Corona-Übersicht

Vorerst keine schärferen Massnahmen in Deutschland 

Agenturen/dor/smi

24.1.2022

Agenturen/dor/smi

24.1.2022

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 87'278 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 35 neue Todesfälle und 247 Spitaleintritte.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 67'906 bestätigte Neuinfektionen, 233 Spitaleintritte und 30 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 28,5 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 6 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern 627 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 72,70 Prozent. 26,70 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Kantone sollen sich an Spitalkosten beteiligen

Angesichts stark gestiegener Ausgaben für Covid-19-Patienten sowie Ertragsausfällen wegen aufgeschobener Behandlungen hat der Kanton Zürich laut einem Bericht von CH Media entschieden, die Zusatzkosten nicht mehr allein zu tragen. Für ausserkantonale Patienten sollten die Wohnkantone aufkommen, wenn eine Behandlung nicht kostendeckend sei. Die Zürcher Regierung habe die Spitäler dazu aufgerufen, diese Zusatzkosten in Rechnung zu stellen. Einzelne Kantone und das Universitätsspital Zürich hätten erste Rechnungen verschickt.

Vorerst keine schärferen Corona-Massnahmen in Deutschland

Bund und Länder halten an den bisherigen Schutzmassnahmen in der Corona-Pandemie fest. «Es ist richtig, diesen Kurs fortzusetzen», sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montagsabend nach Beratungen mit den Regierungschefs der Länder. So solle es auch weiter strenge Kontaktbeschränkungen geben, «überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen».

«Wir wissen noch nicht, wie sich die Infektionszahlen weiterentwickeln», sagte Scholz, ob es noch einmal «eine dramatischere Entwicklung gebe» oder ob Deutschland relativ gut durch diese Zeit komme. Daher sei wichtig, «dass wir vorsichtig bleiben müssen». Zudem kündigte Scholz an, die Impfkampagne wieder stärker voranzutreiben.

England streicht Testpflicht für Einreisende

Geimpfte müssen nach der Ankunft in England künftig keinen Coronatest mehr machen. Die entsprechende Verpflichtung werde gestrichen, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag. Ab wann die neue Regelung gilt, teilte er nicht mit. Verkehrsminister Grant Shapps sollte später Einzelheiten zu den veränderten Regeln bekannt geben.

Die Reisebranche begrüsste die Nachricht als grossen Schritt zurück zur Normalität. Der Vorsitzende von Airlines UK, dem Branchenverband britischer Fluggesellschaften, Tim Alderslade, sprach von einem bahnbrechenden Tag.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht

Das Wichtigste im Überblick

  • Im Kampf gegen die immer stärkere Corona-Ausbreitung in Deutschland sollen weitreichende Alltagsauflagen für Millionen Menschen noch länger bleiben.
  • Das BAG meldet 87’278 Neuinfektionen, 247 Spitaleintritte und 35 Tote über das Wochenende.
  • Zwei Drittel der Schweizer Arbeitgebenden würde es begrüssen, wenn alle ihre Mitarbeitenden geimpft wären.
  • Wegen einer Informatik-Panne kann der Bund zurzeit keine Zertifikate aufgrund positiver Antikörpertests ausstellen.
  • Gewisse Labors stellen ein Genesenen-Zertifikat für einen tieferen Antikörper-Anteil im Blut aus als andere. 
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  • 21.50 Uhr
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  • 20.33 Uhr
    Bericht: Johnson feierte mit bis zu 30 Gästen im Lockdown Geburtstag

    Kuchen, Happy-Birthday-Singen und 30 Gäste: Einem Bericht des Fernsehsenders ITV zufolge soll der britische Premierminister Boris Johnson mitten im Lockdown in grösserer Runde Geburtstag gefeiert haben. Johnsons Frau Carrie habe eine Überraschungsparty für den Premier im Sitzungsraum des Kabinetts im Regierungssitz in der Downing Street organisiert, hiess es in dem Bericht vom Montag.

