf unbestimmte Zeit. CDC behielt sich die Verhängung von Strafen bei Nichtbeachtung vor, diese sind aber zunächst nicht vorgesehen. Man setze in erster auf ein freiwilliges Befolgen der Maskenpflicht, hiess es in der Anordnung. Der neue US-Präsident Joe Biden hatte den Kampf gegen die Pandemie zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt. Er unterzeichnete kurz nach seinem Amtsantritt am 20. Januar eine Verfügung, die eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vorsieht.

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore zufolge mehr als 440'000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus ums Leben gekommen. Mehr als 26 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen.

5.50 Uhr: WHO behält bei Forschung Langzeitfolgen im Blick

Im Kampf gegen die Pandemie liegt derzeit das Hauptaugenmerk auf Impfstoffen und der Erforschung neuer Virus-Varianten. Doch nach Einschätzung der WHO-Expertin Janet Diaz sind Forschungen über die langfristigen Folgen mancher Corona-Infektionen genauso wichtig. «Wir haben immer noch nicht vollständig ergründet, was Long Covid ist», sagte Diaz in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Genf. Es gebe da noch einiges zu lernen, sagte die Long-Covid-Beauftragte im WHO-Notfallprogramm für die Pandemie. Die Weltgesundheitsorganisation richtet daher am 9. Februar das erste globale Long-Covid-Seminar mit Wissenschaftlern und Ärzten aus. Danach soll der Austausch zu dem Thema in regelmässigen Abständen fortgesetzt werden. Laut Diaz legen Studien aus Grossbritannien und anderen Ländern nahe, dass etwa jeder Zehnte nach einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 noch mindestens einen Monat später unter Symptomen leidet.

Während bei der akuten Corona-Infektion alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, stellt sich die Lage bei Long Covid anders dar: Die Langzeitfolgen treffen Menschen mit unterschiedlicher Schwere der Covid-19-Erkrankungen und offenbar auch jüngere Menschen – und sogar Kinder, sagte Diaz. Die Medizin müsse sich nicht nur mit der Vorbeugung gegen Corona-Ansteckungen und der Behandlung akuter Infektionsfälle beschäftigen, sondern auch mit der Folgebehandlung bis zur vollständigen Genesung. Die häufigsten Langzeit-Symptome scheinen Erschöpfung und Müdigkeit zu sein, hinzu kommen Kurzatmigkeit, Herzrasen, aber auch neurologische und kognitive Probleme.



5.31 Uhr: Zweites Impfzentrum eröffnet im Kanton Thurgau

Heute wird der Kanton Thurgau im Beisein von Gesundheitsminister Alain Berset sein zweites Impfzentrum im Hafen von Romanshorn eröffnen. Auf dem Bodenseeschiff «MS Thurgau» soll an wechselnden Standorten gegen das Coronavirus geimpft werden. Der Impfstart war im Thurgau im Vergleich zu anderen Kantonen harzig verlaufen. In einer ersten Zwischenbilanz des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bildete der Thurgau das Schlusslicht.

5.24 Uhr: Manaus erhält WHO-Hilfslieferungen

Nach dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Manaus haben die brasilianische Amazonas-Metropole und der Bundesstaat Amazonas Corona-Hilfe von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen. In der vergangenen Woche seien 45 Sauerstoff-Zylinder gespendet worden, hiess es in einer Mitteilung der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho) am Montag. Zu der Lieferung gehörten demnach auch 1500 Thermometer zur Temperatur-Messung von Covid-19-Patienten und 4600 Oximeter, die dabei helfen, den Gesundheitszustand eines Patienten zu bestimmen. Zudem wurden 60'000 Schnelltests zur Diagnose von Covid-19 in Aussicht gestellt.

Die Paho ist die Regionalorganisation der WHO in Nord- und Südamerika – und Brasilien eines der am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Bislang haben sich in dem grössten Land Lateinamerikas rund 9,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 225'000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

In Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, ist das Gesundheitssystem unter der Corona-Last zusammengebrochen. Krankenhausbetten und Sauerstoff für Covid-19-Patienten fehlen. Patienten werden in andere Bundesstaaten ausgeflogen. Gesundheitsminister Eduardo Pazuello warnte am Freitag, dass weiter bis zu 100 Patienten am Tag sterben würden, wenn nicht 1500 Patienten verlegt werden. Auch im Inneren des Bundesstaates Amazonas sterben Patienten, weil sie nicht mit Sauerstoff versorgt werden können.

4.33 Uhr: SNB hält trotz Kritik an Geldpolitik fest

Nationalbankpräsident Thomas Jordan hat bekräftigt, dass sich die Zentralbank durch die Einstufung der Schweiz als Währungsmanipulator durch die USA nicht von ihren Eingriffen am Devisenmarkt zur Schwächung des Franken abbringen lassen werde. Im Moment seien diese Interventionen in den Devisenmarkt sehr wichtig, weil die Nationalbank grossen Druck auf den Franken gesehen habe, gerade in der Covid-Krise, sagte Jordan am Montag in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin ECO des Schweizer Fernsehens. Die Nationalbank stemmt sich seit sechs Jahren mit Negativzinsen und Fremdwährungskäufen gegen eine Aufwertung des in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragten Frankens.



