Schweiz schickt Hilfsgüter nach Indonesien +++ Tausende bei neuen Protesten in Frankreich

Agenturen/toko

24.7.2021

In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Unterdessen schickt die Schweiz 600 Sauerstoffkonzentratoren und weitere Hilfsgüter in das schwer von der Pandemie getroffene Indonesien. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/toko

24.7.2021

In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Das berichteten der französische Nachrichtensender Franceinfo und andere Medien am Samstag. Der TV-Nachrichtensender BFM zeigte Bilder, wonach es in Paris am Rande des Protests zu Ausschreitungen kam - die Polizei habe Tränengas eingesetzt, so der Sender. Vor einer Woche waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit rund 114 000 Menschen auf die Strassen gegangen.

Die Mitte-Regierung von Premier Jean Castex hatte angesichts eines Anstiegs der Corona-Zahlen strengere Massnahmen auf den Weg gebracht. Das Land mit rund 67 Millionen Menschen kämpft nach Einschätzung von Castex mit einer vierten Corona-Welle.

Erst am Freitag hatte die Nationalversammlung als Unterhaus des Parlaments einem Gesetzesvorhaben zugestimmt, das die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung vorsieht. Nun muss noch der Senat als zweite Parlamentskammer die neuen Regelungen genehmigen, damit der Nachweis ab August auch für die Nutzung und den Besuch von Fernzügen, Bars, Restaurants und Einkaufszentren nötig wird. Auch einer geplanten Impfpflicht für Gesundheitspersonal gaben die Abgeordneten der Nationalversammlung in erster Lesung ihre Zustimmung.

Schweiz schickt 600 Sauerstoffkonzentratoren nach Indonesien

Die Schweiz hat 600 Sauerstoffkonzentratoren in das stark von der Covid-19-Pandemie heimgesuchte Indonesien geschickt. Die Geräte haben einen Wert von rund einer Million Franken. Sie sind die sechste Hilfsgüterlieferung nach Jakarta. Der Gesamtumfang der Hilfsgüterlieferungen ins Ausland beträgt über 15 Millionen Franken.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes reagiert damit auf das Hilfsersuchen des asiatischen Landes, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Das Frachtflugzeug der Swiss startete in Zürich Richtung Jakarta.

Neben den Sauerstoffkonzentratoren war auch medizinisches Schutzmaterial an Bord, namentlich über 12'000 Schutzanzüge und mehr als 45'000 Masken. In Jakarta nehmen die örtlichen Behörden die Güter in Empfang und verteilen sie. Die Botschaft kümmert sich mit den Behörden um eine faire Verteilung nach humanitären Prinzipien.

Die Humanitäre Hilfe lieferte bereits Hilfsgüter zur Bewältigung der Pandemie an Tunesien, die Mongolei, Sri Lanka, Nepal und Indien. Die Schweiz sei weiterhin bereit, auf Ersuchen Unterstützung zu leisten, schreibt das EDA.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert.
  • Die Schweiz hat 600 Sauerstoffkonzentratoren in das stark von der Covid-19-Pandemie heimgesuchte Indonesien geschickt.
  • Die Armeeapotheke sitzt laut einem Medienbericht auf rund 105'000 Ganzkörper-Schutzanzügen, die zu Beginn der Pandemie beschafft und nun nicht mehr gebraucht werden.
  • Bei Protesten gegen den Corona-Lockdown in Sydney ist es zu Zusammenstössen von Demonstranten mit der Polizei gekommen.
  • In Deutschland nimmt die Zahl der Corona-Neuinfektionen schon seit Wochen wieder zu.
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  • 16.09 Uhr
    Erneut Proteste in Frankreich gegen Impfpflicht für Gesundheitspersonal

    In Frankreich sind erneut zahlreiche Gegner der geplanten Impfpflicht für das Gesundheitspersonal auf die Strasse gegangen. In Paris und Toulouse versammelten sich am Nachmittag bereits hunderte Demonstranten.

    Proteste waren im Laufe des Tages unter anderem für Lyon, Strassburg, Lille und Marseille angekündigt. Nach Behördenangaben wurden landesweit mehr als hunderttausend Demonstranten erwartet. Der Protest richtet sich neben der Impfpflicht auch gegen den Gesundheitspass, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt.

    Bei landesweiten Protesten am vergangenen Samstag hatten bereits mehr als 110'000 Menschen vor einer «Gesundheits-Diktatur» gewarnt. Sie stehen allerdings nicht für die Mehrheit der Bevölkerung: In einer Umfrage des Instituts Elabe für den Sender BFMTV vom 13. Juli sprachen sich 76 Prozent der Franzosen für die Impfpflicht aus. Auch die Ausweitung des Gesundheitspasses stösst mehrheitlich auf Zustimmung.