    Bis zu 30 Gäste seien bei der angeblichen Feier am Nachmittag des 19. Juni 2020 dabei gewesen, darunter vor allem Mitarbeiter, aber auch die Designerin Lulu Lytle, die damals für viel Geld die Dienstwohnung der Johnsons renovierte. Carrie Johnson soll dem Bericht zufolge dann das Lied «Happy Birthday» angestimmt haben. Später seien mehrere Familienmitglieder in der Wohnung der Johnsons zu einer privaten Feier gewesen.

    Eine Regierungssprecherin bestritt den Bericht über die Party am Nachmittag laut ITV nicht, bezeichnete die Veranstaltung aber als kurzes Treffen von Mitarbeitern im Anschluss an eine Besprechung, um dem Premier zu gratulieren. Johnson sei weniger als zehn Minuten dabei gewesen. Den Bericht über Gäste in der Dienstwohnung wies die Sprecherin als «komplett unwahr» zurück. Johnson habe lediglich eine kleine Gruppe von Familienmitgliedern im Freien empfangen.

    Der britische Premierminister Boris Johnson steht seit Wochen erheblich unter Druck.
    Johnson ist wegen der als «Partygate» bezeichneten Affäre um zahllose Lockdown-Partys im Regierungssitz heftig unter Druck geraten. Noch in dieser Woche wird mit dem Ergebnis einer internen Untersuchung durch die hochrangige Beamtin Sue Gray gerechnet.
    Archivbild: Jack Hill/The Times/PA Wire/dpa
  • 19.35 Uhr
    Belgien empfiehlt zweite Impfauffrischung für Immungeschwächte

    Die belgischen Gesundheitsminister haben eine Empfehlung über eine vierte Impfdosis zum Schutz vor dem Coronavirus für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gebilligt. Die Gesundheitsministerin der Bundesregierung in Brüssel, Christie Morreale, sagte am Montag, sie und ihre Kollegen in den Regionen hätten dem Vorschlag des Gesundheitsrates zugestimmt. Einen Termin für den Start der Impfungen nannte sie nicht.

    Rund 77 Prozent der knapp 11,5 Millionen Einwohner Belgiens sind derzeit vollständig geimpft. Etwa 6,3 Millionen haben zusätzlich eine Auffrischungsdosis eines Corona-Impfstoffs erhalten, wie aus jüngsten Daten der Gesundheitsbehörden hervorgeht. Am Montag wurden 2851 Menschen mit Covid-19 in den Krankenhäusern behandelt, davon 364 auf den Intensivstationen. In Belgien starben seit Beginn der Pandemie mindestens 28’800 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus.

  • 18.38 Uhr
    Vorerst keine schärferen Corona-Massnahmen in Deutschland – Neue Impfkampagne

    Im Kampf gegen die immer stärkere Corona-Ausbreitung in Deutschland sollen weitreichende Alltagsauflagen für Millionen Menschen noch länger bleiben. Bund und Länder beschlossen am Montag aber vorerst auch keine Verschärfungen. Die Entwicklung der Welle mit der neuen Virusvariante Omikron soll jedoch beobachtet werden. Angesichts der beispiellos hohen Infektionszahlen sollen genauere PCR-Labortests und das Nachverfolgen von Ansteckungsketten stärker auf sensible Bereiche konzentriert werden. Fürs Impfen soll eine neue Kampagne werben.

    Kanzler Olaf Scholz (SPD) sagte in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten, es gelte, unverändert vorsichtig zu bleiben. «Die Richtung, die wir einschlagen haben, hilft», sagte er zu den bestehenden Zugangsbeschränkungen am Arbeitsplatz, in Bussen, Bahnen, Gaststätten und Geschäften. Diese hätten dazu beigetragen, dass hohe Infektionszahlen später erreicht worden seien als anderswo. Man wisse noch nicht, «ob wir mit einer drastischeren Situation rechnen müssen oder gut durchkommen». Jetzt gelte daher erstmal: «Kurs halten». In einzelnen Ländern wurden Auflagen für den Handel gerichtlich gekippt.