2.54 Uhr: Kein Durchbruch bei US-Hilfspaket

Im Ringen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA ist bei einem Treffen zwischen dem neuen demokratischen Präsidenten Joe Biden und republikanischen Senatoren kein Durchbruch erzielt worden. Das etwa zweistündige Gespräch im Weissen Haus sei zwar exzellent und sehr produktiv gewesen, sagte Senatorin Susan Collins am Montagabend (Ortszeit). Auch habe es eine ehrliche und sehr nützliche Diskussion gegeben, fügte die Republikanerin hinzu. Eine Einigung auf ein Konjunkturpaket habe man aber nicht erzielt, wobei dies von einem ersten Treffen auch nicht zu erwarten gewesen sei. Beide Seiten seien sich einig, weiter im Gespräch zu bleiben.

Das Weisse Haus bezeichnete das Gespräch als umfangreich und produktiv. Bidens Sprecherin Jen Psaki erklärte, es gebe in einigen Bereichen Übereinstimmung. Der Vorschlag der Republikaner sei jedoch in manchen Bereichen nicht ausreichend. Der Präsident fordere vom Kongress mutiges und dringliches Handeln, erklärte Psaki. Biden werde keine Einigung akzeptieren, die der Corona-Krise nicht gerecht werde.

Biden bemüht sich um eine überparteiliche Einigung für das Paket. Er hat ein Massnahmenbündel im Umfang von rund 1,9 Billionen US-Dollar vorgeschlagen, was fast 10 Prozent der US-Wirtschaftsleistung entspräche. Zehn republikanische Senatoren hatten am Montag vor dem Gespräch ihren Gegenvorschlag präsentiert, der gut 600 Milliarden Dollar umfassen soll.

Der Kongress hatte erst Ende Dezember ein Hilfspaket in Höhe von rund 900 Milliarden Dollar verabschiedet, weswegen viele Republikaner derzeit nur geringen Handlungsbedarf sehen. Nach der Zuspitzung der Pandemie in den USA hatte der Kongress im letzten Frühjahr Konjunkturpakete von fast 3 Billionen Dollar beschlossen.

1 Uhr: Januar: Monat mit bisher meisten Corona-Toten in USA

Der Januar war der Monat mit den bisher meisten Corona-Toten in den USA. Mehr als 95'000 Menschen seien an oder mit dem Virus gestorben, teilte die US-Seuchenschutzbehörde CDC am Montag mit. Es gebe aber auch einige positive Signale: Die Zahl der Corona-Patienten in den Spitälern sank mit dem Monatswechsel erstmals seit zwei Monaten wieder unter 100'000. In allen 50 Staaten geht zudem die Zahl der Neuinfektionen nach unten. Fast 250'000 waren es landesweit pro Tag Mitte Januar, mittlerweile sind es um die 148'000. Und auch die Impfungen kommen in den USA besser voran als in der EU.

Der Rückgang der neuen Fälle und Corona-Patienten in stationärer Behandlung sei ermutigend, sagte CDC-Direktorin Rochelle Walensky. Aber gleichzeitig zeigten die vielen Toten im Januar, wie sehr sich die USA noch im Griff des Virus befänden. Insgesamt starben mehr als 440'000 Menschen in den USA an oder mit dem Virus.

Geimpft wird in den USA seit Mitte Dezember. Nach holprigem Start nimmt die Impfaktion Fahrt auf. Mehr als 32,2 Millionen Impfungen wurden laut CDC bis Ende Januar verabreicht. Seit der neue Präsident Joe Biden im Amt am 20. Januar sein Amt antrat, waren es täglich rund 1,3 Millionen, also deutlich über dem Ziel von einer Million Impfungen pro Tag, das er sich für seine ersten 100 Tage als Präsident zum Ziel gesetzt hatte. Fast sechs Millionen Amerikaner wurden bereits zweimal geimpft.

0.05 Uhr: Frankreichs Skilifte bleiben geschlossen

In Frankreichs Wintersportorten müssen die Skilifte vorerst geschlossen bleiben. «Die gesundheitliche Situation lässt die Wiedereröffnung der Skilifte in unseren Skigebieten nicht zu», schrieb Premierminister Jean Castex am Montagabend nach einem Treffen mit Vertretern aus der Branche auf Twitter. Castex nannte kein Datum für eine geplante Wiedereröffnung. Das Amt des Premiers bestätigte auf Nachfrage Medienberichte, wonach die Skilifte auf jeden Fall den ganzen Februar geschlossen blieben und es noch kein Datum für eine Öffnung gebe. Die Ansage der Regierung kommt wenig überraschend. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits angedeutet, dass es unwahrscheinlich sei, dass die Lifte im Februar öffnen können. In Frankreich stehen die Winterferien bevor.

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