    Demnach müssen sich alle Gesundheits- und Pflegekräfte sowie Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte bis spätestens 15. September impfen lassen. Ansonsten droht ein Berufsverbot. Mit der Ausweitung des Gesundheitspasses soll ab August erstmals eine Corona-Testpflicht für nicht Immunisierte in französischen Gaststätten und Fernzügen greifen. In Kinos, Museen oder Theatern muss bereits seit Mittwoch eine Impfung, eine überstandene Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden.

  • 15.20 Uhr
    Polen verschärft wegen Delta Quarantäneregeln

    Im Kampf gegen die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und andere neue Mutanten verschärft Polen seine Quarantäneregeln. Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt künftig über eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal «Gazeta.pl» berichtete.

    Die Änderung soll demnächst im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit in Kraft treten. Bisher galt, dass die Isolierung bereits nach zehn Tagen beendet werden kann, wenn der Betroffene keine Symptome mehr zeigt. Das Gesundheitsministerium in Warschau meldete 122 Neuinfektionen und sechs Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben in dem EU-Mitgliedstaat 75'241 Infizierte. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

  • 14.47 Uhr
    Englands Nationaltrainer Gareth Southgate ruft zum Impfen auf

    Der englische Nationaltrainer Gareth Southgate hat junge Erwachsene in seinem Land aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. «Oldies wie ich haben schon beide Impfungen, sodass wir mit unserem Leben weitermachen können, aber für euch Jüngere ist nun die Chance, dass sich alles öffnet, dass ihr eure Freiheiten zurückbekommt», sagte der 50-Jährige in einer Videobotschaft. «Schiebt es nicht mehr auf, geht und bringt es hinter euch», sagte der Trainer der Three Lions weiter.

    In Grossbritannien haben mittlerweile knapp 88 Prozent der Erwachsenen eine erste Corona-Impfung erhalten, fast 70 Prozent sind vollständig geimpft. Allerdings gibt es gerade unter den 18- bis 29-Jährigen noch viele Ungeimpfte, obwohl die Altersgruppe bereits seit mehreren Wochen eingeladen ist. Mittlerweile gibt es viele Impfzentren, in die man ohne Termin und Papiere gehen und sich eine Impfung holen kann. Die Regierung verlässt sich in England voll auf den Schutz der Impfkampagne und hat trotz hoher Infektionszahlen so gut wie alle anderen Massnahmen aufgehoben.

  • 13.52 Uhr
    Spitäler im Libanon laut Medizinern nicht für weitere Corona-Welle gewappnet

    Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise im Libanon ist das Gesundheitssystem nach Angaben eines führenden Mediziners kaum für eine weitere Ansteckungswelle mit dem Coronavirus gewappnet. «Alle Krankenhäuser (...) sind jetzt noch weniger vorbereitet als während der Welle zu Beginn des Jahres», warnte der Leiter des grössten öffentlichen Spital des Landes, Firass Abiad. Es mangele mehr denn je an medizinischem Personal, die Medikamente würden knapp und es gebe ständig Stromausfälle.

    Nachdem die Zahl der Covid-19-Fälle im Frühjahr gesunken war, steigt sie nun wieder an. Derzeit kommen viele Libanesen für den Sommer aus dem Ausland nach Hause und treffen Freunde und Familie. Allein am Donnerstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 98 Menschen bei der Ankunft am Beiruter Flughafen positiv getestet. Sollte sich daraus eine Welle wie zu Anfang des Jahres entwickeln, «wäre das katastrophal», sagte Abiad.

    Der Libanon wird seit Herbst 2019 von einer Krise erschüttert, die laut Weltbank wahrscheinlich zu den schlimmsten Finanzkrisen der Welt seit Mitte des 19. Jahrhunderts zählt. Mehr als die Hälfte der libanesischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Wegen der immensen Inflation brach die Kaufkraft ein.

  • 13.07 Uhr
    Schweiz schickt 600 Sauerstoffkonzentratoren nach Indonesien

    Die Schweiz hat 600 Sauerstoffkonzentratoren in das stark von der Covid-19-Pandemie heimgesuchte Indonesien geschickt. Die Geräte haben einen Wert von rund einer Million Franken. Sie sind die sechste Hilfsgüterlieferung nach Jakarta. Der Gesamtumfang der Hilfsgüterlieferungen ins Ausland beträgt über 15 Millionen Franken.