    Mit grosser Anstrengung habe die Bundesregierung eine neue Kampagne zum Impfen und Boostern aufgelegt, erklärte Scholz am Montag nach den Beratungen von Bund und Ländern zu den Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Neben Plakaten mit der Motto-Aufschrift «Impfen hilft» solle es nun auch verstärkt Aufrufe im Radio und auch auf Social-Media-Plattformen geben.

    24.01.2022, Berlin: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) präsentiert ein Plakat für eine neue Impfkampagne während einer Pressekonferenz nach einem Treffen im Kanzleramt. Bundeskanzler Olaf Scholz traf sich mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer, um über die Coronavirus-Situation und die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus zu sprechen. Auf dem Plakat steht:
    Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) präsentiert ein Plakat für eine neue Impfkampagne während einer Pressekonferenz nach einem Treffen im Kanzleramt. Bundeskanzler Olaf Scholz traf sich mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer, um über die Coronavirus-Situation und die Massnahmen zur Bekämpfung des Virus zu sprechen. Auf dem Plakat steht: «Impfen hilft. Sie hilft auch allen, die man liebt.» 
    Bild: Hannibal Hanschke/POOL AP/dpa
  • 18.17 Uhr
    Viele Festnahmen nach Krawallen bei Corona-Demonstration in Brüssel

    Nach Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen Corona-Massnahmen in Brüssel hat die Polizei 239 Menschen in Gewahrsam genommen. Elf von ihnen seien verhaftet worden, gab die Brüsseler Polizei am Montag bekannt. Sie müssten sich voraussichtlich vor der Justiz verantworten, unter anderem wegen Waffenbesitz und Auflehnung gegen die Ordnungskräfte.

    Nach Angaben der Polizei hatten sich am Sonntag rund 50’000 Menschen in der Brüsseler Innenstadt versammelt, um gegen die Corona-Massnahmen in Belgien zu protestieren. Die Demonstration verlief demnach zunächst friedlich, am Nachmittag brachen jedoch Krawalle am Ende des Demonstrationszuges aus. Der Nachrichtenagentur Belga zufolge warfen Demonstranten Gegenstände auf Polizisten und beschädigten Gebäude, unter anderem den Sitz des Europäischen Auswärtiger Dienstes. Die Polizei setzte den Angaben zufolge Tränengas und Wasserwerfer ein, 15 Menschen wurden verletzt.

    epa09704763 Rioters erect barricades for clashes with police after a protest against European anti-coronavirus measures, in Brussels, Belgium, 23 January 2022. Tens of thousands of people were expected to a protest against the way the EU governments imposed 'disproportionate measures that violate human rights', as organiser 'Europeans United' puts it, to curb the Omicron variant wave of the Sars-Cov-2 coronavirus.  EPA/STEPHANIE LECOCQ
    In Brüssel schlugen die Proteste gegen die Corona-Beschränkungen in Gewalt um.
    Bild: EPA
  • 17.43 Uhr
    England: Geimpfte müssen sich nach Einreise nicht mehr testen

    Geimpfte müssen nach der Ankunft in England künftig keinen Coronatest mehr machen. Die entsprechende Verpflichtung werde gestrichen, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag. Ab wann die neue Regelung gilt, teilte er nicht mit. Verkehrsminister Grant Shapps sollte später Einzelheiten zu den veränderten Regeln bekannt geben.

    Die Reisebranche begrüsste die Nachricht als grossen Schritt zurück zur Normalität. Der Vorsitzende von Airlines UK, dem Branchenverband britischer Fluggesellschaften, Tim Alderslade, sprach von einem bahnbrechenden Tag. 

