Fast 2500 neue Ansteckungen und ein Hilferuf

SDA

8.4.2021 - 16:14

Studentinnen und Studenten mit Masken an der Universitaet Zuerich am Montag, 14. September 2020, in Zuerich. An der UZH gilt eine Maskentragepflicht in oeffentlich zugaenglichen Innenraeumen, wie Korridore, Lichthoefe, Toilettenanlage, Aufzuege, Museen, Bibliotheken und Gastrobereiche. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Die Lage von Studentinnen und Studenten in der Schweiz ist angespannt.
Bild: Keystone/Alexandra Wey

Während das BAG einen erneuten Anstieg der Coronavirus-Ansteckungen meldet, schlagen Studentinnen und Studenten an Schweizer Unis Alarm.

SDA

8.4.2021 - 16:14

2449 Coronavirus-Ansteckungen hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag gemeldet, 481 mehr als vor einer Woche. Über Ostern wurde so wenig getestet, dass im Wochenvergleich die Zahl der Ansteckungen leicht sank. Derweil wurde wegen der Covid-19-Pandemie ein Hilferuf der Studierenden laut.

Laut dem BAG gab es 20 neue Todesfälle und 156 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 5,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 280,16 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,03. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern wurde am Donnerstag mit 68,9 Prozent angegeben. 21 Prozent dieser Betten waren von Covid-19-Patienten besetzt. Immerhin: 604'312 Personen waren bereits vollständig geimpft.

Weniger Tests über Ostern

Die Zahl gemeldeter Corona-Ansteckungen sank in der Woche 13 vom 29. März bis 4. April um 2,2 Prozent. Es wurden 12'284 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 12'555 in der Vorwoche. Dies teilte das BAG am Donnerstag in seinem Wochenbericht mit – und stellte gleichzeitig klar: Wegen veränderten Testverhaltens über Ostern seien mehr Nachmeldungen zu erwarten.

In der Woche 13 wurden zudem 60 Todesfälle und 373 Hospitalisationen gemeldet, gegenüber 48 respektive 329 in der Vorwoche. Wegen der ausstehenden Nachmeldungen rechnete das BAG auch hier mit einem Anstieg der Zahlen.



Studierende rufen um Hilfe

Studentinnen und Studenten riefen wegen der Covid-19-Pandemie um Hilfe. Der digitale Unterricht, die finanzielle Lage der Studierenden, ihre mentale Gesundheit sowie die Lage bei Stipendien, Prüfungen und Lernräumen beschäftigten die Studierenden sehr, schrieb der Verband der Schweizer Studierendenschaften am Donnerstag.

Möglichst rasch sollte der Präsenzunterricht neben dem digitalen wieder aufgenommen werde. Bibliotheken und Arbeitsplätze müssten offen bleiben. Die Laufzeiten von Stipendien bräuchten Verlängerungen. Dazu sollte eine Unterstützung von maximal 5000 Franken aus einem nationalen Nothilfefonds an Stipendien erfolgen.

Schülerstreich hat Folgen

Eine Schulklasse des Basler Gymnasiums Kirschgarten musste samt mehreren Lehrpersonen wegen eines Schülerstreichs vor den Osterferien in Quarantäne. Drei Schülerinnen und Schüler hatten das Ergebnis eines Coronavirus-Tests gefälscht. Sie hatten das per SMS verschickte Testresultat von negativ auf positiv abgeändert.

Als die Schulleitung Verdacht schöpfte, gaben die Schüler ihre Tat zu. Nun wird im Erziehungs- und Gesundheitsdepartement abgeklärt, ob das Vergehen anzeigepflichtig ist. Vonseiten der Schulleitung haben die Betreffenden zudem mit disziplinarischen Massnahmen zu rechnen.

Postautomaten boomen im Corona-Jahr

Die Möglichkeit, rund um die Uhr Pakete in Empfang zu nehmen oder zu verschicken, ist im Corona-Pandemie-Jahr 2020 so rege genutzt worden, wie nie zuvor. Die Post schrieb am Donnerstag von einem Boom ihrer My-Post-24-Automaten, seit diese Ende 2013 installiert wurden.

Im Corona-Jahr 2020 sei die Nutzung noch stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Viele hätten sich während des Lockdowns Kleider und andere Waren nach Hause liefern lassen. Was nicht gefiel oder passte, hätten die Kunden zurückgeschickt, und zwar immer mehr am My-Post-24-Automaten.