    Die Humanitäre Hilfe des Bundes reagiert damit auf das Hilfsersuchen des asiatischen Landes, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Das Frachtflugzeug der Swiss startete in Zürich Richtung Jakarta.

    Verlad von Hilfsgueter gegen die aktuelle Coronakrise in Nepal am Flughafen Zuerich am Freitag, 21. Mai 2021. Die Humanitaere Hilfe des Bundes schickt 1,1 Millionen Antigentests, 40 Atemschutzgeraete, 10 Sauerstoffkonzentratoren und Schutzausruestung nach Kathmandu. Die Gesamtkosten dieser humanitaeren Hilfe belaufen sich auf rund 7,5 Millionen CHF. (KEYSTONE/Adrian Reusser)
    Die Schweiz hat 600 Sauerstoffkonzentratoren in das stark von der Covid-19-Pandemie heimgesuchte Indonesien geschickt.
    KEYSTONE/Adrian Reusser (Symbolbild)

    Neben den Sauerstoffkonzentratoren war auch medizinisches Schutzmaterial an Bord, namentlich über 12'000 Schutzanzüge und mehr als 45'000 Masken. In Jakarta nehmen die örtlichen Behörden die Güter in Empfang und verteilen sie. Die Botschaft kümmert sich mit den Behörden um eine faire Verteilung nach humanitären Prinzipien.

    Die Humanitäre Hilfe lieferte bereits Hilfsgüter zur Bewältigung der Pandemie an Tunesien, die Mongolei, Sri Lanka, Nepal und Indien. Die Schweiz sei weiterhin bereit, auf Ersuchen Unterstützung zu leisten, schreibt das EDA.

  • 12.58 Uhr
    Vietnam verhängt Lockdown in Hauptstadt Hanoi

    Vietnam hat wegen der steigenden Corona-Ansteckungszahlen in der Hauptstadt Hanoi einen strengen Lockdown verhängt. Das sonst höchst belebte Stadtzentrum war menschenleer, wie Afp-Reporter berichteten. Die Behörden hatten am Freitag landesweit 7000 Neuinfektionen gemeldet, in der Folge wurde in der Hauptstadt eine allgemeine Ausgangssperre angeordnet.

    Vietnam hatte kleinere Ausbrüche des Virus im vergangenen Jahr erfolgreich eingedämmt. Doch seit April sind die Ansteckungszahlen in die Höhe geschnellt. Zuvor hatte das Land insgesamt weniger als 3000 Fälle verzeichnet. Wegen seiner erfolgreichen Kontaktverfolgungsmassnahmen und strengen Quarantäne-Regeln galt das Land lange als Vorbild im Kampf gegen die Pandemie.

    Mittlerweile ist ein Drittel der 100 Millionen Einwohner des Landes von Lockdown-Massnahmen betroffen. Die meisten Ansteckungen verzeichnete bislang die südliche Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt. Die dort geltende Ausgangssperre wurde am Freitag verlängert. Gebessert hat sich die Situation bislang aber kaum. «Ich bin seit einem Monat drinnen. Die Lage in unserer Stadt ist beängstigend», sagte der Anwohner Le Bich Thanh.

    Vietnam strebt nach offiziellen Angaben eine Herdenimmunität bis spätestens Anfang 2022 an. Bisher wurden in dem 100-Millionen-Einwohner-Land 4,5 Millionen Corona-Impfstoffdosen verabreicht. Vietnam ist Produzent eigener Corona-Vakzine, hat aber auch Millionen Dosen aus dem Ausland bestellt.

  • 12.31 Uhr
    Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe

    Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung  bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten.

    Weil in Grossbritannien derzeit so viele mit dem Coronavirus infiziert sind und noch deutlich mehr Menschen mit diesen in Kontakt gekommen sind, hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Millionen Briten müssen sich zu Hause isolieren. Mitte August sollen die Quarantäne-Regeln in England für alle vollständig Geimpften gelockert werden.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Vereinigten Königreich zuletzt bei 497 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche (Stand: 18. Juli). Trotzdem gelten in England seit dieser Woche kaum noch Corona-Beschränkungen - Abstand und Maske sind an vielen Orten freiwillig, auch Clubs haben wieder geöffnet. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Massnahmen und sind vorsichtiger.

  • 12.04 Uhr
    Island kehrt nach vier Wochen zu Corona-Beschränkungen zurück

    Wegen steigender Corona-Zahlen führt Island wieder neue Beschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab Sonntag müssen Bars und Clubs ab Mitternacht schliessen, bei Veranstaltungen sind dann maximal 200 Teilnehmer erlaubt, wie die Regierung am Freitagabend laut Berichten des isländischen Senders RUV mitteilte. Ausserdem sollen die Isländer wieder mindestens einen Meter Abstand halten und in Innenräumen Masken tragen.