    Die Ankündigung gilt für England. Die anderen Landesteile des Vereinigten Königreichs – Schottland, Wales und Nordirland – legen ihre eigenen gesundheitspolitischen Massnahmen fest, die denen in England aber meist ähneln.

    Derzeit müssen sich Reisende, die mindestens zwei Impfdosen erhalten haben, innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Ankunft in Großbritannien einem Corona-Schnelltest unterziehen. Für ungeimpfte Reisende gelten strengere Test- und Quarantänevorschriften.

  • 16.10 Uhr
    Panne behoben – BAG kann wieder Zertifikate nach Antikörper-Test ausstellen

    Das Bundesamt für Informatik gab auf Twitter bekannt, dass die Panne behoben sei. Diese hatte dazu geführt, dass keine Zertifikate mehr für positive Antikörpertests ausgestellt werden konnten.

    Une personne tient dans sa main un smartphone avec l'application Certificat Covid suisse et son code QR indiquant 3G, 2G et 2G+ ce mercredi 12 janvier 2022 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
    KEYSTONE
  • 15.53 Uhr
    Die neusten Corona-Zahlen

    Das BAG meldet 87’278 Neuinfektionen, 247 Spitaleintritte und 35 Tote über das Wochenende.

    Die Neuinfektionen sind damit im 7-Tage-Schnitt um 23,9 Prozent angestiegen, während die Spitaleintritte im 7-Tage-Schnitt um über 9 Prozent gesunken sind gegenüber der Werte der Vorwoche. 

    1904 Covidkranke befinden sich in Spitalpflege, 3 Prozent mehr als vor einer Woche. 230 Personen befinden sich mit Covid-19 in Intensivpflege – 12 Prozent weniger als vor einer Woche. Covidkranke belegen 26,7 Prozent aller IPS-Plätze der Schweiz, diese sind zu 72,7 Prozent ausgelastet. 

  • 14.58 Uhr
    WHO-Chef: Akutphase der Pandemie kann in diesem Jahr beendet werden

    Die Akutphase der Corona-Pandemie kann aus Sicht des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem internationalen Kraftakt in diesem Jahr beendet werden.

    Dazu müssten unter anderem die Impflücken in ärmeren Ländern geschlossen werden, und es müsste mehr getestet werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei einer Sitzung des WHO-Exekutivrates in Genf. Gleichzeitig warnte Tedros vor voreiligem Optimismus. «Es wäre gefährlich anzunehmen, dass Omikron die letzte Variante war und dass wir schon in der Endphase sind.»

    Er hatte jedoch auch gute Nachrichten: Der Impfstoff-Mangel sei überwunden. Die logistische Herausforderung bestehe jetzt darin, die Dosen in alle Länder zu bringen und dort zu verabreichen.

    In Afrika haben laut Tedros 85 Prozent der Menschen noch keine Impfung erhalten. Nur wenn in den kommenden Monaten 70 Prozent der Bevölkerung in jedem Land geimpft werde, könne das Virus besiegt werden, sagte Tedros. Ausserdem müssten Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden, um die Sterblichkeit zu senken. «Wir können Covid-19 als globale Notfallsituation beenden, und wir können es in diesem Jahr tun», sagte Tedros.

    epa09453039 A woman receives a Pfizer Covid-19 Corona virus vaccination from a mobile team of health workers at the Masiphumelele Community Center, in Cape Town, South Africa, 07 September 2021. A mobile team of specialist health workers from the City of Cape Town in conjunction with various NGOs and government is moving around the province, targeting low coverage areas and areas that are far away from fixed vaccination centers in a bid to increase the rate of vaccination in South Africa. Local scientists are monitoring the C.1.2 variant as a variant of interest as it has spread across South Africa but has been detected at low frequency. To date, there are around 100 sequences of C.1.2 reported globally since the variant was first detected in South Africa in May this year. EPA/NIC BOTHMA
    KEYSTONE
  • 14.10 Uhr
    BAG meldet Verspätung bei den Corona-Zahlen wegen technischer Störung

    Normalerweise veröffentlicht das BAG die neuesten Zahlen zur Corona-Pandemie kurz nach 13.30 Uhr. Nun meldet die Behörde Verspätung ohne Angabe, wann mit den Zahlen zu rechnen ist.

