Praxen sind für Booster gerüstet

dor

16.11.2021

Philippe Luchsinger, Praesident des Verbandes der Haus- und Kinderaerzte Schweiz, spricht am Point de Presse des Bundes mit Fachexperten zum Coronavirus, am Dienstag, 5. Oktober 2021, in Bern.
Philippe Luchsinger, Präsident des Verbandes der Haus- und Kinderärzte Schweiz. (Archivbild)
Bild: Keystone/Marcel Bieri

Die steigenden Corona-Infektionszahlen beunruhigen Philippe Luchsinger. Der oberste Hausarzt der Schweiz empfiehlt jetzt schon das freiwillig Tragen von Masken – etwa im Kino oder bei Sportveranstaltungen. Es liege an allen, einen weiteren Lockdown zu verhindern.

dor

16.11.2021

Die Hausärzte in der Schweiz sind für die Booster-Impfungen gerüstet. Es gebe genug Impfstoffe, sagte Philippe Luchsinger, Hausarzt und Präsident des Verbandes der Haus- und Kinderärzte Schweiz, in einem Interview mit dem «Blick». Da man nach der zweiten Impfung sechs Monate warten müsse, bevor eine Auffrischungsimpfung erfolgen sollte, könne der Reihe nach geimpft werden.

Man müsse sich allerdings auch Gedanken machen, wie es mittelfristig weitergehen solle, sagte Luchsinger. Er mache sich für den kommenden Winter «grosse Sorgen». «Auch wenn wir weiterimpfen und boostern, wird es angesichts der aktuellen Entwicklung schwierig. Um weitere Massnahmen kommen wir wohl nicht herum», sagte Luchsinger.

Eine 2G-Regel hält er nicht für realistisch in der Schweiz – «allein schon aus politischen Gründen». Die Leute sollten Abstand halten, nicht zu stark im Pulk unterwegs sein und auch privat weniger Leute treffen, empfahl der Hausarzt. Wer ins Theater, ins Kino oder an einem Eishockeymatch gehe, solle jetzt schon freiwillig eine Maske tragen.



Lockdown für alle bei überlastetem Gesundheitssystem

Wenn das Gesundheitssystem dennoch zusammenbreche, gehe es nicht ohne Lockdown für alle – sowohl für Ungeimpfte als auch für Geimpfte, warnte Luchsinger: «Es liegt an uns allen, dies zu verhindern.»