    Island hatte sich erst vor vier Wochen von seinen Corona-Massnahmen verabschiedet. Nach 15 Monaten Abstand halten, Maske tragen und weiteren Massnahmen wurden alle Beschränkungen aufgehoben. Zuvor war eine Woche lang kein neuer Corona-Fall mehr auf der Nordatlantik-Insel gemeldet worden. Rund 90 Prozent aller Isländer über 16 Jahren sind mindestens einmal gegen Corona geimpft.

    Seit einigen Tagen hat sich der Trend aber wieder gedreht. Die inländische 14-Tage-Inzidenz, die die Isländer von Fällen an der Grenze unterscheiden, ist zuletzt auf 83,7 angestiegen, für die Fälle bei der Einreise lag sie für denselben Zeitraum bei 16,1. In den vergangenen Tagen kamen jeweils einige Dutzend Neuinfektionen hinzu, was für die Insel mit ihren rund 360 000 Einwohnern recht viel ist. Mehr als 1000 Menschen befanden sich am Freitag in Quarantäne.

  • 11.27 Uhr
    Infektions-Zahl in Brasilien schnellt wegen Nachmeldungen nach oben

    Aufgrund Zehntausender Nachmeldungen hat Brasiliens Gesundheitsministerium innerhalb eines Tages mehr als 100'000 Corona-Infektionen registriert. Bei der Veröffentlichung der täglichen Fallzahlen nannte das Ministerium in Brasília 108'732 neue Fälle. Der plötzliche Anstieg kam dadurch zustande, dass der Bundesstaat Rio Grande do Sul seine über 500 Tage gesammelten Corona-Daten aktualisiert und mehr als 64'000 neue Fälle auf einmal übermittelt hatte. Am Vortag hatte Brasilien etwa 50'000 neue Fälle registriert. Insgesamt haben sich im grössten Land Lateinamerikas damit bislang mehr als 19,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

    Im Juli meldete Brasilien die niedrigste Zahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen seit Januar. Mehr als 130 Millionen Impfstoffdosen sind seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Januar verabreicht worden. Etwa 40 Prozent der erwachsenen Brasilianer haben eine Einzeldosis bekommen, rund 17 Prozent sind vollständig geimpft. Angesichts fehlender Impfstoffdosen setzten die brasilianische Metropole Rio de Janeiro und andere wichtige Städte erneut die Erst-Impfungen gegen das Coronavirus aus.

  • 10.56 Uhr
    Armeeapotheke sitzt auf rund 105'000 Ganzkörper-Schutzanzügen

    Wie «Südostschweiz» berichtet, sitzt die Armeeapotheke auf rund 105'000 Ganzkörper-Schutzanzügen, die sie zum Beginn der Coronavirus-Pandemie beschafft hat und die nun nicht gebraucht werden. Gesundheitseinrichtungen haben kein Interesse daran, die angebotenen Anzüge zu übernehmen. 

    Diese seien gekauft worden, als das Wissen über das Coronavirus noch klein gewesen sei und mit allen möglichen Entwicklungen habe gerechnet werden müssen, heisst es bei der Armee.

    Mitarbeiter mit Schutzanzügen in einem Corona-Testzentrum.
    Gesundheitspersonal Mitarbeiter mit Schutzanzügen.
    Boris Roessler/dpa (Symbolbild)
  • 10.08 Uhr
    Zusammenstösse mit Polizei bei Protesten gegen Lockdown in Sydney

    Bei Protesten gegen den seit rund einem Monat geltenden Corona-Lockdown in Sydney ist es zu Zusammenstössen von Demonstranten mit der Polizei gekommen. Protestierende in der bevölkerungsreichsten Stadt Australiens bewarfen die Sicherheitskräfte mit Flaschen und Blumentöpfen, wie AFP-Reporter berichteten. Laut Polizei gab es zahlreiche Festnahmen. Im ganzen Land steigt der Unmut wegen der Gesundheitspolitik der Behörden.

    Die Organisatoren hatten den Protest als «Freiheits»-Kundgebung betitelt und in Online-Netzwerken bekannt gemacht, die häufig zur Verbreitung von Falschnachrichten über Impfstoffe und Verschwörungstheorien genutzt werden. Auch in Melbourne, der zweitgrössten Stadt des Landes, gingen Lokalmedien zufolge Tausende Menschen auf die Strasse. Weitere Demonstrationen waren in anderen Städten geplant.