  • 13.34 Uhr
    Zwei von drei Schweizer Firmen befürworten Impfung der Mitarbeitenden

    Ein Grossteil der Arbeitgeber in der Schweiz würde es laut einer Umfrage begrüssen, wenn alle ihre Mitarbeitende geimpft wären. Viele Unternehmen bekunden zudem einen negativen Einfluss der Pandemie auf die Personalsuche.

    Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Befragung von JobCloud unter mehr als 10'000 Arbeitnehmenden sowie 800 Unternehmen in der Schweiz. Befragt zum Einfluss der Corona-Krise gaben mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen an, dass eine Impfung der gesamten Belegschaft gegen das Covid-19-Virus «wünschenswert» wäre. Nur etwas weniger als 10 Prozent der Unternehmen seien gegen die Impfung.

    Ferner habe die im November 2021 durchgeführte Befragung ergeben, dass die Personalsuche für viele Unternehmen durch die Pandemie schwieriger geworden sei. Knapp ein Drittel habe angegeben, dass Rekrutierung von neuem Personal unter der Krise leide.

  • 11.43 Uhr
    Bund kann zurzeit keine Genesenen-Zertifikate nach Antikörpertests ausstellen

    Der Bund kann vorerst keine Covid-Zertifikate für Genesene aufgrund von Antigen-Schnelltests ausstellen. Grund sind technische Probleme, wie das Bundesamt für Technik und Informatik am Montag mitteilte.

    Eigentlich sollten die neuartigen Zertifikate ab Montag ausgestellt werden. Der Bund hatte ihre Einführung als vorübergehende Lösung beschlossen, weil in der Omikron-Welle die PCR-Tests knapp sind.

    Es habe sich gezeigt, dass das Testresultat eines positiven Antigen-Schnelltests in der aktuellen epidemiologischen Situation sehr zuverlässig sei, schreibt dazu das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Website. «Falsch positive» Tests seien sehr unwahrscheinlich.

    Bis anhin mussten Betroffene für ein Genesenen-Zertifikat einen positiven PCR-Test vorlegen. Alternativ konnten sie aufgrund eines Antikörper-Tests ein nur in der Schweiz gültiges Zertifikat erhalten.

    Die neuen Genesenen-Zertifikate aufgrund eines positiven Antigen-Schnelltests sind ebenfalls nur in der Schweiz gültig – ab dem elften Tag nach dem positiven Test. 270 Tage nach dem positiven Test verfallen sie.

    Vorläufig dürften nur wenige Menschen von dem technischen Problem betroffen sein, denn nur Antigen-Schnelltests, die am oder nach dem 24. Januar durchgeführt werden, berechtigen zu einem derartigen Zertifikat.

  • 10.18 Uhr
    Zürcher Regionalspital kürzt Arbeitszeit für Pflegende

    Das Regionalspital in Wetzikon ZH reagiert mit einer Kürzung der Arbeitszeit auf den Fachkräftemangel im Pflegebereich. Das Spital senkt die Arbeitszeit von Pflegefachpersonen, die regelmässig im Drei-Schicht-System tätig sind, um 10 Prozent. Der Lohn bleibt gleich.

    Die wöchentliche Arbeitszeit werde ab Juni 2022 bei gleichbleibendem Grundlohn um 10 Prozent auf 37,8 Stunden (bei einem 100-Prozent-Pensum) gesenkt, teilte das GZO Spital Wetzikon am Montag mit.

    Die Abstimmung über die Pflegeinitiative im November 2021 habe deutlich gemacht, wie gross die Belastung durch die Arbeit im Schichtbetrieb für Pflegende sei, heisst es in der Mitteilung weiter. Viele Pflegefachleute würden nur noch Teilzeit und nicht mehr im Schichtbetrieb arbeiten wollen. Die Covid-19-Pandemie habe das Problem verschärft.

    Die Verkürzung der Arbeitszeit im GZO Spital Wetzikon ist vorerst bis Ende 2023 befristet.

  • 9.25 Uhr
    Fragwürdige Zertifikate für positive Antikörpertest

    In der Schweiz gibt es auch für positive Antikörper-Tests ein Genesenen-Zertifikat. Es gilt ein Grenzwert, ein Mindest-Anteil an Antiköpern im Blut. Die NZZ zeigte nun, dass nicht alle Labors mit dem gleichen Grenzwert arbeiten.

    Das führe dazu, dass Personen mit ihren Antikörper-Anteil im einen Labor kein Zertifikat erhalten, in einem anderen aber schon. Die NZZ führt das Beispiel eines 42-Jährigen an, der sich dies zunutze gemacht hat. Nachdem ihm eine Teststelle trotz positivem Antikörpertest kein Genesenen-Zertifikat ausstellte, probierte er es bei einer anderen und erhielt das 90 Tage gültige Zertifikat.

    Das liege daran, dass die Labors unterschiedliche Testverfahren anwendeten, zitiert die NZZ einen Experten. Gerade in den tiefen Antikörper-Bereichen, sei unklar, ob aus dem Kontakt mit dem Coronavirus, den ein Antikörpertest nachgewiesen habe, tatsächlich ein Schutz vor zukünftigen Infektionen hervorgehe.

    Une pharmacienne preleve une goutte de sang sur le bout du doigt d'une femme pour faire un test rapide de depistage et pour detecter les anticorps du coronavirus COVID-19, ce lundi 3 mai 2021 a Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
    KEYSTONE
  • 7.48 Uhr
    Armee gab Millionen minderwertige Masken ab

    Die Schweizer Armee hat Millionen minderwertiger Gesichtsmasken in Umlauf gebraucht. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger». Weil die Masken überzählig waren, gab die Armee diese für den symbolischen Preis von 1 Rappen pro Stück an Kantone, Gemeinden, Heime oder Schulen ab.

    Es handelt sich um Masken einer chinesischen Firma namens Sichuan Zhengning Medical Instrument Co. «WS Protection, Love is Power» steht auf der Verpackung.

    Das Labor Spiez hatte die Masken davor überprüft und deren Schutzwirkung als signifikant schlechter beurteilt als Standard-Produkte. Kurz vor dem Test in der Schweiz hatte das Bayerische Landesamt Gesundheit und Lebensmittelsicherheit denselben Maskentyp zurückgerufen, da dieser die EU-Norm für Gesichtsmasken nicht erfülle.

    Gemäss Recherche der Tamedia-Redaktion brachte die Armee 3,3 Millionen dieser Masken in Umlauf. An wen hält sie geheim. Gemäss einer Medienmitteilung aus der Zeit, als sie die Gesichtsmasken abgab, gehören auch Institutionen des zivilen Gesundheitswesens zu den Empfängerinnen.

  • 6.24 Uhr
    Lockdown in Xi'an nach einem Monat aufgehoben

    Nach einem Monat haben die Behörden von Xi'an am Montag den Lockdown für die 13 Millionen Bewohner der zentralchinesischen Metropole aufgehoben. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde der Status der alten Kaiserstadt, die seit Dezember gut 2000 Infektionen erlebt hatte, wieder auf «niedriges Risiko» heruntergestuft. Die Ausgangssperren wurden aufgehoben.