    Australiens Premierminister Scott Morrison steht derzeit stark unter Druck. Die lange Zeit sehr niedrigen Ansteckungszahlen in Australien waren zuletzt so schnell angestiegen wie seit Beginn der Pandemie nicht. Zugleich sind nur rund zwölf Prozent der Bevölkerung geimpft - eine der niedrigsten Impfraten unter den reicheren Ländern.

    Neben der nur langsam anlaufenden Impfkampagne kommen auch mehr und mehr Zweifel an der Strategie der Regierung in Canberra auf, die anders als europäische Länder darauf abzielt, keinerlei Ansteckungen mit dem Virus mehr zu haben. Australien setzt dafür auf strikte Grenzschliessungen und strenge lokale Lockdowns bereits bei wenigen Ansteckungen.

    Mittlerweile befindet sich fast die Hälfte der 25 Millionen Einwohner Australiens im Lockdown. Insgesamt sind die Ansteckungszahlen dennoch im Vergleich mit europäischen Ländern auf einem niedrigen Niveau.

  • 9.23 Uhr
    Infektionen in Deutschland steigen weiter

    Wie in der Schweiz nimmt auch in Deutschland die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Wochen wieder zu: Die Inzidenz liegt nun bei 13,6. Die Appelle an Impf-Unwillige werden lauter, die Sorgen vor dem bösen Erwachen nach dem Urlaub grösser.

    Eine Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer wird vorbereitet.
    Eine Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer wird vorbereitet. In Deutschland appellieren Politiker an impf-Unwillige, sich impfen zu lassen.
    Sven Hoppe/dpa

    Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zweieinhalb Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstagmorgen lag sie bei 13,6 – am Vortag betrug der Wert 13,2 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1919 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben.

    Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1608 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote gewesen.

  • 9.10 Uhr
    Patientenschützer kritisieren geringe Impfbereitschaft jüngerer Menschen

    Patientenschützer werfen den jüngeren Generationen eine mangelnde Impfbereitschaft vor. «Obwohl mittlerweile Impfstoff für täglich zwei Millionen Menschen bereitsteht, werden nur 500'000 Dosen abgerufen, denn der Impffortschritt dümpelt in der jungen und mittleren Generation vor sich hin», sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Es sei allerhöchste Zeit, «dass jetzt auch die Jüngeren ihre Impfsolidarität in der Pandemie unter Beweis stellen.»

    Immer wieder sei beklagt worden, die Jungen müssten zugunsten Älterer auf ihre Freiheit verzichten, sagte Brysch der Zeitung. Dass die Impfbereitschaft bei ihnen nun so gering sei, zeige, «dass an dem Vorwurf nichts dran war». Die über 60-Jährigen hingegen würden «mit erwartbarer fast 90-prozentiger vollständiger Impfquote ihren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen». Schon jetzt hätten 85 Prozent dieser Altersgruppe das Impfangebot angenommen.

  • 9.02 Uhr
    Nach Corona-Pause: New Yorker Steuben-Parade findet wieder statt

    Nach einer Pause wegen der Coronavirus-Pandemie soll die Steuben-Parade zu Ehren deutscher Traditionen in diesem Jahr wieder über die Fifth Avenue ziehen. Die 64. Steuben-Parade sei für den 18. September geplant, teilten die Veranstalter mit. Im vergangenen Jahr hatte der Umzug wegen der Pandemie nur virtuell stattfinden können.

    Die Parade war in den 50er Jahren ins Leben gerufen worden. Mit ihr wollen deutschstämmige Amerikaner die Traditionen ihrer Vorfahren pflegen. Die Parade ist nach Friedrich Wilhelm von Steuben benannt, einem preussischen Offizier und späteren amerikanischen General.

    Der US-Statistikbehörde zufolge haben rund 45 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten deutsche Wurzeln. Das entspricht 15 Prozent der Bevölkerung. Einen grösseren Anteil kann keine Nation vorweisen. Viele Deutsche waren Mitte des 19. Jahrhunderts wegen Unruhen und Arbeitslosigkeit ausgewandert.

  • 8.49 Uhr 
    Mehr als 40 Millionen Corona-Fälle seit Pandemiebeginn in Lateinamerika und Karibik

    In Lateinamerika und der Karibik sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie mehr als 40 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Toten stieg auf 1'353'335 Menschen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten am Samstag ergab.

    In zahlreichen Ländern stiegen die Inzidenzen zuletzt wieder an, unter anderem befeuert durch die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. Weltweit wurden bisher rund 193 Millionen Menschen positiv getestet. 4'143'687 Menschen starben.