    Öffentliche Verkehrsmittel sowie Taxis konnten ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen. Auch dürfen die Bewohner wieder normal reisen, müssen aber mit der Corona-App jeweils ihre Unbedenklichkeit nachweisen. Flüge und Zugverbindungen in die Provinzhauptstadt von Shaanxi wurden wieder aufgenommen. Geschäfte und Einkaufszentren dürfen auch wieder normal öffnen, teilte die Stadtverwaltung mit.

    Auch können Restaurants wieder Gäste bewirten, müssen aber die Zahl begrenzen und Abstandsregeln einhalten. Versammlungen von mehr als 50 Personen müssen vorher Hygienekonzepte entwickeln und genehmigen lassen. Familiäre oder private Treffen sollen auf nicht mehr als zehn Personen beschränkt werden, hiess es in der Mitteilung zwei Wochen vor dem chinesischen Neujahrsfest, dem grössten Familienfest der Chinesen, das nach dem Mondkalender in der Nacht zum 1. Februar begrüsst wird.

    China, wo die ersten Corona-Infektionen vor zwei Jahren entdeckt worden waren, verfolgt eine strikte Null-Covid-Strategie und hat das Virus besser als andere Länder im Griff. Am Sonntag wurden nur 18 lokale Infektionen berichtet, davon sechs in Peking, wo in zwei Wochen die Olympischen Winterspiele beginnen. Auch die Omikron-Variante, die sich schneller verbreitet, ist in China bereits nachgewiesen.

  • 5.45 Uhr
    IATA-Direktor übt Kritik an hohen Preisen für PCR-Tests

    Die hohen Preise für PCR-Tests, die an Flughäfen erhoben werden, sind laut dem Direktor des Weltluftfahrtverbandes IATA, Willie Walsh, ein grosses Problem für die Branche. Sie hielten viele davon ab, zu fliegen, sagte Walsh in einem Interview mit den Zeitungen von CH-Media. Viele Passagiere würden bei den PCR-Tests abgezockt. «Die Preise für PCR-Tests sind lächerlich hoch», so Welsh. Die IATA habe die Unterschiede untersucht. So zahle der Passagier für die gleichen Tests 27 Dollar in Kuala Lumpur, 278 Dollar in Tokio und bis zu 310 Dollar in Zürich.

    Die Tests seien unnötig und kosteten die Airlines und Passagiere ein Vermögen, gab Welsh zu Protokoll. Als Beispiel erwähnte Walsh Grossbritannien. Bis im November seien dort über neun Millionen Tests vorgenommen worden. Die Positivitätsrate habe in der Luftfahrt 0,8 Prozent betragen gegenüber 8,4 Prozent im ganzen Land.

    Ein Dorn im Auge sind dem ehemaligen Konzernchef von British Airways ferner die zahlreichen Dokumente, die die Behörden bei Flügen vorschrieben. Das Dickicht sei kaum mehr zu durchschauen. «Braucht es einen PCR- oder einen Antigen-Test? Muss er 24 oder 72 Stunden gültig sein? Ich verstehe den Frust, den viele Leute haben», sagte Welsh.

    Plakate zeigen den Weg zum Covid-Test per Speichelprobe durch die Swissport-Tochter Checkport am Flughafen in Zuerich, aufgenommen am Mittwoch, 6. Januar 2021. Ab morgen Donnerstag erweitert der Flughafen das Coronatest-Sortiment mit dem Spucktest, das Testresultat liegt bereits nach rund 5 Stunden vor. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
    Plakate zeigen den Weg zum Covid-Test per Speichelprobe durch die Swissport-Tochter Checkport am Flughafen in Zürich. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Ennio Leanza
  • 5.30 Uhr
    Virologin: Pandemie-Ende bis Anfang 2023 möglich

    Die deutsche Virologin Barbara Gärtner hält ein Ende der Corona-Pandemie bis Anfang 2023 für möglich. «Mich würde das nicht wundern. Ich gehe ehrlich gesagt davon aus, dass Omikron der Anfang vom Ende ist», sagte die Expertin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie sowie Beraterin des Deutschen Olympischen Sportbund der Deutschen Presse-Agentur. «Keiner weiss es so richtig, aber es passt in das, was wir von anderen Pandemien kennen.»

    Alle seien jedoch früher oder später zu Ende gegangen – die meisten früher. «Natürlich kann man immer schwarzmalen und Gefahren sehen, aber Anhaltspunkte, dass wir uns noch zehn Jahre auf diesem Niveau bewegen, hat niemand», meinte Gärtner. Eine Erkrankung, die am Anfang gravierend sei, werde zunehmend weniger gravierend, aber dafür besser übertragbar. «Viren haben Vorteile in der Ausbreitung, wenn sie kaum etwas machen, dafür aber gut übertragbar sind. Deswegen würde es nicht wundern, wenn es in diese Richtung geht.»

  • 5.10 Uhr
    Kantone sollen sich an Spitalkosten beteiligen

    Angesichts stark gestiegener Ausgaben für Covid-19-Patienten sowie Ertragsausfällen wegen aufgeschobener Behandlungen hat der Kanton Zürich laut einem Bericht von CH Media entschieden, die Zusatzkosten nicht mehr allein zu tragen. Für ausserkantonale Patienten sollten die Wohnkantone aufkommen, wenn eine Behandlung nicht kostendeckend sei. Die Zürcher Regierung habe die Spitäler dazu aufgerufen, diese Zusatzkosten in Rechnung zu stellen. Einzelne Kantone und das Universitätsspital Zürich hätten erste Rechnungen verschickt.

  • 4.53 Uhr
    Eltern schicken Kinder trotz Omikron in Kitas

    Trotz der Omikron-Welle schicken laut einem Bericht von nau.ch die meisten Eltern in der Schweiz ihre Kinder in die Kitas. Derzeit gebe es aber Hunderttausende Kinder, die sich noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen dürften, da sie unter fünf Jahre alt seien. Entsprechend gebe es derzeit in den Kitas, wo viele Kinder in dieser Altersklasse untergebracht seien, viele Ansteckungen, sagte Frédéric Baudin, Leiter des Kita-Netzwerks «pop e poppa», gegenüber nau.ch. Weil immer mehr Mitarbeitende in den Kitas wegen Omikron ausfallen, mussten mehrere Kitas bereits ihre Öffnungszeiten reduzieren.

  • 4.32
    Armee verkaufte Millionen von minderwertigen Masken

    Ab Februar 2021 verkaufte die Armeeapotheke überschüssige Hygienemasken zum symbolischen Preis von einem Rappen pro Stück. Abnehmer waren etwa Heime, Schulen und Kantone. Nun zeigen Recherchen des «Tages-Anzeigers»: Unter den verkauften Masken war auch ein Typ, der im Test im Labor Spiez «signifikant schlechter» als die Referenzmaske abgeschnitten hatte. Es drangen zwei- bis viermal mehr Partikel durch. Insgesamt brachte die Armeeapotheke 2021 rund 3,3 Millionen Stück dieser Masken in Umlauf.

  • 0 Uhr
    Wieder Höchststand bei Neuinfektionen in Russland

    Den dritten Tag in Folge hat Russland einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Am Sonntag meldete die Corona-Arbeitsgruppe der Regierung gut 63’200 Fälle innert 24 Stunden. Das sind 25 Prozent mehr als beim Rekordwert vom Freitag, als 49’500 gezählt wurden. Am Samstag waren es 57’200.

    Die Arbeitsgruppe meldete am Sonntag 679 neue Todesfälle, ähnlich viele wie in den vergangenen Tagen.

    Nur rund die Hälfte der 146 Millionen Einwohner Russland sind vollständig geimpft. Nach Schätzung der unabhängigen Webseite Gogov.ru haben 8,8 Millionen Russen eine Auffrischungsimpfung erhalten.